Zum Inhalt springen

Carnikava

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Carnikava (dt. Koivemund / Zarnikau)
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Carnikava (Lettland)
Carnikava (Lettland)
Basisdaten
Staat: Lettland Lettland
Verwaltungsbezirk: Bezirk Ādaži
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city(5183) 57° 8′ N, 24° 16′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city(5183) 57° 7′ 50″ N, 24° 16′ 16″ O
 {{#coordinates:57,130555555556|24,271111111111|primary
dim=10000 globe= name= region=Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code type=city
  }} 
Einwohner: 5.183 (2025)
Fläche: 8,2 km²
Bevölkerungsdichte: 632 Einwohner je km²
Stadtrecht: seit 2026
Webseite: www.carnikava.lv
Datei:Carnikavas stacija 03 (cropped).jpg
Bahnhof Carnikava

Carnikava (deutsch: Zarnikau, Koivemund) ist ein Ort in Lettland mit 5183 Einwohnern (Stand 16. Januar 2025).<ref>Latvijas Ģeotelpiskās informācijas aģentūra: Vietvārdu datubāze: Informācija par Carnikavu, abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref> Der Ort ist 25 km nördlich von Riga nahe der Via Baltica (Europastraße 67) am Rigaer Meerbusen gelegen. Nördlich des Hauptortes mündet der Fluss Gauja (deutsch: Livländische Aa, estnisch: Koiva) in die Ostsee. Auf dem Gemeindegebiet befinden sich zahlreiche Seen, unter anderem der für den Tourismus gut erschlossene Dzirnezers.

Die Station Carnikava liegt an der Bahnstrecke Zemitāni–Skulte.

Geschichte[Bearbeiten]

Carnikava wird erstmals für das Jahr 1211 in der Livländischen Chronik des Heinrich von Lettland als Sammelplatz livischer Heerscharen (Livisch: Sarnikau) erwähnt. In der Folgezeit erlangte Carnikava Bedeutung als Station auf dem alten Handelsweg zwischen Pernau (Estnisch: Pärnu) und Riga. Im 19. Jahrhundert wurde Carnikava zu einem noch heute bedeutenden Zentrum der Lachs- und Neunaugenfischerei.

1992 wurde Carnikava, vorher zur Region Ādaži gehörig, selbstständig. Am 21. März 2006 erfolgte die Gründung des Bezirks Carnikava (lettisch: Carnikavas novads), dessen Zentrum der gleichnamige Hauptort war. Die Gemeinde umfasst seit dem 21. März 2006 sieben Ortschaften: Carnikava, Kalngale, Garciems, Garupe, Gauja und Lilaste. Der 2021 im neuen Bezirk Ādaži aufging.

Das Gebiet besteht abseits der Orte aus 60 % Wald, 24 % landwirtschaftlicher Nutzfläche und 6 % Wasserflächen. Sehenswert ist der Naturpark Piejūra, der das waldreiche Küstengebiet umfasst. Im Sommer spielt das Gebiet eine wichtige Rolle als Naherholungszentrum und Ferienregion für die Stadtbevölkerung Rigas.

Kultur[Bearbeiten]

Die Gemeinde Carnikava das Bezirks Ādaži verleiht in Zusammenarbeit mit dem Ojārs-Vācietis-Museum in jedem Herbst den Ojārs-Vācietis-Literaturpreis.

Berühmte Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Carnikava – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

<references />