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Carl Ernst Forberg

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Datei:Carl Ernst Forberg (Radierung 1883).jpg
Selbstporträt, 1883

Carl (Karl) Ernst Forberg (* 20. Oktober 1844 in Düsseldorf; † 9. April 1915 ebenda) war ein deutscher Kupferstecher, Radierer und Maler der Düsseldorfer Schule.

Leben[Bearbeiten]

Forberg wurde als Sohn des aus Leipzig gebürtigen Musikers Friedrich Wilhelm Forberg<ref>Gestorben. Den 8. Juni. Friedrich Forberg. Musik-Lehrer, 67 J. a. Ehemann, Wasserstr. In: Düsseldorfer Volksblatt (No. 152) vom 11. Juni 1883 (uni-duesseldorf.de)</ref> geboren, welcher als Schüler von Julius Rietz ein gefragter Cello-, Geigen-, Klavier- und Orgelspieler des Düsseldorfer Musiklebens war. So wirkte jener als Solocellist für Robert Schumann und bekleidete die Stellung eines Organisten der Garnisonskirche Düsseldorf. Auch war er von 1862 bis 1882 Gesanglehrer an der Luisenschule in Düsseldorf.<ref>Friedrich Forberg, Gesanglehrer von Herbst 1862 bis Herbst 1882; † 8. Juni 1883. In: Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf. Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887. S. 84</ref> Der Musiklehrer Friedrich Forberg, genannt Fritz, heiratete 1843 Luise Helene Daße.<ref>Civilstand. Heirathen. Den 30. Mai – Friedrich Wilhelm Forberg, Musiklehrer, mit Helene Louise Daße, beide zu Ddorf. In: Düsseldorfer Kreisblatt und Täglicher Anzeiger (No. 156) vom 11. Juni 1843. (uni-duesseldorf.de)</ref>

Carl Ernst Forberg besuchte ab 1858 die Kunstakademie Düsseldorf. Dort waren Josef Wintergerst, Andreas und Karl Müller, Heinrich Mücke und Rudolf Wiegmann seine Lehrer. Ab 1860 ließ er sich von Joseph Keller, dem Begründer einer Kupferstecherschule an der Düsseldorfer Akademie, in den Techniken des Kupferstichs ausbilden.<ref>Vgl. Nrn. 3535–3565 und 3571–3574 im Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Findbuch 212.01.04 Schülerlisten der Kunstakademie Düsseldorf (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. April 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.archive.nrw.de, Webseite im Portal archive.nrw.de (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen)</ref> Ende der 1860er Jahre ging Forberg nach Wien. Dort arbeitete er für Karl von Lützows Kunstjournal Zeitschrift für bildende Kunst sowie ab 1872 als Leiter der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst.<ref>Petra Hölscher: Die Akademie für Kunst und Kunstgewerbe zu Breslau. Wege einer Kunstschule 1791–1932. Verlag Ludwig, Kiel 2003, ISBN 3-933598-50-8, S. 75. (online)</ref><ref>Bettina Baumgärtel: Chronik der Düsseldorfer Malerschule 1815–2011. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Band 1, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, S. 369.</ref> 1879 wurde er als Nachfolger Kellers zum Professor für Kupferstichkunst an die Kunstakademie Düsseldorf berufen und wohnte im Familienhaus in der Wasserstraße 4, dessen Eigentümer er nach dem Tod des Vaters wurde.<ref>Wasserstraße. Nr. 4 Forberg, Musiklehrer. E; Forberg, Kupferstech. In: Adreßbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf (1879) S. 92 (uni-duesseldorf.de)</ref><ref>Wasserstraße 4 Forberg, Ernst, Prof. an der Königl. Kunstakademie E. Forberg, Friedr. Wwe., geb. Dasse, o. G. In Adreßbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf (1888) S. 205 (uni-duesseldorf.de)</ref> Das Professorenamt an der Akademie bekleidete er bis 1911. Zeitweise war er stellvertretender Direktor der Kunstakademie. Außerdem trat er durch die Etablierung des Düsseldorfer Radirclubs<ref>Zeitschrift für Bildende Kunst. Vierzehnter Band, Verlag E. A. Seemann, Leipzig 1879, S. 64. (online)</ref><ref>Friedrich Schaarschmidt: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst, insbesondere im XIX. Jahrhunderts. Verlag des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1902, S. 244. (Digitalisat)</ref> und später durch die Mitwirkung im Düsseldorfer Akademischen Verein „Laetitia“ hervor.<ref>Bettina Baumgärtel: Chronik der Düsseldorfer Malerschule 1815–2011. 2011, S. 370.</ref> Als Hochschullehrer beschritt Forberg über traditionelle Ausbildung hinaus neue Wege, indem er der Malerradierung zu einem erneuten Aufschwung verhalf. Sein Bestreben, besonders die Technik der Radierung zu fördern, fand in Düsseldorf viel Zustimmung. In seinem Schaffen zeigt sich exemplarisch die Entwicklung der Grafik von der Aufgabe der Vervielfältigung hin zur Originalgrafik. Als eine maßgebliche Kraft des Etching Revival im deutschen Sprachraum eröffnete er zeitgemäße Möglichkeiten, trotz der immer stärker in den Fokus rückenden Fotografie die Grafik weiterhin zur Geltung zu bringen.<ref>Anna Vössing: Düsseldorfer Künstlergraphik im ausgehenden 19. Jahrhundert. Eine Bestandsaufnahme. Dissertation an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn, Bonn 2021, S. 21</ref>

