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Christian Baha

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Christian Baha (2008)

Christian Josef Baha (* 30. Oktober 1968 in Wien) ist ein österreichischer Unternehmer. Er ist Alleineigentümer der Investmentgesellschaft Superfund<ref>Andrea Hodoschek: Abflug der Superkräfte bei Superfund. Kurier, 7. Juli 2024, abgerufen am 27. September 2024.</ref>, die er gemeinsam mit Christian Halper gegründet hatte.

Werdegang[Bearbeiten]

Christian Baha wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Seine Mutter starb an Leukämie, als er dreizehn Jahre alt war.

Seine erste berufliche Tätigkeit ist widersprüchlich belegt: Laut einer Quelle arbeitete er zehn Jahre als Polizist,<ref name="conny"/> nach anderer Quelle war er nach seiner Ausbildung zum Polizisten nur drei Jahre Angehöriger der Wiener Sicherheitswache.<ref>Sebastian Fischer: Altkanzler feiert Hedgefonds. Schröder bei den Heuschrecken. In: Der Spiegel vom 9. März 2006</ref> Parallel dazu absolvierte er die Abendmatura und begann anschließend das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Wien ohne regulären Studienabschluss.<ref name="conny"/>

In dieser Zeit arbeitete Christian Baha eng mit Christian Halper zusammen.

Karriere[Bearbeiten]

Anfang der 1990er-Jahre traf er den Elektrotechniker Christian Halper, der eine Software entwickelt hatte, um Teletext-Börsendaten auszulesen und am Computer zu verarbeiten (TeleChart, später TeleTrader).<ref name="conny">Conny Bischofberger & Alexander Strecha: Baha: "Der Finanz-Supergau kommt": Im Interview mit Conny Bischofberger und Alexander Strecha spricht der Superfund-Gründer über Schwarzenegger, Eurokrise und Goldbarren. In: kurier.at. 22. Juni 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Juni 2011; abgerufen am 9. November 2023.</ref><ref>Seeds: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Christian Baha im Seeds-Interview (Memento vom 17. September 2017 im Internet Archive), 30. April 2016</ref>

Ab 1995 baute Christian Baha mit Christian Halper die Investmentgruppe „Quadriga“ auf, die seit 2003 unter dem Namen Superfund weltweit agiert. Das Hauptquartier liegt in der Marc-Aurel-Straße in Wien. Mit dem Start der Quadriga Beteiligungs- und Vermögens-AG wurde der erste Managed-Futures-Fonds für Privatinvestoren in Österreich aufgelegt.<ref name="jany">Stefan Jany: Manchen Großbanken aus der Schweiz vertraue ich nicht mehr. In: Wiener Zeitung 15. Juli 2009</ref> 1999 übernahm Baha das 1991 von Josef Holzer gegründete Unternehmen TeleTrader Software und richtete es auf die Archivierung und Visualisierung von Realtime-Produkten aus. 2021 hat er den Namen der Firma auf baha – the information company geändert.<ref>Neuer Name für Teletrader. In: Boersianer.at. 12. April 2021, abgerufen am 24. November 2021.</ref>

Die allgemeine Wirtschaftsrezession zwang das Superfund-Unternehmen 2009 zu Umstrukturierungen, wobei vor allem durch Büroschließungen und Entlassungen von Mitarbeitern Kosten reduziert wurden. 2010 konnte wieder die Gewinnschwelle erreicht werden.<ref name="conny"/> Mit Herbst 2010 übernahm Baha sämtliche Superfund-Anteile seines Geschäftspartners Halper, der jedoch als Berater und Investor weiter mit an Bord blieb.<ref name="conny"/>

2009 wurde auf Bahas Initiative das Bio-Restaurant Supergood in Berlin eröffnet, das 2012 auch in Österreich etabliert werden sollte.<ref>Anne Vorbringer: Persischer Sternekoch kreiert Bio-Burger für Berlin. In: Berliner Zeitung. 20. Juni 2009, abgerufen am 16. Juni 2015.</ref>

Sponsoring[Bearbeiten]

Superfund sponserte die Sportler Sybille Bammer, Mirna Jukić und Bode Miller.<ref>Kultursponsoring und Finanzkrise: Prioritäten werden neu gesetzt. In: Vorarlberg Online 22. Oktober 2008</ref>

Außerdem wurde von 2002/03 bis 2006/07 die Fußballmannschaft FC Superfund Pasching und von Juli 2008 bis zum Ende der Saison 2010/11 die Fußballmannschaft Kapfenberger Sportvereinigung Superfund finanziell unterstützt.<ref>Kapfenberg wird zu "KSV Superfund": Aufsteiger angelt sich neuen Hauptsponsor vom 10. Juli 2008 </ref><ref>Nur ein Sponsor fehlt zum Glück in: Kleine Zeitung vom 17. April 2011</ref>

