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Chlorflurenol

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Strukturformel
Strukturformel von Chlorflurenol
Grundstrukturformel (Stereozentrum ist mit einem * markiert)
Allgemeines
Name Chlorflurenol
Andere Namen
  • (RS)-2-Chlor-9-hydroxyfluoren-9-carbonsäuremethylester
  • Methyl-2-chlor-9-hydroxyfluoren-9-carboxylat
  • CFL
  • Chlorflurecol
  • Chlorflurenol-methyl
  • Chlorflurenolmethylester
  • Curbiset
  • IT 3456
  • Maintain
  • Multiprop
Summenformel C15H11ClO3
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN (Chlorflurenol)
EG-Nummer 219-800-8
ECHA-InfoCard 100.018.001
PubChem 17334
ChemSpider 16404
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 274,7 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,496<ref name="GESTIS">Eintrag zu Chlorflurenol in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

152 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (0,021 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Chlorflurenol-methyl, PESTANAL bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Chlorflurenol ist ein Wachstumsregulator aus der Familie der Morphactine.

Stereoisomere[Bearbeiten]

Bei dem Chlorflurenol handelt es sich um ein Racemat (1:1-Gemisch) der (R)- und (S)-Form, die wie folgt benannt werden können:

  • (R)-2-Chlor-9-hydroxyfluoren-9-carbonsäuremethylester
  • (S)-2-Chlor-9-hydroxyfluoren-9-carbonsäuremethylester
Chlorflurenol
(2 Stereoisomere)
(R)-Chlorflurenol
(R)-Konfiguration
(S)-Chlorflurenol
(S)-Konfiguration

Synthese[Bearbeiten]

Chlorflurenol kann durch mehrstufige Reaktion aus Fluorenon dargestellt werden. Dieses wird mit Chlor zum Chloraromaten umgesetzt. Die weitere Umsetzung mit Cyanwasserstoff führt zum Cyanhydrin. Dieses wird mit Natriumhydroxid zur α-Hydroxycarbonsäure verseift und dann mit Methanol zum entsprechenden Methylester als Endprodukt umgesetzt.<ref name="unger"></ref>

Datei:Chlorflurenol synthesis.svg

Wirkungsweise[Bearbeiten]

Chlorflurenol ist ein Auxintransport-Hemmer.<ref></ref> Er sorgt für ein buschigeres Wachstum durch Hemmung des Längenwachstums und Aufhebung der Apikaldominanz. Morphactine stören die Mitoseaktivität in meristematischen Geweben und verändern so die Orientierung der Mitosespindeln.<ref name=hamburg>Botanik online: Synthetische Wachstumsregulatoren und -inhibitoren</ref> Zusammen mit Herbiziden eingesetzt verstärkt es als Synergist die herbizidale Wirkung.

Zulassung[Bearbeiten]

Chlorflurenol war von 1971 bis 2002 in der BRD zugelassen. Die EU-Kommission entschied 2004, Chlorflurenol nicht in die Liste der zulässigen Pflanzenschutzmittelwirkstoffe in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG aufzunehmen.<ref>Entscheidung der Kommission vom 30. Januar 2004 über die Nichtaufnahme bestimmter Wirkstoffe in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG des Rates sowie den Widerruf der Zulassungen für Pflanzenschutzmittel mit diesen Wirkstoffen (2004/129/EG)Vorlage:Abrufdatum</ref>

In der Schweiz, Deutschland und Österreich sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Chlorflurenol (chlorflurecol) in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />