Carl Plinke
Carl Plinke (auch: Karl Plinke;<ref name="AdBK">00410 Karl Plinke. In: Matrikeldatenbank der Akademie der Bildenden Künste München (Hrsg.): Matrikelbuch. Band 3: 1884–1920. München (matrikel.adbk.de, daten.digitale-sammlungen.de).</ref> * 14. April 1867 in Hannover;<ref name="Thieme-Becker">Plinke, Carl. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 27: Piermaria–Ramsdell. E. A. Seemann, Leipzig 1933, S. Vorlage:VonBis (biblos.pk.edu.pl).</ref> † nach 1943)<ref>Plinke, Karl, Kunstmaler, Fichtestr. 30 E. In: Adressbuch der Stadt Hannover. 1943, Teil 1, S. 423.</ref><ref name="Kunst im Nationalsozialismus">Das Schöne Heim: Illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst. Band 9, 1938, S. 41</ref> war ein deutscher Figuren- und Landschaftsmaler.<ref name="Thieme-Becker" />
Leben[Bearbeiten]
historisierendes Ölgemälde über die Zeit des Dreißigjährigen Krieges von Plinke, datiert 1894
Öl auf Leinwand 100 × 120 cm, 1918 oder 1922
Plinke war der Sohn eines Partikuliers. Er besuchte ab dem 31. Mai 1887 die Vorschulklasse der Akademie der Bildenden Künste in München.<ref name="AdBK" /><ref name="Thieme-Becker" />
Zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs betrieb Plinke ein „Atelier für dekorative Malerei“. Von dort aus stand er von 1912 bis 1915 mit dem Hannoveraner Schokoladenhersteller Sprengel in geschäftlicher Beziehung, wie Korrespondenz und dem Unternehmen unterbreitete Kostenvoranschläge belegen.<ref name="Arcinsys Nds.">NLA HA Dep. 105 Nr. 197 Archivinformationssystem Arcinsys Niedersachsen</ref>
Auf der Herbstausstellung Niedersächsischer Künstler des Kunstvereins Hannover und der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst in München 1938 stellte der siebzigjährige Carl Plinke seine Werke aus. Er präsentierte neben seinem Selbstbildnis<ref>#756: Plinke, Karl, Hannover, Selbstbildnis (Öl) Große Deutsche Kunstausstellung, München 1938</ref> auch eigene Landschaftsbilder, „die den Weg vom Stimmungshaften zu schärferer Erfassung der Wirklichkeit“ zeigten.<ref name="Kunst im Nationalsozialismus" />
Bekannte Werke (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1895: Das von Plinke signierte und „Hannover [18]95“ datierte Werk „Enthauptung Johannes des Täufers“ auf Leinwand in den Maßen 171 × 132 cm brachte bei einer Kunstauktion am 29. November 1996 auf Schloss Ahlden unter der Losnummer 1342 den Zuschlag bei 8000 DM.<ref>Kunstpreis-Jahrbuch. Deutsche & internationale Auktionsergebnisse. 52. Jahrgang, Band 2, Weltkunst-Verlag, München 1997, S. 239.</ref>
- 1908: Ankauf eines „Interieur“ Plinkes durch die Stadt Hannover<ref>Die Kunst. Monatsheft für freie und angewandte Kunst. Band 17, F. Bruckmann, München 1908, S. 209 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
- um 1910: Ausmalung der „Treppenhaushalle“ des neu erbauten Kunstmuseums in Kiel<ref>Zentralblatt der Bauverwaltung, Band 30, S. 479; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>
- 1939: „Christus als Weltenrichter“, ein klassizistisch gehaltenes Gemälde im Tympanon der Petri-Pauli-Kirche in Bad Münder, mutmaßlich von Carl Plinke gefertigt, bei einer grundlegenden Renovierung des Kirchengebäudes 1995 freigelegt<ref>o. V.: Bad Münder auf der Seite weserbergland.com [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 26. März 2018.</ref>
- „Kreuzigungsdarstellung“ in der Kapelle nördlich des Chores der Gartenkirche St. Marien in Hannover<ref>o.V.: Kapelle auf der Seite gartenkirche.de [ohne Datum], abgerufen am 26. März 2018</ref>
- Das Sprengel Museum Hannover hält in seiner Graphischen Sammlung zwei Zeichnungen Plinkes vor.<ref>Vergleiche die Tabelle Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Sprengel Museum Hannover, Grafische Sammlung Zeichnungen ( vom 4. März 2016 im Internet Archive) (PDF) auf der Seite sprengel-museum.de in der Version vom 19. März 2013, abgerufen am 26. März 2018.</ref>
Archivalien[Bearbeiten]
Archivalien von und über Carl Plinke finden sich beispielsweise
- im Firmenarchiv und Nachlass Bernhard Sprengel, dort in der Abteilung Herstellung und Verpackung im Niedersächsischen Landesarchiv (Standort Hannover) unter der Signatur NLA HA Dep. 105 Nr. 197<ref name="Arcinsys Nds." />
Literatur[Bearbeiten]
- Dresslers Kunsthandbuch. Zweiter Band: Das Buch der lebenden deutschen Künstler, Altertumsforscher, Kunstgelehrten und Kunstschriftsteller. Bildende Kunst. 8. Jahrgang Wasmuth, Berlin, 1921; 9. Jahrgang, Curtius, Berlin, 1930.
Weblinks[Bearbeiten]
- Carl Plinke (deutsch, geb. 1867). artnet.de
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Plinke, Carl |
| ALTERNATIVNAMEN | Plinke, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Figuren- und Landschaftsmaler |
| GEBURTSDATUM | 14. April 1867 |
| GEBURTSORT | Hannover |
| STERBEDATUM | nach 1943 |