Carl Nordmann
Carl Nordmann (* 30. August 1849 in Kassel; † 24. Dezember 1922 in Essen) war ein deutscher Architekt, der insbesondere für seine Kirchenbauten bekannt ist.
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Carl Nordmann prägte den evangelischen Kirchenbau in Essen und anderen Städten im Ruhrgebiet entscheidend mit und war langjähriger Vorsitzender der Ortsgruppe Essen des Bundes Deutscher Architekten (BDA). Er arbeitete längere Zeit in Bürogemeinschaft oder Sozietät mit Julius Flügge und später mit Paul Knobbe. Das Architekturbüro Nordmann und Knobbe befand sich im Haus Huyssenallee 65 in Essen, dem Wohnhaus Carl Nordmanns.<ref>Adressbuch Essen 1909</ref> Ab 1910 ließ sich Nordmann neben einigen anderen Architekten im Haumannhofviertel in Rüttenscheid nieder. Die Sozietät mit Paul Knobbe endete – wahrscheinlich kriegsbedingt – im Jahr 1915.
Bauten[Bearbeiten]
- 1887–1888: Gasthaus und Herberge zur Heimat, heute Hotel Essener Hof in Essen-Mitte (zusammen mit Julius Flügge; mit Veränderungen erhalten)
- 1887–1890: Evangelische Kirche in (Essen-)Altenessen (zusammen mit Julius Flügge; erhalten)
- 1893–1904: Protestations-Gedächtniskirche in Speyer (erhalten)
- 1897–1898: Erweiterungsbau der Rettungsanstalt Overdyck in (Bochum-) Hamme (erhalten)
- 1898: Evangelische Kirche in (Bochum-)Hamme (nicht erhalten)
- 1899–1902: Reformationskirche in Essen-Rüttenscheid (nicht erhalten)
- 1900–1901: Evangelische Kirche Katernberg in (Essen-)Katernberg (erhalten)
- 1901–1903: Christuskirche in Essen-Altendorf (nach dem Krieg stark veränderter Wiederaufbau, innen komplett verändert)
- 1902–1904: Saalbau Essen (gemeinsam mit Skjøld Neckelmann; nach Kriegsschäden erheblich verändert wiederaufgebaut)
- 1905–1906: Evangelische Kirche Am Brandenbusch in (Essen-)Bredeney (erhalten)
- 1909–1910: Gemeindehaus-Anbau an die Kirche Am Brandenbusch in (Essen-)Bredeney (zusammen mit Paul Knobbe; erhalten)<ref>Siedlung am Brandenbusch in Bredeney. Eintrag in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands RheinlandVorlage:Abrufdatum6</ref>
- 1907–1908: Immanuelkirche in (Essen-)Schonnebeck (erhalten)
- 1910–1911: Wichernhaus, Gottesdienststätte und Mehrzweckgebäude in der Siedlung Alfredshof in Essen (nicht erhalten)
- 1911–1912: Haus B der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum (in jüngere Neubauten integriert)
Literatur[Bearbeiten]
- Architekt Carl Nordmann. In: Deutsche Bauzeitung. 57. Jahrgang, Nr. 19, 7. März 1923, S. 90–92.
- Nordmann, Carl. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 25: Moehring–Olivié. E. A. Seemann, Leipzig 1931, S. Vorlage:VonBis (biblos.pk.edu.pl).
- Robert Welzel: Bauunternehmer als Wohnungsfabrikanten. Die Essener Häuserkönige und ihr Beitrag zur Stadtentwicklung 1850–1929. In: Stadt Essen, Historischer Verein für Stadt und Stift Essen (Hrsg.): Essener Beiträge. Band 124. Essen 2011, S. 51 ff.
- Hartmut Spenner: Protestantische Profile im Ruhrgebiet. Fünfhundert Lebensbilder aus fünf Jahrhunderten. Hrsg.: Michael Basse, Traugott Jähnichen, Harald Schroeter-Wittke. Kamen 2009, ISBN 978-3-89991-092-6, S. 268 f.
- Erwin Dickhoff: Essener Köpfe. Hrsg.: Stadt Essen, Historischer Verein für Stadt und Stift Essen. Klartext, Essen 2015, ISBN 978-3-8375-1231-1, S. 263 f.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nordmann, Carl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt |
| GEBURTSDATUM | 30. August 1849 |
| GEBURTSORT | Kassel |
| STERBEDATUM | 24. Dezember 1922 |
| STERBEORT | Essen |
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- Architekt (Essen)
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- Deutscher
- Geboren 1849
- Gestorben 1922
- Mann