Chanoch Albeck
Chanoch Albeck ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); geboren 3. Augustjul. / 15. August 1890greg. in Lowicz, Russisches Kaiserreich; gestorben 9. Januar 1972 in Jerusalem) war ein jüdischer Gelehrter und der herausragendste Mischna-Forscher seiner Zeit.
Leben und Werk[Bearbeiten]
Chanoch Albeck studierte in Wien am Rabbinerseminar und erhielt seine rabbinische Ordination 1915. 1921 erzielte er einen akademischen Abschluss (Dr. phil.) an der Universität Wien.
Von 1926 bis 1936 unterrichtete Chanoch Albeck an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin Talmud und emigrierte dann 1936 nach Palästina, wo er noch im selben Jahr zum Professor und Leiter der Talmudischen Studien an der Hebräischen Universität in Jerusalem berufen wurde, eine Position, die er 25 Jahre innehatte.
Er entwickelte eine umfangreiche Publikationstätigkeit und schrieb u. a. bahnbrechende Einführungen und Kommentare zu Mischna, Baraita, Tosefta, Talmud usw. Regelmäßig veröffentlichte er auch in der wissenschaftlichen Zeitschrift Tarbiz.
Zu seinen Schülern zählten z. B. Avraham Goldberg oder Abraham Joshua Heschel.
Familie[Bearbeiten]
Sein Vater, Schalom Albeck (1858–1920), war ebenfalls ein herausragender talmudischer Gelehrter und wirkte vor allem in Breslau.
Unter Chanoch Albecks Kindern sind Michael Albeck<ref>Albeck, Michael, in: Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band 2,1. München: Saur, 1983, S. 14</ref>, Dozent der Chemie, sowie Schalom Albeck<ref>Albeck, Shalom, in: Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band 2,1. München: Saur, 1983, S. 14f.</ref>, Dozent für jüdisches Recht (beide an der Bar-Ilan-Universität).
Albecks Schwiegersohn, Arjeh Bachrach, fiel im Israelischen Unabhängigkeitskrieg 1948.
Auszeichnungen[Bearbeiten]
Im Jahr 1957 sollte Chanoch Albeck den Israel-Preis erhalten, lehnte die Annahme aber – wie auch die Annahme anderer Preise – aus prinzipiellen Gründen ab.
1959 wurde er Mitglied der Israelischen Akademie der Wissenschaften.
Für die Einleitung in die Talmudim erhielt er 1969 den Bialik-Preis.
Literatur[Bearbeiten]
- Susanne Blumesberger, Michael Doppelhofer, Gabriele Mauthe: Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. Band 1: A–I. Hrsg. von der Österreichische Nationalbibliothek. Saur, München 2002, ISBN 3-598-11545-8, S. 20.
- Albeck, Chanoch. In: Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Band 1: A–Benc. Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München 1992, ISBN 3-598-22681-0, S. 103–105.
- Albeck, Chanoch, in: Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band 2,1. München: Saur, 1983, S. 14
- Albeck, Chanoch, in: Salomon Wininger: Große jüdische National-Biographie. Band 6. Czernowitz, 1935, S. 406
- Albeck, in: Encyclopaedia Judaica, 1972, Band 1, Sp. 527–529
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Albeck, Chanoch |
| KURZBESCHREIBUNG | jüdischer Gelehrter |
| GEBURTSDATUM | 15. August 1890 |
| GEBURTSORT | Lowicz, heute Polen |
| STERBEDATUM | 9. Januar 1972 |
| STERBEORT | Jerusalem |
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- Rabbiner
- Talmudist
- Hochschullehrer (Hochschule für die Wissenschaft des Judentums)
- Hochschullehrer (Hebräische Universität Jerusalem)
- Mitglied der Israelischen Akademie der Wissenschaften
- Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus
- Immigrant in Palästina zur Mandatszeit
- Pole
- Österreicher
- Israeli
- Geboren 1890
- Gestorben 1972
- Mann