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Carl Bay

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Vorlage:Hinweisbaustein Carl Bay (* 29. Juli 1927 in Hamburg; † 16. Juli 2014 ebenda<ref>Genauer Todestag nach Angaben des Beratungszentrums des Hamburger Friedhofs Ohlsdorf</ref>) war ein deutscher Opernsänger (Bariton) und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Carl Bay war der Sohn eines Malers aus Pöseldorf. Nachdem er schon seit 1941 als Mitglied der Jugendbewegung gesungen hatte, erlebte er das Kriegsende als junger Soldat. Später absolvierte er eine klassische Gesangsausbildung zum Bariton und gastierte bis zum Beginn der 1950er Jahre an verschiedenen deutschen Opernhäusern. Parallel dazu begann 1947 seine Karriere beim Rundfunk, als er in Cuxhaven zum ersten Mal im Hamburger Hafenkonzert zu hören war. Bay gab seine Opernkarriere daraufhin auf und wechselte als „Salzwasser-Barde“, wie er häufig genannt wurde, mit Seemannsliedern ins maritime Fach. 60 Jahre lang blieb er dem Hafenkonzert mit unzähligen Auftritten treu, daneben fuhr er als Unterhalter auf den Schiffen der damaligen Hamburg-Amerika-Linie (HAPAG) oder spielte Theater<ref>"Hafenkonzert"-Sänger Carl Bay gestorben, Hamburger Abendblatt vom 28. Juli 2014, abgerufen am 6. August 2015</ref><ref name="jr">Jürgen Rau: Hamburg, deine Perlen, S. 25</ref>, so z. B. in der Spielzeit 1975/76 am St. Pauli Theater in dem Stück Berta, laß das nach.<ref>Marilen Andrist: Das St. Pauli Theater – 150 Jahre Volkstheater am Spielbudenplatz, S. 114, Galgenberg-Verlag, Hamburg 1991, ISBN 3-925387-98-6</ref>

In den 1950er Jahren ging Carl Bay gemeinsam mit seiner Kollegin Lale Andersen auf eine Amerika-Tournee, 1973 war er als „Käpt’n Blume“ die Symbolfigur bei der in Hamburg stattfindenden IGA.<ref name="jr" /><ref>Ein Dankeschön an Käpt'n Blume, Hamburger Abendblatt vom 29. September 1973, abgerufen am 6. August 2015</ref>

Einem breiten Fernsehpublikum wurde Carl Bay ab 1963 durch seine Mitwirkung in fast allen Folgen der ARD-Serie Haifischbar bekannt. Daneben trat er noch in einigen anderen Unterhaltungssendungen als Sänger auf. Auch ist seine Stimme auf zahlreichen Schallplatten erhalten geblieben. Ende der 1960er Jahre wirkte Bay in zwei niederdeutschen Hörspielproduktionen des NDR mit.

Darüber hinaus war Carl Bay gemeinsam mit Dirks Paulun und Hans Harbeck 1946 Mitbegründer der Wendeltreppe in Hamburg, dem ältesten, noch existierenden literarischen Kabarett in Deutschland, an dem er auch selber regelmäßig auftrat.<ref>Website des Kabaretts Die Wendeltreppe</ref>

Carl Bay starb knapp zwei Wochen vor Vollendung seines 87. Lebensjahres und wurde anonym auf dem Hamburger Friedhof Öjendorf beigesetzt.<ref>Nach Angaben des Beratungszentrums des Hamburger Friedhofs Ohlsdorf</ref>

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1956: Treffpunkt Hamburg
  • 1960: Bummel am Abend
  • 1961: Ein Berliner in Hamburg
  • 1962–1976: Haifischbar (11 Folgen)
  • 1967: Heimweh nach St. Pauli
  • 1971: …und heute heißt es Show
  • 1984: ARD-Wunschkonzert

Hörspiele[Bearbeiten]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Rau: Hamburg, deine Perlen. Edition Temmen, Bremen 2011, ISBN 978-3-8378-2011-9

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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