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Casaccia

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Casaccia
Datei:Casaccia.wappen.png
Wappen von Casaccia
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton GraubündenDatei:CHE Graubünden COA.svg Graubünden (GR)
Region: Maloja
Politische Gemeinde: Bregagliai2
Postleitzahl: 7602
frühere BFS-Nr.: 3772
Koordinaten: 771336 / 140181Koordinaten: 46° 23′ 28″ N, 9° 39′ 59″ O; CH1903: 771336 / 140181
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Höhe: 1458 m ü. M.
Höhenbereich: 1439–2767 m ü. M.
Fläche: 3,32 km²
Einwohner: 59 (31. Dezember 1970)
Einwohnerdichte: 18 Einw. pro km²
Website: www.comunedibregaglia.ch
Datei:Casaccia.jpg
Casaccia, Blick talabwärts
Casaccia, Blick talabwärts
Karte
Casaccia (Schweiz)
Casaccia (Schweiz)
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Casaccia ist ein Dorf Bergell im italienischsprachigen Teil des Schweizer Kantons Graubünden. Casaccia war bis 1971 eine eigene Gemeinde, anschliessend war es eine Fraktion der Gemeinde Vicosoprano und seit 2010 Teil der alle Dörfer des Tales umfassenden Gemeinde Bregaglia.

Geographie[Bearbeiten]

Das Strassendorf Casaccia ist das oberste Dorf des Bergells. Es liegt 1458 m ü. M. auf einer kleinen Ebene am Fuss des Malojapasses an der Orlegna und nahe deren Mündung in die Mera. In Casaccia beginnt der Panorama-Höhenweg Via Bregaglia nach Soglio.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Turraccia1.jpg
Ruine Turraccia
Datei:Gaudenzio2.JPG
Kirchenruine San Gaudenzio, während der Restaurierungsarbeiten 2012
Datei:Karte Gemeinde Casaccia 1970.png
Gemeindestand vor der Fusion am 24. Februar 1971

Casaccia wurde 1160 erstmals als Cassache erwähnt. Durch seine Lage an der Verzweigung des Maloja- und des Septimerpasses war Casaccia bis ins 19. Jahrhundert eine wichtige Transitstation. An diese Funktion erinnert die Ruine des mittelalterlichen Turmes Turraccia oberhalb des Dorfes.

Das Dorf wurde mehrmals durch die vom Malojapass herunterfliessende Orlegna verwüstet. Ab 1535 war Casaccia settima der Gerichtsgemeinde Bergell in Obporta. Die Wallfahrtskirche San Gaudenzio, wenig oberhalb von Promontogno, ist um 840 als Besitz der Abtei Pfäfers belegt. Aufgrund der Zustimmung des italienischen Reformators Pietro Paolo Vergerio entweihte ein Mob im Jahr 1551 die Kirche und warf die katholischen Kultgegenstände in den Bach Orlegna.<ref>James Blake Wiener: Die Reformation im Bergell, Website blog.nationalmuseum.ch (26. Februar 2026, abgerufen am 23. Juli 2026)</ref>

Das mittelalterliche Hospiz stand nahe den Ruinen der ehemaligen Wallfahrtskirche San Gaudenzio oberhalb des Dorfes an der Passstrasse. Es wird 1336 urkundlich erwähnt, dürfte aber viel älter sein. Es wurde nach 1520 in den sogenannten Convento nach Casaccia verlegt und diente als Gasthaus für den Maloja- und Septimerpass.<ref name="HLS" />

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Casaccia
Wappen von Casaccia
Blasonierung: „In Schwarz ein gestürzter silberner (weisser) Sparren, überhöht von einem silbernen Hufeisen“

Der gestürzte Sparren verweist auf die Weggabelung zwischen Septimer und Maloja; das Hufeisen steht für den Saumverkehr über die Pässe. Die Farben sind diejenigen des Gotteshausbundes.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1880 1900 1910 1950 1970<ref name="HLS" />
Einwohner 96 70 77 96 88 59

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

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Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Casaccia – Casaccia, Switzerland
  • Webauftritt der Gemeinde Bregaglia
  • Casaccia auf bregaglia.ch
  • Casaccia auf der Plattform ETHorama (interaktive Karte und digitalisierte Dokumente, die einen direkten Bezug zur Schweiz haben und geografisch mit einem bestimmten Ort verbunden sind; deutsch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive> <ref name="HLS">Adolf Collenberg: Casaccia. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> </references>

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