Choi Hong-hi
| Choi Hong-hi (1970)
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Choi Hong-hi (* 9. November 1918 in Kankyō-hokudo, damaliges Japanisches Kaiserreich, heutiges Nordkorea; † 15. Juni 2002 in Pjöngjang, Nordkorea) war ein südkoreanischer Generalmajor und Begründer der Kampfkunst Taekwon-Do.
Leben[Bearbeiten]
Choi Hong-hi wurde am 9. November 1918 in der Gegend von Hwa Dae, im Bezirk Myong Chun der damaligen japanischen Provinz Chōsen (im Gebiet des heutigen Nordkoreas) geboren.<ref name="Choi">Choi Hong Hi: Taekwon-Do. Herausgegeben von International Taekwon-Do Federation (Deutschland) – ITF-D e. V. Monheim 2003, S. 747.</ref> Er war der dritte Sohn von fünf Söhnen und drei Töchtern.<ref name=":3">{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value): [{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)#93; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) TKD Box. In: tkdbox.com. 23. Januar 2020, abgerufen am 18. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Taekwondo-Aktivitäten und Bewertung von Choi Hong-hee).</ref> Choi Hong-hi lehnte Japan ab dem achten Lebensjahr ab. Seine antijapanische Haltung wurzelte darin, dass er die brutalen Gräueltaten der Japaner selbst miterlebt hatte.<ref name=":3" />
Im Alter von zwölf Jahren wurde er wegen Aufwiegelung gegen das Japanische Kaiserreich, in welches Korea 1910 eingegliedert worden war, aus der Schule ausgeschlossen.
Sein Vater besaß (angeblich) eine Brauerei, was der Familie auch unter den ansonsten harten Bedingungen der japanischen Kolonialherrschaft finanzielle Sicherheit bot. Im Jahr 1930 zahlte Chois Vater ein beträchtliches Honorar an Han Il-dong, damit dieser Choi in den chinesischen Klassikern, in Kalligrafie und – einigen Quellen zufolge – in der koreanischen Kampfkunst Taekkyon unterrichtete. Wobei die Berichte auseinandergehen: Manche besagen, Choi habe Taekkyon erlernt und gemeistert; andere behaupten, er habe lediglich eine kurze Einführung erhalten oder man habe ihm nur einige grundlegende Tritte und Ausweichbewegungen gezeigt.
Er selbst widerrief diese Geschichte:
“Dieser Herr (gemeint ist Han) war gut im Baduk. Er hatte immer ein Baduk-Brett dabei. Abends versammelten sich Herr Han und die Dorfältesten bei uns zu Hause und erzählten Geschichten über Kampfkunst. Sie wollten, dass ich mit diesen Geschichten aufwachsen würde. Und sie sprachen über Taekkyon. Sie sagten, sie hätten es gemacht. Aber ich habe Taekkyon nie von ihm gelernt. Ich habe ihn einmal einen Federball treten sehen […] Wer war das nochmal, der nach der Befreiung in Sajik-dong Taekkyon gemacht hat? Oh. Ja. Song Deok-gi.”
