Cedar Paul
Cedar Paul (geboren 25. Dezember 1879 in Hampstead, London als Gertrude Mary Davenport;<ref>Gertrude Mary Davenbport. In: Family Search. Abgerufen am 14. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> gestorben 18. März 1972) war eine britische Opernsängerin und Übersetzerin.
Leben[Bearbeiten]
Mary Davenport war eine Tochter des Komponisten Francis William Davenport (1847–1925) und Enkelin des Komponisten George Alexander Macfarren und der Gesangspädagogin und Übersetzerin Natalia Macfarren. Sie besuchte verschiedene Internate in England und im Ausland und erhielt ihre musikalische Ausbildung als Opernsängerin in Stuttgart und Dresden. Davenport sang bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs große Sopranpartien als Cherubino (Mozart), Siébel und auch Marguerite (Gounod), Elsa (Wagner), Elisabeth (Wagner). Nach dem Krieg trat sie noch als Liedsängerin auf.
Davenport engagierte sich zwischen 1912 und 1919 politisch in der Independent Labour Party und war von 1917 bis 1919 Sekretärin der British Section of the Women’s International Council of Socialist and Labour Organizations. Sie heiratete den Sozialisten Eden Paul (1865–1944), und die beiden übersetzten ab 1915 eine Vielzahl von politischen Schriften aus dem Deutschen ins Englische, aber auch Schriften aus dem Italienischen, Französischen und Russischen. Sie übersetzten die Werke Stefan Zweigs<ref>Jean-Yves Brancy (Hrsg.): Romain Rolland - Stefan Zweig. Correspondance 1920-1927. Übersetzung Siegrun Barat. Paris : Albin Michel, 2015, ISBN 978-2-226-31672-1, Fn. 60</ref> und Casanovas Heimfahrt von Arthur Schnitzler.<ref>Casanova’s Homecoming. Abgerufen am 14. Oktober 2025.</ref> Sie engagierten sich ab 1920 gemeinsam in der Bildungsarbeit der Communist Party of Great Britain. Die Pauls versuchten mit der Wortneuschöpfung „Ergatocracy“ den Begriff „Diktatur des Proletariats“ zu umgehen.<ref>Ian Bullock: Romancing the revolution : the myth of Soviet democracy and the British Left. Edmonton, AB : AU Press, 2011, ISBN 978-1-926836-13-3, S. 310</ref>
Paul lebte zuletzt in Hindhead, Surrey.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]
- mit Eden Paul: Creative revolution, a study of communist ergatocracy. London : G. Allen and Unwin, 1920
Literatur[Bearbeiten]
- Paul, Cedar, in: Who was who : containing the biographies of those who died during the decade. 7. 1971/80. London : Black, 1989, ISBN 0-7136-3227-5, S. 611
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Cedar Paul im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Collection Level Description: Papers of Eden and Cedar Paul, bei Bodleian Library
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Paul, Cedar |
| ALTERNATIVNAMEN | Davenport, Gertrude Mary (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | britische Übersetzerin |
| GEBURTSDATUM | 25. Dezember 1879 |
| GEBURTSORT | Hampstead (London) |
| STERBEDATUM | 18. März 1972 |
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- Autor
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- Literatur (Englisch)
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- Mitglied der Kommunistischen Partei Großbritanniens
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