Christina-Piercing
| Christina-Piercing | |
|---|---|
| Datei:Christina piercing on mons pubis.jpg | |
| Lage | Venushügel |
| Schmuck | Barbell, Curved Barbell Hinweis zum Schmuck |
| Heilungsdauer | 3 bis 4 Monate Hinweis zur Heilungsdauer |
| ‣ Themenübersicht | |
Das Christina-Piercing ist ein weibliches Intimpiercing.<ref>Michael Laukien: Alles über Piercing. Geschichte, Kultur, Praxistipps. 1. Auflage, Huber-Verlag, Mannheim 2003, ISBN 3-927896-10-1, S. 86 f.</ref><ref>Aglaja Stirn: Body piercing: Medical consequences and psychological motivations. In: The Lancet. Band 361, Nummer 9364, 5. April 2003, S. 1205–1215. DOI:10.1016/S0140-6736(03)12955-8.</ref><ref>Brigette Lee, Ramya Vangipuram, Erik Petersen, Stephen K. Tyring: Complications associated with intimate body piercings. In: Dermatology Online Journal. Band 24, Nummer 7, 15. Juli 2018, Artikel 13030/qt5gp333zr. DOI:10.5070/D3247040908. PubMed: PMID 30261561.</ref>
Es wird vertikal in die Falte (Commissura labiorum anterior) der oben zusammenlaufenden großen Schamlippen gestochen und tritt am Venushügel wieder aus.<ref>Benjamin Swift, Guy N. Rutty: Female Genital Alteration. In: Jason Payne-James, Roger W. Byard, Tracey S. Corey, Carol Henderson (Hrsg.): Encyclopedia of Forensic and Legal Medicine. Elsevier Academic Press, 2005. ISBN 978-0-12-547970-7.</ref> Aus anatomischen Gründen ist es nicht bei jeder Frau möglich.
Geschichte[Bearbeiten]
Wie viele andere Oberflächenpiercings ist auch das Christina-Piercing eine relativ neue Form des Piercing. Ein erstes dokumentiertes Christina-Piercing wurde in den 1990er Jahren von dem Piercing-Pionier Tom Brazda in den Stainless Studios gestochen und nach seiner ersten Trägerin benannt.
Auswirkung[Bearbeiten]
Das Piercing wirkt, anders als das Klitorisvorhautpiercing oder das Nefertiti-Piercing, nicht sexuell stimulierend. Es hat einen rein optischen Reiz. Bei Druck, beispielsweise beim Tragen von engen Hosen, kann es unter Umständen als unangenehm empfunden werden.
Heilung[Bearbeiten]
Das Piercing benötigt für die Abheilung weit länger als viele andere Piercings. 6 bis 12 Monate kann es dauern, bis ein Christina vollständig abgeheilt ist. Da es sich um ein Oberflächenpiercing handelt, kann es während der Heilungsphase zu Komplikationen kommen. Aufgrund der Position des Piercings ist der Stichkanal viel in Bewegung und Reibung ausgesetzt. Ist das Christina-Piercing nicht tief genug gestochen, kann es zum Herauswachsen kommen. Das Piercing sollte für die Intimrasur während der Heilung nicht entfernt werden. Sofern es bereits vollständig abgeheilt ist, kann es vor der Rasur herausgenommen werden.
Abgrenzung / Varianten[Bearbeiten]
- Nefertiti-Piercing: wie Christina, nur mit tieferliegender unterer Kugel; Kombination aus Christina- und Klitorisvorhautpiercing
- Pubic-Piercing: das dem Christina entsprechende Piercing beim Mann
Literatur[Bearbeiten]
- Michael Laukien: Alles über Piercing. Geschichte, Kultur, Praxistipps. 1. Auflage. Huber-Verlag, Mannheim 2003, ISBN 3-927896-10-1, S. 86 f: „Intimpiercings. Für die Frau.“ … „Andere Intimpiercings für Frauen … Christina“.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />