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Carcoforo

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Carcoforo
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Carcoforo (Italien)
Carcoforo (Italien)
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Vercelli (VC)
Koordinaten 45° 54′ N, 8° 3′ OKoordinaten: 45° 54′ 0″ N, 8° 3′ 0″ O
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Höhe 1304 m s.l.m.
Fläche 22 km²
Einwohner 78 (31. Dez. 2025)<ref>Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2025. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2025).</ref>
Fraktionen Badile, Tetto Minocco
Postleitzahl 13026
Vorwahl 0163
ISTAT-Nummer 002029
Bezeichnung der Bewohner Carcoforesi
Website Gemeinde Carcofore

Carcoforo (piemontesisch Carcòfo) ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Vercelli (VC), Region Piemont. Carcoforo wurde 1991 vom Magazin Airone zum „Idealen Dorf Italiens“ gewählt.

Lage und Einwohner[Bearbeiten]

Carcoforo liegt knapp 100 km nördlich von der Provinzhauptstadt Vercelli und hat 78 Einwohner (Stand 31. Dezember 2025). Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 22 km² und liegt zuhinterst im Valsesiatal und ist mit 1'304m die höchstgelegene Siedlung des Tales<ref>Informationen über die Siedlung, auf www.monterosavalsesia.com</ref> und gehört zum Naturpark Alta Valsesia. Das Dorf, dessen Geschichte stark von Landwirtschaft und Viehzucht geprägt ist, ist heute ein beliebtes Touristenziel, das für den Erhalt seiner Natur- und Kulturlandschaft bekannt ist.<ref>Die Geschichte der Walser in der Valsesia, auf www.valsesia.travel</ref>

Die Nachbargemeinden sind Alto Sermenza, Bannio Anzino, Ceppo Morelli, Fobello und Macugnaga.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

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 text:Quelle = Istituto Nazionale di Statistica ISTAT

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Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Carcoforo ist über die Provinzstraßen SP124, SP10 und SP 299, nach rund 60 Kilometer mit der Autostrada A26 bei Ghemme verbunden. In Varallo zweigt die Straße in Richtung Omegna (55 km) und weiter nach Domodossola (95 km).

Im 28 Kilometer entfernten Varallo ist der Endbahnhof der Bahnstrecke Novara-Varallo. Sie wird derzeit aber nur als Touristenbahn und für den Güterverkehr auf dem Abschnitt Novara–Romagnano Sesia genutzt. Die Wiedereröffnung für den Regionalverkehr ist jedoch bis 2026 geplant. Die Modernisierungsarbeiten zur Vorbereitung auf die Wiederaufnahme des Regionalverkehrs begannen im Januar 2024.<ref>Museumsbahn Varallo, auf fondazionefs.it</ref>

Datei:CaseCarcoforo.jpg
Haus in Carcoforo
Datei:Carcoforo panorama.jpg
Carcoforo Panorama
Datei:Torre e Campanile.jpg
Dorfzentrum

Geschichte[Bearbeiten]

Carcoforo findet sich erstmals im Jahr 1383 erwähnt, als von einer Alp namens Alpe Carchoffeni die Rede ist. Gelegentlich wird die Meinung vertreten, dass Carcoforo eine Walsersiedlung sei, und die Gemeinde tritt selbst an nationalen und internationalen Walsertreffen auf.<ref>Die Walser in Vercelli, auf www.walser-alps.eu.</ref> Allerdings gibt es weder historische noch sprachliche Hinweise, die diese These belegen würden, weshalb die Walserforschung sie ablehnt.<ref>Paul Zinsli: Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Piemont. Erbe, Dasein, Wesen. 7., erg. Auflage. Bündner Monatsblatt, Chur 2002, S. 22 f. mit Anmerkung S. 422: „Obschon die Ansicht, daß auch dieses Tal einst walserisch gewesen sei, seit Giordanis Buch über Alagna von 1891 immer wiederholt und zuletzt auch von Kreis [1958], S. 43, mit Schlüssen auf die Besiedlungszeit vorgetragen wird, fehlt bis heute jeder Beweis für eine ehemalige deutsche Besiedlung, und es haben sich auch keine Flurnamenbelege dafür finden lassen.“ Zu den südwalserischen Orts- und Flurnamen siehe Paul Zinsli: Südwalser Namengut. Die deutschen Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont. Stämpfli, Bern 1984. Der angebliche deutsche Name „Kirchof“, der allein schon wegen seiner Lautung nicht alemannisch sein kann, ist Phantasie. Bei den walserischen Nachbarn in Alagna Valsesia heißt das Dorf Chalchoufe, wörtlich „Kalkofen“ – eine volksetymologische Eindeutschung von Carcoforo.</ref>

Die Siedlung wurde mehrmals durch Lawinen, Überschwemmungen und Brände verwüstet, wie in Manuskripten dokumentiert ist. Einer der verheerendsten Brände ereignete sich im Jahr 1863 und zerstörte die meisten älteren Häuser.

Früher war der einzige Zugangsweg, der das Dorf mit dem Talboden verband, ein Saumpfad, der am rechten Ufer des Egua-Baches entlangführte. Erst 1932 wurde eine Straße gebaut, die das Leben der Bewohner etwas erleichterte und den Handel und die ersten Formen des Tourismus förderte. Das Lawinenproblem ist immer noch sehr präsent und im Winter kommt es oft vor, dass die Gemeinde isoliert bleibt und mit Hubschraubern mit den notwendigen Vorräten versorgt wird.<ref>Geschichte, auf www.gitefuoriportainpiemonte.it</ref>

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Im März 2012 fand hier die Europameisterschaft im Wintertriathlon statt.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Carcoforo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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