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Christian Bregazzi

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Christian Bregazzi (vollständiger Name Christian Gottfried Bregazzi, * 1. Juni 1839 in Mühlhausen/Thüringen;<ref name="ancestry.com">Christian Gottfried Bregazzi mit Quellenbezug zum „Mühlhausen archive, via Dorothy Robinson“, auf der Genealogie-Seite ancestry.com, zuletzt abgerufen am 23. Januar 2015</ref> † 1885) war ein deutscher Fotograf<ref name="Hainichland">Todesjahr nach Peter Ernst: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Erster tödlicher Autounfall in Langensalza vor 111 Jahren (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hainichland.de auf der Seite hainichland.de, zuletzt abgerufen am 23. Januar 2015</ref> sowie der Name eines Anfang des 20. Jahrhunderts publizierenden Ansichtskarten-Verlages, der später von dem Hoffotografen Franz Tellgmann übernommen wurde, einem Sohn von Ferdinand Tellgmann.<ref name="Tellgmann Bregazzi">Manfred Lippert: Das Druckerei- und Verlagswesen in (Bad) Langensalza 1680–2010. Ein historischer Überblick. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 9783867771122.</ref>

Leben[Bearbeiten]

Datei:Die Gartenlaube (1897) b 200.jpg
Ernst Keils Geburtshaus in der Marktstraße von Langensalza;
Abdruck 1897 in Die Gartenlaube

Christian Gottfried Bregazzi war ein Nachfahre italienischer Kunstmaler<ref name="Hainichland"/> und der Sohn des Giovanni Maria Alioso Bregazzi (1790–1848) und der Johanna Dorothea Becherer (* 1803). Er heiratete Luise Burghardt, mit der er die Söhne Eduard und Otto<ref name="Hainichland"/> sowie Ferdinand zeugte.<ref name="ancestry.com"/>

1860 eröffnete der „Lichtbildkünstler“ Bregazzi in Langensalza ein fotografisches Atelier, das nach seinem Tode ab 1885 vermutlich von seinem Sohn Ferdinand unter dem bisherigen Namen C. Bregazzi fortgeführt wurde.<ref name="Hainichland"/>

Werk[Bearbeiten]

Datei:C. Bregazzi Langensalza KAB 000 Denkmal auf dem Friedhove in Langensalza.jpg
Das Langensalza-Denkmal im 19. Jahrhundert kurz nach einer Gedenkveranstaltung in Bad Langensalza;
Foto im Kabinettformat von Bregazzi

Frühe Fotoabzüge Bregazzis betonen auf der Rückseite (Revers) des Kartonträgers seinen Anspruch auf künstlerische Fotografie: „artist. photogr. Atelier [...]“.<ref>Vergleiche diese Karte, auf oldthing.de, abgerufen am 11. Januar 2026.</ref>

Überregional bekannt blieb Bregazzi insbesondere durch seine handschriftlich fortlaufend nummerierten Landschaftsfotografien von den nahegelegenen Schauplätzen der Schlacht bei Langensalza. Die häufig im Kabinettformat vertriebenen Aufnahmen tragen teilweise einen Blindstempel mit dem Angaben zum Fotografen und häufig die Jahreszahl 1891.<ref>Vergleiche die Bild-Dokumentationen bei Commons (siehe unter dem Abschnitt Weblinks)</ref>

Von den Architekturfotografien aus dem Hause Bregazzi ist die vom Jahr 1897 in der Illustrierten Die Gartenlaube abgedruckte Aufnahme des Geburtshauses des Zeitschriften-Begründers Ernst Keil in der Marktstraße von Langensalza überliefert.<ref>Vergleiche die Seite 200 der Gartenlaube von 1897</ref>

Das Bregazzi-Atelier wurde noch Anfang des 20. Jahrhunderts betrieben. So ist eine Porträtfotografie der jungen, beim ersten tödlichen Autounfall in Langensalza verunglückten Katharina Klara Röcker aus dem Jahr 1903 bekannt. Sie zeigt das kleine Mädchen in zeittypischer Kleidung in dem dekorierten Atelier kurz vor dem Unfall, an dem unter anderem der Chirurg Eduard Sonnenburg als Fahrzeugführer beteiligt war.<ref name="Hainichland"/>

Über das Werk, die Familie Bregazzi und den Bezügen zu dem Maler und Fotografen Ferdinand Tellgmann schrieb die Thüringer Allgemeine unter dem Titel Kostbare Raritäten aus Langensalza aufgetaucht:<ref name="Thüringer Allgemeine 7.6.15">Reiner Schmalzl: Kostbare Raritäten aus Langensalza aufgetaucht / Bad Langensalza. Im Internet und auf Flohmärkten überraschen immer wieder seltene Zeitzeugnisse aus Langensalza. Manche Dinge gibt es allerdings nicht zum Schnäppchenpreis auf der Seite thueringer-allgemeine.de vom 7. Juni 2014; online zuletzt abgerufen am 23. Januar 2015</ref>

„Dass vor mehr als 100 Jahren verschiedene Fotografen in Langensalza auf hohem künstlerischen Niveau gewirkt haben und deren Arbeiten durchaus mit der Qualität der heutigen Digitalfotografie mithalten können, belegen die überlieferten Aufnahmen. Hinzu kommt, dass der damalige künstlerische Stil nahezu zeitlos wirkt und heute gern nachempfunden wird.“<ref name="Thüringer Allgemeine 7.6.15"/>

Und weiter:

„So war unter anderem Ende des 19. Jahrhunderts auch "C. Bregazzis Photographisches Atelier" gegenüber der Promenade ein Begriff. Inhaber war Christian Bregazzi, während sein Bruder Eduard in der Nachbarstadt Mühlhausen als Fotograf in Erscheinung trat. Deren Schwester Cäcilie Bregazzi (1825–1903) lernte ihren späteren Ehemann Ferdinand Tellgmann (1811–1897) im Jahre 1842 kennen und lieben. Tellgmann war Maler und Fotograf. Er und seine Nachkommen bildeten eine berühmte Fotografendynastie in Nordthüringen und Nordhessen.“<ref name="Thüringer Allgemeine 7.6.15"/>

Aus der Zeit um 1900 ist eine Zweigstelle des Ateliers in der Stadt Erfurt bekannt,<ref>Vergleiche beispielsweise den Aufdruck dieser Carte de Visite</ref> die – unter der Adresse Anger 43 unter Beibehaltung des Firmennamens – ab etwa 1910 von dem „Inh. O. Wegener“ weitergeführt wurde.<ref>Vergleiche den Aufdruck etwa auf diesem Atelierfoto</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Christian Bregazzi – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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