Choi erwies sich als eifriger Schüler Han Il Dongs, und der Familie gelang es schließlich, genügend Geld zu sparen, um ihn für eine weiterführende Ausbildung nach Japan zu schicken.<ref name=":1">Ørjan Nilsen: Taekwondo Kwan history part 7: Choi Hong Hi and the Oh Do Kwan. In: Traditional Taekwondo Ramblings. 12. August 2025, abgerufen am 17. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":2">Ørjan Nilsen: The Lost Forms of Oh Do Kwan Taekwondo: Volume 1; Taegeuk 1-3 Hyeong. Hrsg.: Independently published. Band 1, 2025, ISBN 979-82-9711125-7.</ref>
Chois eigenen Schilderungen zufolge nahm der damals 20-Jährige nur wenige Tage vor seiner geplanten Abreise aus Korea im Jahr 1938 an einem Kartenspiel teil, bei dem er den Großteil des für seine Reise und das Studium in Japan vorgesehenen Geldes verlor. Unter den Anwesenden befand sich auch ein bekannter Ringer namens Haak Soon Huh, der Choi das Geld abgenommen hatte. Choi vermutete, betrogen worden zu sein, wusste jedoch, dass er in einer körperlichen Auseinandersetzung keine Chance hätte; daher tat er so, als würde er den Ort verlassen – nur, um mit einem schweren Tintenfass zurückzukehren, das er dem Ringer an den Kopf warf und diesen damit bewusstlos machte. Er nahm rasch sein Geld an sich und floh früher als geplant nach Japan. Dort begann Choi – aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen des Ringers, der ihm gedroht hatte, ihm jeden Knochen im Leib zu brechen – mit dem Kampfsporttraining, um sich zu schützen.<ref name=":1" /><ref name=":2" />
Während seines Studiums in Kyoto lernte Choi einen koreanischen Landsmann namens Kim Hyun Soo kennen – einen Karate-Lehrer, der sich bereit erklärte, ihn zu unterrichten. Angetrieben sowohl von der Angst vor Repressalien als auch von der schwierigen Lage der Koreaner in Japan – die oft schikaniert und wie Bürger zweiter Klasse behandelt wurden – widmete sich Choi dem Karate-Training und erlangte nach zwei Jahren Training den ersten Dan. Später soll er auch noch den zweiten Dan erlangt haben.<ref name="Choi" /><ref name=":1" /><ref name=":2" />
Als Choi 1942 nach Korea zurückkehrte beobachtete der Ringer, der Choi zuvor bedroht hatte, diesen aus der Ferne. Man sah Choi dabei, wie er Tritte und Schläge in die Luft ausführte und Berichten zufolge Dachziegel mit bloßen Händen zertrümmerte. Es kam zu keiner Konfrontation zwischen den beiden. Choi hatte sich somit durch sichtbares Können und Abschreckung – und nicht durch Gewalt – vor Vergeltungsmaßnahmen geschützt.<ref>Alex Gillis: A Killing Art: The Untold History of Tae Kwon Do: The Story of Tae Kwon Do. Hrsg.: ECW PR. 2008, ISBN 978-1-55022-825-0.</ref>
In der Folgezeit machte er eine steile militärisch-politische Karriere in Südkorea und entwickelte währenddessen die Kampfkunstart Taekwon-Do. 1972 emigrierte er nach Kanada. 1980 brachte er Taekwon-Do nach Nordkorea.
Choi starb am 15. Juni 2002 83-jährig an Magenkrebs in Pjöngjang und hinterließ seine Ehefrau Han Joon-hee, seinen Sohn Choi Jung Hwa und die beiden Töchter Sunny und Meeyun Choi.<ref>Justin Matthews: My Father: The Daughter of TaeKwon-Do Founder General Choi Hong Hi by Meeyun Choi. In: taekwondotimes.com. 10. Juli 2019, abgerufen am 18. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Fotos und Infos zur Familie Choi von Choi Hong-his Tochter Meeyun Choi).</ref>
Während der 16. Taekwon-Do-Weltmeisterschaften, die vom 14. bis 18. Oktober 2009 in St. Petersburg (Russland) stattfanden, nahm Frau Choi Joon-hee (Choi Chun Hi) – die Ehefrau des verstorbenen Generals Choi Hong Hi – die Urkunde und die Plakette zur Aufnahme ihres verstorbenen Mannes in die „Taekwondo Hall of Fame“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) entgegen.<ref>Ehrung Choi Hong Hi – 2009 Ceremony Photos. In: lacancha.com. Official Tae Kwon Do Hall of Fame – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 2009, abgerufen am 24. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), siehe Foto mit Choi Chun Hi [Choi Joon-hee]).</ref> General Choi war bereits am 10. April 2009 bei einer Zeremonie in New Jersey (USA) posthum in die „Tae Kwon Do Hall of Fame“ aufgenommen worden.<ref>Choi Hong Hi. In: Taekwondo Hall of Fame World Headquarters. 2009, abgerufen am 24. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Kampfkunst in der Zelle[Bearbeiten]
Beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde Choi von der Kaiserlich Japanischen Armee rekrutiert. Während seiner Stationierung in Pjöngjang wurde er als Organisator der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung, die als „Studenten- und Soldatenbewegung von Pjöngjang“ bekannt wurde, angeklagt und während der acht Monate vor seinem Prozess in einem japanischen Gefängnis inhaftiert. Um die Langeweile zu mildern und sich physisch fit zu halten, soll er in seiner Zelle Shotokan-Karate praktiziert haben. Innerhalb kurzer Zeit wurden sein Zellengenosse und der Gefängniswärter seine Schüler. Die Kapitulation Japans und der darauffolgende Entzug der Kontrolle über die Provinz Chōsen durch die Alliierten im August 1945 rettete Choi vor einer siebenjährigen Gefängnisstrafe. Daraufhin reiste er nach Seoul, wo er eine Soldaten- und Studentenpartei gründete.
