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Cao Kun

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Cao Kun

Cao Kun ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Volljährigkeitsname Zhongshan {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 12. Dezember 1862 in Tianjin; † 4. Juni 1938 ebenda) war ein chinesischer Warlord, Präsident der Republik China, Führer des Zhili-Militärbündnisses in der Beiyang-Armee und Treuhänder der Katholischen Universität von Peking (Vorgänger der Katholischen Fu-Jen-Universität). Wegen seiner fragwürdigen Übernahme der Präsidentschaft im Jahr 1923 erhielt er in der chinesischen Öffentlichkeit das Pejorativum „zhu zai zongtong“ (豬仔總統), d.h. „Ferkelpräsident“.

Cao wurde am 12. Dezember 1862 als Sohn von Cao Bensheng (曹本生), der eine kleine Werft betrieb, in Dagukou geboren, das zur Präfektur Tianjin/Provinz Zhili gehörte. Nach dem Tod von Caos Vater verarmte die Familie völlig. 1982 trat Cao in die Armee ein und 1894, während des Ersten Chinesisch-Japanischen Krieges, wurde er für die Kämpfe in Choson von der Armee rekrutiert. Nach dem Krieg schloss er sich der Beiyang-Armee von Yuan Shikai an, der seinen Aufstieg protegierte. Zur Zeit der Xinhai-Revolution von 1911 wurde er zum Divisionskommandeur befördert. Im September 1916 kehrte er in die Provinz Zhili zurück, wo er zum „dujun“ (督軍, Militärgouverneur) dieser Provinz ernannt wurde.<ref>Thomas Weyrauch, War Cao Kun ein „Ferkelpräsident“? , S. 11 ff.</ref>

Nach dem Tod von Feng Guozhang 1919 wurde er Führer des Militärbündnisses. 1918 hatte ihm Duan Qirui im Fall seiner Wahl zum Staatspräsidenten die Vizepräsidentschaft zugesagt. Die gewählte Nationalversammlung erlangte in der Abstimmung jedoch keine Beschlussfähigkeit, weshalb kein Vizepräsident gewählt wurde. Cao Kun fühlte sich folglich von Duan verraten und führte deshalb gegen ihn 1920 siegreiche Schlacht.<ref>James E. Sheridan, The Warlord Era, S. 297; Thomas Weyrauch, War Cao Kun ein „Ferkelpräsident“? , S. 17 f.</ref>

Cao setzte den Rücktritt der Präsidenten Xu Shichang und Li Yuanhong durch und trat später selbst für das Amt an. Es wurde darüber berichtet, er habe seiner Präsidentschaftskandidatur durch Nötigung und Zahlung von 5000 Silberstücken Mexikanischen Silberdollars je Abgeordnetenstimme zum Erfolg verholfen. Das Amt übte er vom 10. Oktober 1923 bis 2. November 1924 aus, da sich kein beschlussfähiges Parlament zu seiner Abwahl einfand.<ref>Thomas Weyrauch, War Cao Kun ein „Ferkelpräsident“? , S. 20; New York Times vom 14.10.1923, [1], Download am 27. September 2026.</ref>

Während Caos Amtszeit wurde eine Goldmünze mit dem Konterfei Caos geprägt.<ref>Thomas Weyrauch, War Cao Kun ein „Ferkelpräsident“? , S. 24.</ref>

Als eine seiner ersten Amtshandlungen als Präsident proklamierte er am 10. Oktober 1923 das Inkrafttreten einer neuen chinesischen Verfassung, welche mangels Umsetzung wirkungslos blieb.<ref>Thomas Weyrauch, War Cao Kun ein „Ferkelpräsident“? , S. 22 f.</ref>

Im Oktober 1924, während eines Krieges gegen Zhang Zuolin, putschte der ihm unterstellte General Feng Yuxiang gegen Cao Kun, besetzte Peking, zwang ihn zum Rücktritt und nahm ihn in Haft.<ref>Thomas Weyrauch, War Cao Kun ein „Ferkelpräsident“? , S. 25.</ref> Sein Bruder, Cao Rui, wurde unter Hausarrest gestellt und beging Suizid.

Nach zwei Jahren Arrests wurde Cao Kun als Geste des guten Willens gegenüber Wu Peifu von Feng Yuxiang freigelassen.<ref>It was reported that he won the election by bribing Members to the extent of " 5,000 pieces of silver " each. nach Time n° 12, 12. Oktober 1923, Page 12, Briton Hadden, Henry Robinson Luce – 1923 Thomas A. DeLong, Madame Chiang Kai-shek and Miss Emma Mills: China’s First Lady, S. 58</ref>

Obwohl die japanische Besatzungsmacht ihn 1937 umwarb, widersetzte sich Cao dem Ansinnen, ein Kollaborateur zu werden. Cao starb am 4. Juni 1938. Der wegen des Krieges im südlich gelegenen Chongqing agierende Staatspräsident Lin Sen rehabiliterte Cao posthum 1938 und verlieh ihm der Rang eines Armeegenerals Erster Klasse.<ref>Thomas Weyrauch, War Cao Kun ein „Ferkelpräsident“? , S. 25; New York Times vom 14.10.1923, [2], Download am 27. September 2026.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas A. DeLong: Madame Chiang Kai-Shek and Miss Emma Mills: China´s First Lady and Her American Friend. McFarland: Jefferson (North Carolina) 2007.
  • John King Fairbank (Hg.): The Cambridge History of China. Bd. 12, Teil 1. Cambridge University Press: Cambridge / Mass. 2008.
  • James E. Sheridan: The Warlord Era: Politics and Militarism under the Peking Government. In: Fairbank, The Cambridge History of China, Bd. 12, Teil 1, S. 284–321.
  • Thomas Weyrauch: War Cao Kun ein „Ferkelpräsident“? In: oag-Notizen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens, Tokyo, Mai 1926, S. 11 ff., Online, Download am 27. September 2026.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Cao Kun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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