Christian Baha hat auch als Sponsor finanzielle Mittel für den Umbau von Arnold Schwarzeneggers im Stile des Biedermeiers erbauten Geburtshaus in Thal zum Schwarzenegger-Museum zur Verfügung gestellt<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Das sind die Männer hinterm Arnie-Museum (Memento vom 8. März 2014 im Internet Archive) in: Kleine Zeitung vom 25. August 2009</ref>, das am 30. Juli 2011 nach mehrjähriger Verzögerung mit einem Soft Opening eingeweiht werden konnte.<ref>Schwarzenegger: Museumseröffnung zum Geburtstag in: Die Presse vom 29. Juli 2011</ref>

Privatvermögen[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2007 kaufte Christian Baha Schloss Sonnenberg im Thurgau und den dazugehörigen Gutsbetrieb mit circa 150 ha Ackerland, Grünland, Wald und Weingütern.<ref>Barbara Hettich: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Vom Polizisten zum Schlossbesitzer. (Memento vom 8. März 2010 im Internet Archive) In: Thurgauer Zeitung 5. Mai 2009</ref> Daraus sollte ein Wohnsitz für die Familie samt Reiterhof und Bio-Musterbetrieb entstehen. Nach Schwierigkeiten mit der Denkmalpflege und Auseinandersetzungen mit den Gewerkschaften dauerte der Umbau allerdings 2023 immer noch an.<ref name=":0">Ida Sandl: Schloss Sonnenberg: Vor 16 Jahren kündigte der Besitzer an, er wolle nach Stettfurt ziehen – bisher fehlt von Familie Baha aber jede Spur. Thurgauer Zeitung, 20. März 2023, abgerufen am 28. Dezember 2023.</ref>

Schon 2004 kaufte Baha Schloss Frohsdorf in Wiener Neustadt und ließ dort Gold- und Silbermünzen im Wert von rund 3,5 Millionen Euro einbetonieren. Vom Versteck wussten nur wenige enge Mitarbeiter, darunter der spätere Geschäftsführer der Schloss & Gut Sonnenberg AG. Dieser stahl den Schatz mit einem Komplizen. Er flog 2016 auf, als er die Münzen verkaufen wollte.<ref name=":0" />

Baha ist zudem Eigentümer von Bio-Farmen in Südfrankreich und Neuseeland.<ref name="conny" />

Privatleben[Bearbeiten]

Christian Baha führt seit 2009 eine Beziehung mit der ehemaligen österreichischen Leichtathletin Stephanie Graf (* 1973).<ref>Steffi Graf und ihr Millionär. oe24.at.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Steffi Graf ist frisch verliebt. (Memento vom 5. November 2013 im Internet Archive) kleinezeitung.at.</ref> Er hat mit Graf zwei gemeinsame Töchter (* 2010, * 2012)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Das zweite Kind für die „Gräfin“. (Memento vom 29. September 2014 im Internet Archive) In: Kleine Zeitung, 23. März 2010.</ref> sowie einen Sohn (* 2003) aus einer früheren Beziehung.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Christian Baha: Vom Polizisten in Wien zum Millionär in Monaco (Memento vom 14. April 2010 im Internet Archive)</ref>

Baha ist mit dem Regisseur Oliver Stone befreundet und erhielt dadurch die Gelegenheit, in zwei Hollywoodfilmen mitzuspielen. In Wall Street: Geld schläft nicht spielte er einen Hedge-Fonds-Chef<ref>Susanne Lintl: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Christian Baha in Wall Street 2 (Memento vom 20. September 2008 im Internet Archive), Kurier (Tageszeitung)</ref> und in Transformers 3 einen bösen Assistenten. 2012 wirkte er zudem in Kevin Carraways 7 Below – Haus der dunklen Seelen als Dr. Lipski und im Thriller Savages, einer weiteren Produktion von Oliver Stone, als DEA-Agent mit. Des Weiteren ist er seit Jahren als Fernseh- und Filmproduzent tätig, so unter anderem bei den Women’s World Awards 2006 und 2009, den Save the World Awards 2009 und bei Eugenio Miras 2013 veröffentlichtem Mystery-Thriller Grand Piano – Symphonie der Angst.

Baha lebt in Monaco und hat weitere Wohnsitze in New York City, Los Angeles und in Costa Rica.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Christian Baha – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>