Kampfkunst und Militär[Bearbeiten]
Im Januar 1946 wurde er als stellvertretender Leutnant in die neu gegründete koreanische Armee aufgenommen und bald darauf Kompaniechef des vierten Infanterieregiments in Gwangju in der Provinz Jeollanam-do (Choi Hong-hi, S. 24<ref name="Choi" />). Dort begann er zunächst damit, seine Soldaten im Karate zu unterrichten. Er wollte eine eigene kriegerische Kunst entwickeln, die dem japanischen Karate in Psyche und Technik überlegen sei.
Parallel zu seiner steilen militärischen Karriere (1948 wurde er Oberstleutnant, 1951 Brigadegeneral, 1954 Generalmajor, 1958 Leiter des Büros der Reservisten, 1959 stellvertretender Kommandeur der 2. Armee in Daegu, 1961 Kommandeur des 6. Armeekorps) wuchs sein Einfluss auf das Militär und so konnte er es durchsetzen, dass die von ihm entwickelte Kampfkunst in das Ausbildungsprogramm der Armee aufgenommen wurde (Choi Hong-hi, S. 748–750.<ref name="Choi" />).
Internationalisierung des Taekwon-Do[Bearbeiten]
Bis Ende 1954 hatte Choi das Fundament einer neuen Kampfkunst für Korea, den Chang-Heon Stil (was blue cottage bedeutet) entwickelt, genannt nach seinem Pseudonym als Schriftsteller.
Choi Hong-hi begann, nach einem Namen für seinen Stil zu suchen. Nach wiederholten Recherchen, bei denen Choi gemeinsam mit seinem Assistenten Nam Tae-hi chinesische Schriftzeichenwörterbücher studierte, entdeckte Nam, das Schriftzeichen „Tae“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) in „Taekyeon“, welches die Bedeutungen Springen, Treten und Stampfen trägt. Anstatt also die Schriftzeichen für Tang Soo Do ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Hanja {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) oder Gong Soo Do ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Hanja {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) zu verwenden, nutzte er das Schriftzeichen „kwon“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) für Faust und kreierte so den Namen „Taekwon-Do“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Die Schöpfer des Namens Taekwon-Do sind somit zwei Personen: Choi Hong-hi und Nam Tae-hi.<ref name=":4"></ref><ref>Jeong Sun-cheon: Das Geheimnis der Taekwondo-Namensgebung. In: Taekwondo Times. 2010, abgerufen am 6. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 11. April 1955 wurde dieser Stil der Öffentlichkeit dann unter dem Namen „Taekwon-Do“ vorgestellt.<ref></ref>
Damit wurden die bis dahin gebräuchlichen Namen unter diesem Namen vereinigt.<ref name=":4" />
Zu der Zeit gab es 3 Taekwon-Do-Meister:<ref>The History of Taekwondo. In: WorldPress. Abgerufen am 20. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 2-Star Major-General Choi, Hong-Hi (Army Serial #10044), Oh Do Kwan Director & Co-Founder
- Colonel Nam Tae-Hi (Army Serial #210053), Oh Do Kwan Chief Instructor & Co-Founder
- Sergeant 1st Class Han Cha-Kyo (Army Serial #9430128), Oh Do Kwan Assistant Instructor
Diese neue Kampfkunst verbreitete sich in der Folgezeit schnell auf der Koreanischen Halbinsel.
Am 3. September 1959 fand im Konferenzraum der Korea Amateur Sports Association die Gründung der Korea Taekwon-Do Association (KTA) statt, dessen erster Präsident Choi Hong-Hi wurde.