Im Juni 1888 gab Ernst Forberg Adele Putsch das Eheversprechen.<ref>Civilstand der Oberbürgermeisterei Düsseldorf. Eheversprechen. Professor an der Königlichen Kunstakademie Ernst Forberg u Adele Putsch, b. h. In: Düsseldorfer Volksblatt (No. 163) vom 19. Juni 1888 (uni-duesseldorf.de)</ref> Ihre 1894 geborene Tochter Ilse Forberg wurde Fotografin und heiratete den Ingenieur, Renn- und Raketenfahrer Kurt C. Volkhart, einen Sohn des Düsseldorfer Malers Max Volkhart. Der Sohn Kurt Forberg wurde ein erfolgreicher Privatbankier, der seit den 1950er Jahren eine Kunstsammlung der Moderne zusammentrug<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Sammlung Forberg (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. Januar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.albertina.at, Webseite im Portal albertina.at, abgerufen am 23. November 2014.</ref> und 1961 zur Unterstützung und Förderung älterer oder in Not geratener Künstler die Forberg-Stiftung ins Leben rief. Carl Ernst Forbergs Bruder, Wilhelm Forberg (1864–1899), wirkte ebenfalls als Kupferstecher in Düsseldorf.

Ehrung[Bearbeiten]

Kaiser Franz Joseph I. verlieh ihm das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens.<ref>Düsseldorfer Volksblatt. Ausgabe Nr. 31 vom 3. Februar 1886 ([1])</ref>

Werk (Auswahl)[Bearbeiten]

Datei:Brockhaus and Efron Jewish Encyclopedia e4 103-0.jpg
Die Wegführung der Juden in die Babylonische Gefangenschaft (nach Eduard Bendemann)<ref>Vgl.: Christian Scholl, Anne-Katrin Sors (Hrsg.): Vor den Gemälden: Eduard Bendemann zeichnet. Universitätsverlag Göttingen, Göttingen 2012, ISBN 978-3-86395-083-5, S. 151, Abb. 51. (online)</ref>
Datei:Friedrich der Große Camphausen Forberg.jpg
Friedrich der Große (nach Wilhelm Camphausen)
Datei:A young boy listens to the wise words of an old man. Wood en Wellcome V0038885.jpg
Salomonische Weisheit (nach Ludwig Knaus)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Carl Ernst Forberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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