Chlorazid
| Strukturformel | |||||||||||||
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| Strukturformel von Chlorazid | |||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Chlorazid | ||||||||||||
| Summenformel | ClN3 | ||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloses Gas<ref name="brauer" /> | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 77,47 g·mol−1 | ||||||||||||
| Aggregatzustand |
gasförmig | ||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−100 °C<ref name="Gurdeep Raj">Gurdeep Raj: Advanced Inorganic Chemistry Vol-1. ISBN 81-87224-03-7, S. 745 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> | ||||||||||||
| Siedepunkt |
−15 °C<ref name="Gurdeep Raj" /> | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Chlorazid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Azide bzw. der Stickstoffhalogenide.
Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]
Chlorazid kann durch Reaktion von Natriumazid mit Chlor gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 458.</ref>
- <math>\mathrm{NaN_3 + Cl_2 \longrightarrow ClN_3 + NaCl}</math>
Eigenschaften[Bearbeiten]
Chlorazid ist ein farbloses, leicht zersetzliches, nach Hypochloriger Säure riechendes, bei Druckschwankungen und bei Abkühlung (Ausfrierung) explosives Gas. Es löst sich gelborange in Tetrachlorkohlenstoff. Mit Kohlenwasserstoffen und anderen Lösungsmitteln reagiert Chlorazid langsam. In seinen Reaktionen verhält es sich wie eine Verbindung mit elektropositivem Chlor.<ref name="brauer" /><ref name="Arnold F. Holleman, Egon Wiberg, Nils Wiberg" /> Es wurde 1908 von Friedrich Raschig erstmals synthetisiert.<ref name="DOI10.1021/ja01249a013">W. Joe Frierson, A. W. Browne: . In: Journal of the American Chemical Society. 65, 1943, S. 1698–1700, doi:10.1021/ja01249a013.</ref> Die CIN/NN/NN-Abstände betragen 1,745/1,252/1,13 A, der ClNN-Winkel 109°.<ref name="Arnold F. Holleman, Egon Wiberg, Nils Wiberg">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9, S. 685.</ref>
Chlorazid zerfällt bei niedrigem Druck unter rotem Leuchten in Stickstoff und Chlor, wenn man das Gas aus einer Kapillare in ein erhitztes Rohr strömen lässt. Das Spektrum dieses Leuchtens zeigt ein Bandensystem von vier Bandengruppen.<ref name="K. Gleu">K. Gleu: Die Lichtemission beim Zerfall von Chlorazid. In: Zeitschrift für Physik. Band 38, Nr. 3, März 1926, S. 176–201, doi:10.1007/BF01399108.</ref>
- <math>\mathrm{2 \ ClN_3 \longrightarrow 3 \ N_2 + Cl_2}</math>
Chlorazid reagiert mit Ammoniak.<ref name="Gurdeep Raj" />
- <math>\mathrm{ClN_3 + 2 \ NH_3 \longrightarrow NH_2Cl + NH_4N_3}</math>
- <math>\mathrm{3 \ ClN_3 + 8 \ NH_3 \longrightarrow N_2 + 3 \ NH_4Cl + 3 \ NH_4N_3}</math>
Verwendung[Bearbeiten]
Chlorazid wird bei organischen Synthesen<ref name="Stefan Bräse, Klaus Banert">Stefan Bräse, Klaus Banert: Organic Azides: Syntheses and Applications. John Wiley & Sons, 2010, ISBN 978-0-470-51998-1, S. 244 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> und als Initiator in chemischen Gaslasern verwendet.<ref name="Richard J. Lewis, Sr.">Richard J. Lewis, Sr.: Hazardous Chemicals Desk Reference. John Wiley & Sons, 2008, ISBN 0-470-33445-2, S. 315 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Wikipedia:Keine GHS-Gefahrstoffkennzeichnung verfügbar
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Chlorverbindung
- Azidverbindung
- Pseudohalogen