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Cerbera

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Cerbera
Datei:Cerbera manghas.jpg

Cerbera manghas

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Rauvolfioideae
Tribus: Plumerieae
Gattung: Cerbera
Wissenschaftlicher Name
Cerbera
L.

Die Cerbera sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Die etwa sechs Arten sind in Afrika, im tropischen Asien, Australien und auf Pazifischen Inseln beheimatet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Cerbera manghas - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-175.jpg
Illustration von Cerbera odollam, dort als zwei Arten bezeichnet, aus Köhler's Medizinal-Pflanzen, 1897: „See-Mango. A blühender Zweig von Cerbera lactaria Ham. 1 Blüte im Längsschnitt; 2 Staubblatt und Nebenkrone; 3 Pistill mit Griffel und Narbe; 4 Querschnitt der Frucht ohne die äussere Fruchtschale; 5 Knospe von Cerbera Odollam Ham.; 6 Blüte derselben im Längsschnitt; 7 Staubblatt und Nebenkrone; 8 Frucht, zum Teil von der äusseren Fruchtschale befreit; 9 dieselbe im Querschnitt. A, 1, 4, 5, 6, 8, 9 etwas verkleinert; 2,3,7 vergrößert“
Datei:Gardenology.org-IMG 2638 rbgs11jan.jpg
Blütenstand von Cerbera floribunda
Datei:Cerbera manghas flower.jpg
Blütenstand von oben von Cerbera manghas
Datei:Cerbera manghas fruit.jpg
Frucht von Cerbera manghas

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Cerbera-Arten wachsen als immergrüne Bäume oder manchmal Sträucher. Sie enthalten Milchsaft. Die Äste sind kräftig. Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist einfach. Es sind 20 bis 30 Paare Seitennerven vorhanden, die fast rechtwinkelig vom Mittelnerv ausgehen.<ref name="FoC" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Auf langen Blütenstandsschäften stehen die zymösen Blütenstände.<ref name="FoC" /> Es sind Tragblätter vorhanden.

Die relativ großen, auffälligen Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind nur kurz verwachsen und besitzen auf der Innenseite keine Drüsen. Die fünf Kronblätter sind trichterförmig verwachsen, dabei ist die Kronröhre lang. Der Kronschlund ist etwas geweitet und gerippt oder in ihm befinden sich fünf flaumhaarige Schuppen. Die fünf Kronlappen überlappen nach links. Die fünf Staubblätter sind im Kronschlund inseriert. Die Staubfäden sind kurz. Die schlank länglichen und bespitzten Staubbeutel sind nicht mit der Narbe verwachsen und an ihrer Basis gerundet. Die zwei freien, oberständigen Fruchtblätter enthalten jeweils vier Samenanlagen. Der fadenförmige Griffel ist im oberen Bereich geweitet und endet in einer kurz zweispaltigen Narbe.<ref name="FoC" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Je Blüte werden ein oder zwei, ein- oder zweifächerige Steinfrüchte gebildet, die ein oder zwei Samen je Fruchtfach enthalten. Die relativ großen Steinfrüchte sind ellipsoid bis kugelig und besitzen ein dickes, holzig-faseriges Endokarp.<ref name="FoC" />

Die ungeflügelten Samen enthalten den Embryo mit zwei dünnen Keimblättern (Kotyledonen) und einer sehr kurzen Radikula, aber kein Endosperm.<ref name="FoC" />

Datei:Cerbera manghas BotGardBln07122011A.jpg
Blütenstand von der Seite von Cerbera manghas
Datei:Giftmango Cerbera odollam B.JPG
Zerberusbaum (Cerbera odollam)

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Cerbera wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 1, S. 208<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Synonyme für Cerbera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Tanghinia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Thouars, Elcana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blanco, Odollam Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans. Als Lectotypusart wurde 1992 Cerbera manghas Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. in Jarvis: Taxon, Volume 41, S. 560 festgelegt.<ref name="tropicos" /> Die letzte Revision der Gattung Cerbera erfolgte in Antony J. M. Leeuwenberg: Series of revisions of Apocynaceae XLVII: the genus Cerbera L., Agricultural University Wageningen papers, Volume 98, Issue 3, 1999, S. 1–64. Der Gattungsname Cerbera leitet sich von Kerberos, latinisiert Cerberus, dem Höllenhund und Torhüter in der griechischen Mythologie, der den Eingang zur Unterwelt bewacht, ab; dies bezieht sich auf die giftigen Samen.

Die Cerbera-Arten sind in Afrika, im tropischen Asien, Australien und auf Pazifischen Inseln beheimatet. Drei Cerbera-Arten (beispielsweise Cerbera manghas, Cerbera odollam) gedeihen in Mangrovenwäldern.

Die Gattung Cerbera gehört zur Tribus Plumerieae in der Unterfamilie Rauvolfioideae innerhalb der Familie Apocynaceae.<ref name="GRIN" />

Es gibt (drei bis) sechs Cerbera-Arten<ref name="WCSP" />:

Nutzung[Bearbeiten]

Cerbera manghas und Cerbera odollam werden als Zierpflanze verwendet.<ref name="Botanica2003" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Bingtao Li, Antony J. M. Leeuwenberg & David J. Middleton: Apocynaceae: Cerbera, S. 164 - textgleich wie gedruckter Text online, In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 16 – Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995. ISBN 0-915279-33-9
  • Antony J. M. Leeuwenberg: Series of revisions of Apocynaceae XLVII: the genus Cerbera L., Agricultural University Wageningen papers, Volume 98, Issue 3, 1999, S. 1–64.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FoC"> Bingtao Li, Antony J. M. Leeuwenberg & David J. Middleton: Apocynaceae: Cerbera, S. 164 - textgleich wie gedruckter Text online, In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 16 - Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995. ISBN 0-915279-33-9 </ref> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts (Hrsg.): Cerbera - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 17. November 2018. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.letzter Zugriff am 26. Dezember 2012 </ref> <ref name="tropicos"> Eintrag bei Tropicos. letzter Zugriff am 26. Dezember 2012 </ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Botanica2003"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 211. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Cerbera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien