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Chlorophytum

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Chlorophytum
Datei:Chlorophytum borivilianum (4695352035).jpg

Chlorophytum borivilianum

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)
Gattung: Chlorophytum
Wissenschaftlicher Name
Chlorophytum
Ker Gawl.

Chlorophytum ist eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Agavengewächse (Agavoideae) innerhalb der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Die 100 bis 190 Arten sind in der Paläotropis weitverbreitet.<ref name="POWO" /><ref name="FoC2000" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Die Pflanzenwelt Afrikas, insbesondere seiner tropischen Gebiete - Grundzge der Pflanzenverbreitung im Afrika und die Charakterpflanzen Afrikas (1910) (20317777534).jpg
Illustration einiger Chlorophytum-Arten aus: Die Pflanzenwelt Afrikas, insbesondere seiner tropischen Gebiete – Grundzüge der Pflanzenverbreitung im Afrika und die Charakterpflanzen Afrikas, 1910

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Chlorophytum-Arten wachsen als immergrüne oder laubabwerfende geophytische, ausdauernde, krautige Pflanzen. Ihre unterschiedlichen Wurzeln sind meist sukkulent oder gelegentlich knollig, mehr oder weniger dick oder fleischig. Die oft kurzen sowie unauffälligen, manchmal dicken sowie verlängerten, kriechenden Rhizome sind häufig mit alten Blattbasen bedeckt.<ref name="Eggli2001" /><ref name="FoC2000" />

Die Laubblätter sind rosettig oder büschelig angeordnet; selten sind sie auf ein einzelnes Blatt reduziert oder sind fast zweizeilig angeordnet. Die eingefalteten Laubblätter sind gestielt oder sitzend und es sind Blattscheiden vorhanden. Die einfache, kahle bis behaarte Blattspreite ist flach und länglich bis linealisch oder elliptisch-lanzettlich. Der Blattrand ist häufig gefranst.<ref name="Eggli2001" /><ref name="FoC2000" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die end- oder seitenständigen Blütenstandsschaft sind mit Hochblättern besetzt. Die traubige oder rispige Blütenstände besitzen Tragblätter. Der Blütenstiel ist nahe seiner Mitte gegliedert.<ref name="Eggli2001" /><ref name="FoC2000" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Die meist weiße, selten bis blaue Blütenhülle ist sternförmig, selten urnenförmig oder glockig. Die sechs freien länglichen Perigonblätter verbleiben vertrocknet, die Mittelrippe wird dunkler. Die äußeren Perigonblätter sind schmaler als die inneren Perigonblätter. Die sechs Staubblätter sind an der Basis der Blütenhüllblätter inseriert. Die fadenförmigen, meist nahe ihrer Mitte verbreitete Staubfäden sind kahl oder warzig. Die Staubbeutel fast basifix und intrors. Drei Fruchtblätter sind zu einem sitzenden oder kurz gestielten, dreikantigen, oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Je Fruchtblatt sind ein bis mehrere Samenanlagen vorhanden. Die insgesamt 6 bis 30 sind im Fruchtknoten in zwei Reihen angeordnet. Der schlanke, stielrunde Griffel ist glatt und endet in einer relativ kleinen Narbe.<ref name="Eggli2001" /><ref name="FoC2000" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die dreilappigen oder dreikantigen Kapselfrüchte öffnen sich lokulizid. Die glänzenden, schwarzen Samen sind flach und gerundet.<ref name="Eggli2001" /><ref name="FoC2000" />