1959 bereiste Choi Hong-hi mit einem 19-köpfigen Demonstrationsteam Südvietnam und Taiwan, um Taekwon-Do auch außerhalb der Halbinsel zu verbreiten (Choi Hong-hi, S. 24<ref name="Choi" />). Diese Reise wurde zu einem überwältigenden Erfolg, sowohl im Ausland als auch auf der Halbinsel selbst. Mit immer neu zusammengestellten Teams bereiste er in den folgenden Jahren Amerika, Europa<ref></ref>, den nahen und den mittleren Osten; viele Mitglieder dieser Teams blieben anschließend in den besuchten Ländern, um die Kampfkunst zu verbreiten und neue Landesverbände zu gründen. Am 22. März 1966 wurde in Seoul die International Taekwon-Do Federation (ITF) gegründet. Choi Hong-hi wurde der erste Präsident der ITF. 1972 ging Choi ins Exil nach Kanada, um dem seiner Ansicht nach unhaltbaren politischen Klima zu entgehen und eine Politisierung des Taekwon-Do durch die südkoreanische Regierung zu verhindern.
Der südkoreanische Präsident Park versuchte zunächst, Choi zur Rückkehr nach Korea zu bewegen, und drohte ihm später. Choi weigerte sich. Daraufhin ordnete Park an, dass die unter der Korea Taekwon-Do Association verbliebenen Kwans 1973 die konkurrierende World Taekwondo Federation (WTF) gründen sollten. (Hinweis: Mit Taekwon-Do ist die originale Kampfkunst von Choi und mit Taekwondo ist der Kampfsport unter Präsident Park gemeint. Beide Stile sind grundverschieden.)
Im Jahr 1985, verlegte Choi den Hauptsitz der ITF nach Wien. Dies war besonders während des Kalten Krieges und der Zeit der Teilung Europas durch den „Eisernen Vorhang“ von Bedeutung; die politische Neutralität unterstützte Choi zudem bei der Verwirklichung seines Traums, Taekwon-Do weltweit zu verbreiten – unabhängig von Rasse, Religion oder Weltanschauung.
Nach dem Tod von Choi Hong-hi im Jahr 2002 teilte sich die ITF Wien in zwei Lager, ITF Chang Ung und ITF Russell MacLellan<ref>Honorable Russell MacLellan. In: ITF Benidorm. Abgerufen am 17. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, während Choi Jung Hwa, der Sohnes des Gründers, ein Büro in Toronto eröffnete und die ITF-Canada (heute ITF Administration<ref>ITF Administration In: itf-administration.com (englisch), abgerufen am 17. August 2026.</ref>) gründete.
Es entbrannte ein Kampf zwischen der Gruppe ITF Chang Ung und der ITF Russell MacLellan (2003 ITF Tran) um das Hauptquartier in Wien.
Letztendlich ließ sich die ITF Tran Gruppe am 30. Oktober 2007 als ITF offiziell beim Innenministerium in Madrid, Spanien, mit Sitz in Benidorm, registrieren.
Somit gibt es 3 ITF-Verbände:
- ITF Wien (Österreich), vorher ITF Nordkorea, zuerst unter der Leitung von Choi Hong Hi, dann unter der Führung von Chang Ung (* 5. Juli 1938 – † 29. März 2026)<ref>Chang Ung. Olympedia, abgerufen am 8. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Condolences on the passing of Prof. Chang Ung. In: International Taekwondo Federation Vienna. 2. April 2026, abgerufen am 3. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Er war vom 22. September 2002 bis zum 26. August 2015 Präsident. Sein Nachfolger wurde Ri Yong-Son.
- ITF Canada, heute ITF-Administration<ref>ITF Administration In: itf-administration.com.</ref> unter der Leitung von Großmeister Choi Jung Hwa – dem Sohn von General Choi – hat ihren Sitz im Vereinigten Königreich. Der Schwerpunkt dieser Gruppe liegt darauf, Taekwondo in benachteiligte Länder zu bringen.<ref></ref>
- ITF Benidorm (Spanien), vorher ITF Wien – Wegen Differenzen zwischen Chang Ung und Russell MacLellan wurde am 13. Juni 2003 eine weitere ITF gegründet, welche zuerst unter der Leitung von Großmeister Tran Trieu Quan<ref>Trân Triêu Quân. ITF, abgerufen am 8. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> stand. Am 30. Oktober 2007 wurde diese ITF offiziell beim Innenministerium in Madrid, Spanien, registriert. Es folgte 2010 Großmeister Pablo Trajtenberg<ref>Pablo Trajtenberg. ITF, abgerufen am 8. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> als Präsident.<ref>Unsere Geschichte. In: International Taekwondo Federation. 2019, abgerufen am 3. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>namu.wiki{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – International Taekwon-Do Federation. In: Namu.Wiki (koreanisch).</ref>
Kampfkunst und Politik[Bearbeiten]
1961 unterstützte Choi den Militärputsch in Südkorea, doch als General Park Chung-hee die Oberhand gewann, begann sein Stern zu sinken: Ende der 40er Jahre war Park von einem Militärgericht, dem Choi angehört hatte, zum Tod verurteilt worden. Das Urteil wurde nicht vollstreckt. Als Park an die Macht kam, wurde Choi gezwungen, in den Ruhestand zu treten.
