Carbutamid
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Freiname | Carbutamid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
1-Butyl-3-sulfanilylharnstoff | ||||||||||||||||||
| Summenformel | C11H17N3O3S | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | |||||||||||||||||||
| ATC-Code | |||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 271,33 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
144–145 °C<ref name="roempp">Eintrag zu Carbutamid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Carbutamid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe und Sulfonamide, welche 1959 als erstes orales Antidiabetikum von Boehringer Mannheim patentiert wurde.<ref name="roempp" /> Carbutamid kam 1956 in Deutschland als Oranil bzw. Nadisan auf den Markt.<ref>Pharmazeutische Zeitung Nr. 11, 1966, S. 391.</ref> Entwickelt wurde es von Erich Haack (Klinische Tests Hellmuth Kleinsorge). Das Präparat wurde in Frankreich an Servier lizenziert, die es mehrere Jahre vertrieb.<ref>Burkhardt Röper: Wettbewerb in der pharmazeutischen Industrie. Duncker & Humblot, 1980, S. 143 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Pharmakologie[Bearbeiten]
Carbutamid hat – wie viele Sulfonamide – ausgeprägte bakteriostatische Wirkung. Durch Substitution der Aminogruppe am Phenylring durch eine Methylgruppe (Tolbutamid) wurde dieser unerwünschte Effekt beseitigt, ohne dass die blutzuckersenkende Eigenschaft verloren ging. Carbutamid wird daher heute nicht mehr verwendet.
Die blutzuckersenkende Wirkung kommt unter anderem durch Freisetzung von Insulin aus den Langerhans-Inseln des Pankreas (Bauchspeicheldrüse) zustande.<ref>W. Creutzfeldt u. a.: Die Wirkung von N1-Sulfanilyl-N2-butylcarbamid (Carbutamid) auf den Stoffwechsel der isolierten perfundierten Leber von normalen und alloxandiabetischen ketotischen Ratten In: Diabetologia. 1967, Volume 3, S. 9–19.</ref> Es wird im Körper rasch resorbiert und fast ausschließlich renal ausgeschieden.<ref>Ernst Mutschler, Monika Schäfer-Korting u. a.: Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie. 8., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2001. ISBN 3-8047-1763-2, S. 415ff.</ref> Eine durch Carbutamid verursachte Hypoglykämie kann durch Kombination mit einer Alkoholinjektion vermieden werden.<ref>Gabriel Pogátsa, Anton Káldor, Elisabeth Bellus, Endre Somogyi: Zur Wirkung von Insulin, Carbutamid und 2-Desoxy-d-Glucose bei der akuten Äthylalkoholvergiftung der Ratte. In: Klinische Wochenschrift 1965 Volume 48; S. 612.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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- ATC-A10
- Hautreizender Stoff
- Augenreizender Stoff
- Atemwegsreizender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Antidiabetikum
- Benzolsulfonamid
- N-Alkylamid