Christian Boros
Christian Boros (* 4. Dezember 1964 in Zabrze, Polen<ref name=":1">Zur Person: Christian Boros. In: morgenpost.de. FUNKE Mediengruppe, 23. September 2012, abgerufen am 19. September 2026.</ref>) ist ein deutscher Medienunternehmer und Kunstsammler.
Leben[Bearbeiten]
Boros kam in den 1970er Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland.<ref name=":1" /> Er wuchs in Köln auf, studierte von 1984 bis 1990 Kommunikationsdesign bei Bazon Brock an der Bergischen Universität Wuppertal<ref>Die Zeit: Jeder baut sich sein Museum, Nr. 15 vom 3. April 2008. Abgerufen am 19. September 2016</ref> und gründete 1990 die Boros Agentur für Kommunikation. Unter anderem erfand er den Slogan „Viva liebt dich“.<ref name=":1" />
2010 gründete Boros zusammen mit Uta Grosenick den Distanz Verlag, den er seit 2019 zusammen mit Matthias Kliefoth führt.<ref>Berlin: Matthias Kliefoth wird Verlagsleiter bei Distanz / Mitgründerin Uta Grosenick scheidet aus. In: buchmarkt.de. 6. Juni 2019, abgerufen am 19. September 2026.</ref> Von 2017 bis zur Einstellung 2020 war Boros Herausgeber der Zeitschrift Die Dame.<ref>Hanna Grabbe, Daniel Haas: Frauenzeitschriften: Von ihrer besten Seite. In: Die Zeit. 30. März 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 19. September 2026]).</ref><ref>Die Dame. In: zdb-katalog.de. Abgerufen am 19. September 2026.</ref>
Sammlung[Bearbeiten]
Mit 18 Jahren begann Boros Kunst zu sammeln. 1990 entdeckte er in London den Fotografen Wolfgang Tillmans und erwarb von ihm verschiedene Arbeiten. Neben Werken von Tillmans sammelt er die Young British Artists Damien Hirst, Tracey Emin, Sarah Lucas sowie deutsche Künstler wie Thomas Scheibitz, die Amerikanerin Elizabeth Peyton sowie den Luxemburger Michel Majerus, den Spanier Santiago Sierra und die Dänen Ólafur Elíasson und Henrik Olesen. Die Sammlung Boros umfasst etwa 1.000 Bilder, Skulpturen und Installationen.<ref>Stephan Dreischer, Christoph Lundgreen, Sylka Scholz, Daniel Schulz (Hrsg.): Jenseits der Geltung. Konkurrierende Transzendenzbehauptungen von der Antike bis zur Gegenwart. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2013, ISBN 978-3-11-030300-1, S. 428 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Carsten Fiedler: Interview mit Kunstsammler Christian Boros: „Köln ist merkwürdig und eigenartig“. 17. November 2019, abgerufen am 10. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2003 kaufte Boros in Berlin-Mitte den ehemaligen Reichsbahnbunker Friedrichstraße an der Reinhardtstraße und gründete dort zusammen mit seiner Frau Karen Boros ein Privatmuseum.<ref>Gabi Czöppan: „Täglicher Lustmarsch“. In: Focus. 9. Juni 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.</ref><ref>Helga Meister: Christian Boros: Wuppertaler baut Kunstbunker. In: Westdt. Ztg. 21. April 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.</ref> Seit 2008 ist die Sammlung<ref>Bericht über die Sammlung Boros im Hochbunker Berlin in den Musenblättern vom 27. April 2010</ref> nach Voranmeldung zugänglich.
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 2024 Art-Cologne-Preis (für Karen und Christian Boros)<ref>Christian und Karen Boros erhalten Art-Cologne-Preis. In: monopol-magazin.de. Abgerufen am 19. September 2026.</ref>
- 2026 Trebbia Award<ref>Laureates. In: Trebbia. Abgerufen am 19. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Julia Stelzner: Karen und Christian Boros: deconstructing history. In: Freunde von Freunden. 13. Dezember 2011, abgerufen am 3. Januar 2012.
- Anja Lösel: Kunstsammlung Boros im Bunker Reinhardstraße. In: Stern. 8. Juni 2008, abgerufen am 3. Januar 2012.
- Markus Woeller: Im Bunker schwingen. In: taz. 29. Mai 2008, abgerufen am 3. Januar 2012.
- Gabriela Walde: Museum im Bunker – Darkroom für die Kunst. In: Kunstmagazin art. 25. April 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.
- Ute Thon: AUFTRIEB IM KUNST-BUNKER. In: Kunstmagazin art. 7. April 2008, abgerufen am 26. Januar 2011.
- Christoph Amend, Jochen Wegner: Christian Boros, was ist die Kunst des Bösen? In: Alles gesagt? Interviewpodcast von Zeit Online. 5. Mai 2022.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Boros, Christian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Medienunternehmer und Kunstsammler |
| GEBURTSDATUM | 4. Dezember 1964 |
| GEBURTSORT | Zabrze, Polen |