1962 wurde er als Botschafter nach Malaysia geschickt. Nach seiner Rückkehr nach Südkorea drei Jahre später war Choi bereits „Zwei-Sterne-General im Ruhestand“. Und noch 1968 wurde ihm der „Orden für Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Sports“ verliehen.<ref>Choi Hong Hi: Taekwon-Do. 2003, S. 751–753.</ref>
Im Laufe der folgenden Jahre fand Choi das Leben unter dem Park-Regime dermaßen unerträglich, dass er 1972 nach Kanada emigrierte – mit ihm übersiedelte auch die ITF. Als Reaktion darauf wurde in Südkorea unter der Militärdiktatur die regimetreue World Taekwondo Federation (WTF) gegründet.
Entstehung der Tuls (Hyong) unter Choi[Bearbeiten]
(Hinweis: In den meisten Kampfkünsten werden sogenannte Formen gelaufen. Diese Formen sind verschiedene grundlegende Bewegungen, von denen die meisten Angriffs- oder Verteidigungstechniken darstellen, die in einer festen logischen Abfolge angeordnet sind. Der Name der Form ist von der Kampfkunst abhängig.)
In der ersten Entwicklungsphase (1955–1959) entstanden die ersten 20 Formen (damals noch oft als Hyong – nach RR Hyeong – bezeichnet) und lösten die bis dahin genutzten Shotokan-Karate-Katas<ref>Die Katas im Shotokan-Karate. Karate Dojo Funakoshi Troisdorf e. V., abgerufen am 13. Juni 2026.</ref> ab. Jede einzelne Form sollte nach einer bedeutenden Persönlichkeit oder einem historischen Ereignis der koreanischen Geschichte benannt werden. Hilfestellung leisteten dabei die damaligen zwölf Meister der militärischen Oh-Do-Kwan-Schule (übers.: Schule meines Weges, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Hanja {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) RR Odogwan).<ref>World Taekwondo Ohdokwan Headquarters. In: World Taekwondo Ohdokwan Headquarters. Abgerufen am 13. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Meister waren: Choi Chang Keun, Choi Kwang Jo, Han Cha Kyo, Kim Jong Chan, Kim Kwang Il, Kong Young Il, Park Jong Soo, Park Jung Tae, Park Sun Jae, Rhee Chong Chul, Rhee Chong Hyup und Rhee Ki Ha.<ref>Original Masters. In: taekwondo.fandom.com. Abgerufen am 16. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
1959 erschien das erste Taekwon-Do Buch in koreanischer und chinesischer Sprache.
In der zweiten Entwicklungsphase (1961–1965) wurde das System überarbeitet und auf die heute bekannten 24 Tuls erweitert. Diese wurden dann in der Encyclopedia of Taekwon-Do, Band 8 bis 15, veröffentlicht. Die Zahl 24 steht symbolisch für die 24 Stunden eines Tages und repräsentiert das gesamte Leben eines Menschen.
