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Carl Tchilinghiryan

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Datei:Grabstätte Carl Tchilling-Hiryan.jpg
Familiengrab auf dem Friedhof Ohlsdorf

Carl Tchilinghiryan (auch Tchiling-Hiryan, ursprünglich {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), * 27. Februar 1910 in Hamburg; † 8. Mai 1987 ebenda) war ein Kaufmann und Unternehmer armenisch-deutscher Abstammung und Mitbegründer des Tchibo-Konzerns.

Familie[Bearbeiten]

Carl Tchiling-Hiryan wurde in Hamburg in eine armenisch-deutsche Kaufmannsfamilie geboren. Sein Großvater väterlicherseits, Karabet Mardiros Tchilinghiryan, war Kaufmann in Aydın im Westen der heutigen Türkei und starb auch dort.<ref name="Eltern">Heiratsurkunde Karabet Tchilinghiryan und Erna, geb. Petersen, vom 26. Januar 1918, Standesamt Hamburg, Digitalisat auf ancestry.de</ref> Carls Vater, Karabet Martin Tchilinghiryan, geboren 1869 in Aydın, wanderte um 1900 aufgrund zunehmender Repressionen gegen Armenier aus und ließ sich in Hamburg nieder. Dort gründete er 1908 einen Großhandel für getrocknetes Obst, der als Kolonialwarengeschäft mit Datteln, Feigen, Tee, Kakao und „Studentenfutter“ betrieben wurde; anfangs trug es den verkürzten Namen „Tchiling, K.“.<ref name=":0" />

Die Mutter Erna Tchilinghiryan, geborene Petersen, kam aus einer hamburgerisch-lutherischen Familie; ihr Vater war Gärtner. Das Paar hatte vier Kinder: Carl (1910), Lotte, Wilhelm († 1941) und Margarethe.<ref name="Eltern" />

Carl Tchilinghiryan starb 1987 und wurde auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg in einer Familiengrabstätte zusammen mit seinen Eltern Karabet Tchilinghiryan (1869–1927) und Erna Tchilinghiryan, geb. Petersen (1887–1959), begraben. Sie liegt im Planquadrat O 12 oberhalb der Cordesallee.<ref>Ohlsdorfer Friedhof • Links und rechts der Cordesallee Kuöhls Frauenstatuen bei den Feuerwehrgräbern. In: Fredriks.de. Abgerufen am 25. Dezember 2025.</ref>

Unternehmertum[Bearbeiten]

Gemeinsam mit Max Herz gründete er 1949 die Firma „Frisch-Röst-Kaffee Carl Tchiling GmbH“, den heutigen Tchibo-Konzern.

Um die Aussprache seines armenischen Namens für die zukünftigen Tchibo-Kunden zu erleichtern, änderte Tchilinghiryan die Schreibweise seines Namens zu „Carl Tchiling-Hiryan“. Vor der Gründung des Tchibo-Konzerns, an der sich Tchiling-Hiryan und Herz beide mit je 20.000 D-Mark beteiligten, handelte Tchiling-Hiryan als Trockenfruchtspezialist mit Datteln, Feigen und Studentenfutter.

Tchiling-Hiryan bekam wegen geschäftlicher Probleme von Max Herz zunächst einen Kredit über 75.000 DM, der später durch die Abtretung von Anteilen an Tchibo getilgt wurde. Für einen Betrag von insgesamt geschätzt 225.000 DM übernahm Herz 1953 das gesamte Unternehmen.<ref>Heiß wie die Hölle. In: Der Spiegel. 16. Oktober 1962, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 25. Dezember 2025]).</ref>

Nach Tchiling-Hiryans Ausstieg ging dessen Familienunternehmen bankrott; sein weiteres Leben ist weitgehend unbekannt.<ref name=":0">Tchibo. In: tam-museum.org/. Abgerufen am 25. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Leisner, Heiko K. L. Schulze, Ellen Thormann: Der Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf. Geschichte und Grabmäler. 2 Bände und eine Übersichtskarte 1:4000, Hans Christians, Hamburg 1990, ISBN 3-7672-1060-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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