Datei:Chlorophytum alismifolium kz07.jpg
Chlorophytum alismifolium
Datei:Chlorophytum bowkeri RBGK.JPG
Chlorophytum bowkeri
Datei:Chlorophytum comosum, flores.jpg
Grünlilie (Chlorophytum comosum)
Datei:Chlorophytum filipendulum subsp. amaniense kz02.jpg
Chlorophytum filipendulum subsp. amaniense
Datei:Day 23 Grass Lily (Chlorophytum galpinii) (53469527438).jpg
Chlorophytum galpinii
Datei:Chlorophytum glaucum Dalzell (4937097997).jpg
Chlorophytum glaucum
Datei:Chlorophytum inornatum.jpg
Illustration von Chlorophytum inornatum aus der Erstveröffentlichung: Curtis’s Botanical Magazine. Volume 27, 1807, Tafel 1071
Datei:Chlorophytum orchidastrum 2016-05-17 0408b.jpg
Chlorophytum orchidastrum
Datei:Chlorophytum orchidastrum 2015-06-16 337.JPG
Chlorophytum orchidastrum, fruchtend
Datei:Chlorophytum saundersiae (Scott Zona) 001.jpg
Blütenstand von Chlorophytum saundersiae
Datei:Chlorophytum tetraphyllum 104629228.jpg
Chlorophytum tetraphyllum
Datei:Chlorophytum transvaalense 2.jpg
Chlorophytum transvaalense
Datei:Kulai (Marathi- कुळई) (581813908).jpg
Chlorophytum tuberosum
Datei:Chlorophytum tuberosum.jpg
Ausschnitt eines Blütenstandes von Chlorophytum tuberosum

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Chlorophytum ist in Afrika, auf Madagaskar und in Asien in Wäldern, Savannen und der Karoo-Vegetation verbreitet.

Die Erstbeschreibung der Gattung Chlorophytum erfolgte 1807 durch John Bellenden Ker Gawler.<ref>Curtis’s Botanical Magazine. Band 27, 1807, Tafel 1071 (eingescannt bei biodiversitylibrary.org).</ref> Die Typusart der Gattung ist Chlorophytum inornatum. Der botanische Gattungsname Chlorophytum leitet sich von den griechischen Worten chloros für ‚gelblich grün‘ bzw. ‚hellgrün‘ sowie phyton für ‚Pflanze‘ ab und verweist auf die Färbung der Laubblätter einiger Taxa. Synonyme für Chlorophytum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ker Gawl. nom. cons. sind: Hartwegia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nees, Asphodelopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Steud. ex Baker, Acrospira Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Welw. ex Baker nom. illeg., Dasystachys Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Baker nom. illeg., Debesia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Welw. ex Baker) Kuntze, Verdickia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.De Wild.<ref name="POWO" />

Die Gattung Chlorophytum umfasst folgende Arten:<ref name="POWO" />

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Chen Xinqi (陈心启 Chen Sing-chi), Minoru N. Tamura: Chlorophytum., S. 205-206 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000, ISBN 0-915279-83-5.
  • R. J. F. Henderson: Chlorophytum In: Flora of Australia. Australian Biological Resources Study, Department of Climate Change, Energy, the Environment and Water: Canberra.
  • Ernst Jacobus van Jaarsveld: Chlorophytum. In: Urs Eggli (Hrsg.): Illustrated Handbook of Succulent Plants: Monocotyledons - Illustrated Handbook of Succulent Plants. Springer Science & Business Media, Berlin, Heidelberg 2012, ISBN 978-3-642-56715-5, S. 228–229 (Chlorophytum in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
  • A. Amelia Obermeyer: A revision of the South African species of Anthericum, Chlorophytum and Trachyandra. In: Bothalia. Band 7, Nummer 4, 1962, S. 669–767.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FoC2000"> Chen Xinqi (陈心启 Chen Sing-chi), Minoru N. Tamura: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000, ISBN 0-915279-83-5. Chlorophytum., S. 205-206 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Eggli2001"> Ernst Jacobus van Jaarsveld: Chlorophytum. In: Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Einkeimblättrige Pflanzen (Monocotyledonen). Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3662-7, S. 236–237. </ref> <ref name="POWO"> Chlorophytum. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="RedListSA"> Artenliste zu Chlorophytum in der Red List of South African Plants </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Chlorophytum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Chlorophytum in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016. Abgerufen am 14. September 2016.

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