Im Jahre 1965 publizierte Choi das erste Taekwon-Do Lehrbuch in englischer Sprache (Daeha Publication Company).<ref></ref> Darin wurden bereits alle zwanzig ursprünglichen Übungsformen aufgeführt.<ref name=":0">HYONG die Chang Hon Übungsformen. In: Taekwondo-Ingolstadt.de. KWON Kampfkunstschule Claus Moos, abgerufen am 11. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Anfang der 1980er Jahre wurde die Form Ko-Dang (RR Go-Dang) durch die Form Juche ersetzt. General Chois Sohn Choi Jung Hwa ersetzte für seinen Verband den Namen Juche wieder mit Ko-Dang.<ref>Technical Articles. International Taekwon-Do Federation Choi Jung Hwa, abgerufen am 13. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die wellenförmige Bewegung (auch Sinuswelle oder Auf- und Abbewegung) im Formenlauf des ITF-Taekwon-Do wurde um das Jahr 1990 von Choi Hong Hi eingeführt – Mit dieser Bewegung soll das Körpergewicht als Kraftquelle stärker betont werden. Das neue Bewegungsmuster wurde zeitgleich mit der Umbenennung der traditionellen Hyongs in Tuls offiziell übernommen.<ref>Taekwon-Do – Grundsätze – Trainingsgeheimnisse – Körperzonen – Stände (Stellungen) – Gürtelfarben – Bewegungsformen – Begriffe – Schulterbreite. (PDF; 811 kB) In: itf-d.de. International Taekwon-Do Federation – ITF, abgerufen am 11. Juni 2026.</ref>
Hyong bzw. Tul (Jahr der Entstehung), Mitverantwortlicher und Produktionsort:<ref name=":0" />
- Hwa-Rang (1955) Nam, Tae-Hi<ref>Nam Tae. Zang TKD, LLC, abgerufen am 16. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Nam Tae Hi. In: Budopedia.de. Abgerufen am 11. Juni 2026.</ref> & Han, Cha-Kyo auf der Insel Jeju (Jeju Island), Hwarang („Blühende Jugend“) waren eine militärische und philosophische Jugendgruppe im alten Silla-Reich (frühes 7. Jahrhundert). Diese nahmen sich der alten koreanischen Fußkampfkunst Subak an und entwickelten sie zur Kunst des Taekkyon weiter.
- Chung-Mu (1955) Nam, Tae-Hi auf der Insel Jeju, Pseudonym des Admiral Yi Sun-sin, einer der größten Militärkommandanten der koreanischen Geschichte.
- Ul-Ji (1957) Han, Cha-Kyo auf der Insel Jeju, Ul-Ji Moon-Duk war ein General, der in der Goguryeo-Dynastie (7. Jahrhundert) lebte.
- Sam-Il (1958–1959) Park Won Ha auf der Insel Jeju, Sam-Il-Bewegung (Bewegung des ersten März). Der 1. März 1919 war der Tag, an dem in Korea die Unabhängigkeitsbewegung gegen die Besatzermacht Japan startete
- U-Nam<ref>Jukka Ahola: U-Nam tul auf YouTube, 10. März 2023, abgerufen am 11. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Form – Hyeong / Hyong; Laufzeit: 1 min 4 s).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>, die verschollene Form (1958–1959) auf der Insel Jeju, Pseudonym des südkoreanischen Präsidenten Rhee Syng-man. Die Tul wurde später entfernt.<ref>U-Nam. In: taekwondo.fandom.com. Abgerufen am 11. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Gae-Baek (1961) C.K. Choi (Choi Chang Keun) im Korean Army Training Centre, Gae-Baek war ein bedeutender General aus der Baekje Dynastie (660 n. Chr.), welcher für seine strenge militärische Disziplin bekannt war.
- die 15 weiteren Hyong / Tuls (1962–1964) Kim Bok Man und Woo Jong Lim<ref>History of the IICs. In: itftkd.sport. Abgerufen am 11. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> auf Malaysia.
- die letzten 4 Hyong / Tuls entstanden 1965, wobei sie von 1983 bis 1985 finalisiert und vervollständigt wurden. Entstehungsort für diese finalen Formen ist Wien, Österreich.
Werke[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- General Choi Hong Hi. In: itf-tkd.org. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- About General Choi Hong Hi. (PDF; 159 kB) In: itf-tkd.org. 20. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- Dakin Burdick: Obituary: General Choi Hong-hi. In: The Guardian. 9. August 2002 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- Obituaries: General Choi Hong Hi. In: The Daily Telegraph. 26. Juni 2002, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Oktober 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- General Choi Hong Hi. In: Taekwondo Hall of Fame. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Choi, Hong-hi |
| ALTERNATIVNAMEN | 최홍희 (Hangeul); 崔泓熙 (Hanja); Choe, Hong-hui (revidierte Romanisierung); Ch’oe, Honghŭi (McCune-Reischauer) |
| KURZBESCHREIBUNG | südkoreanischer General und Mitentwickler der Kampfkunst Taekwondo |
| GEBURTSDATUM | 9. November 1918 |
| GEBURTSORT | Kankyō-hokudo, damaliges Japanisches Kaiserreich, heutiges Nordkorea |
| STERBEDATUM | 15. Juni 2002 |
| STERBEORT | Pjöngjang, Nordkorea |
