Zum Inhalt springen

Charles de Groux

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Charles de Groux, PA06574.jpg
Charles de Groux, Bildnis von Auguste Danse (1829–1929), 1866

Charles Corneille Auguste de Groux, auch in der Schreibweise Degroux (* 25. August 1825 in Comines, Französisch-Flandern; † 30. März 1870 in Sint-Joost-ten-Node, Belgien), war ein belgischer Maler und Illustrator.

Leben[Bearbeiten]

De Groux wurde als Sohn des Jean Baptiste Joseph de Groux (1794–1846) und seiner Frau Marie Constance Sophie, geb. Vandewynckele (1794–1862), geboren. Das Paar hatte acht Söhne und drei Töchter.

1849 heiratete de Groux Jeanne Geyssens (1824–1887), die ihm drei Söhne und zwei Töchter gebar,<ref>Charles Corneille Auguste de Groux, Datenblatt im Portal gw.genanet.org, abgerufen am 27. Juli 2015.</ref> unter ihnen den späteren Maler Henry de Groux.

Nach einer Erstausbildung an der Akademie der Schönen Künste in Brüssel bei François-Joseph Navez<ref name=":0">Dario Cimorelli, Giacomo Merli, Chiara Golasseni (Hrsg.): L’art belge entre rêves et réalités : Collection du Musée d’Ixelles, Bruxelles. Silvana Editoriale, Cinisello Balsamo (Milano) 2014, ISBN 978-88-366-2818-6, S. 158 f.</ref> und Jean-Baptiste van Eycken (1809–1853) nahm Charles de Groux in den Jahren 1851/1852 Privatunterricht in Düsseldorf.<ref>Bettina Baumgärtel, Sabine Schroyen, Lydia Immerheiser, Sabine Teichgröb: Verzeichnis der ausländischen Künstler und Künstlerinnen. Nationalität, Aufenthalt und Studium in Düsseldorf. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 1, S. 429.</ref> Dort wurde er durch die Tendenzmalerei sozialkritischer Maler beeinflusst. Sein Bild Der Trunkenbold zeigt Einflüsse von Ludwig Knaus’ Die Faschspieler, sein Bild Die Armenbank weist Parallelen zu Wilhelm Joseph Heines Gottesdienst in der Zuchthauskirche auf.<ref>Wolfgang Cortjaens: Zwischen Institutionalisierung und individuellem Austausch. Deutsch-belgischer Kulturtransfer am Beispiel der Düsseldorfer Malerschule von 1831 bis 1865. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.), Band 1, S. 165.</ref>

1868 war er Gründungsmitglied der Société Libre des Beaux-Arts.<ref name=":0" />

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Datei:Charles De Groux001.jpg
Der Trunkenbold, 1853
Datei:Charles de Groux-glaneuses.jpg
Die Ährenleserinnen, 1856/1857

Während sich de Groux bei seinem Malstil an der Gruppe der Vlaamsen Primitieven orientierte, erhielt er bei der Thematik, dem Pauperismus, Anstöße durch die sozialkritischen Vertreter der Düsseldorfer Schule. Als „Armeleutemaler“ gehört er zu den Begründern des belgischen Realismus und des Sozialistischen Realismus.

  • Der Trunkenbold, 1853<ref name=":0" />
  • Die Armenbank, 1854
  • Die Ährenleserinnen, 1856/1857
  • Le Bénédicté, 1861
  • Die Trennung, 1869
  • L’Ivrogne, 1870

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Charles de Groux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein