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Christoph Barmeyer

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Christoph Barmeyer (* 14. Februar 1967 in Brühl) ist Interkulturalist, Frankreichforscher, Organisationsforscher und -berater. Er ist Professor an der Universität Passau, wo er den Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation innehat.

Leben[Bearbeiten]

Barmeyer absolvierte nach seinem Abitur an der Freien Waldorfschule Bonn eine Lehre als Bankkaufmann (1987–1989) bei der Dresdner Bank in Köln. Anschließend studierte er von 1989 bis 1994 Diplom-Kulturwirtschaft an der Universität Passau und Management Science an der HEC Montréal (1989–1994).<ref>Christoph Barmeyer: Culturebridge Deutschland - Frankreich Kurzprofil. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Mai 2012; abgerufen am 17. Juli 2026.</ref> Die Promotion zum Thema Interkulturelles Management und Lernstile. Studierende und Führungskräfte in Frankreich, Deutschland und Québec mit der Note summa cum laude erfolgte 1994–2000 an der Universität des Saarlandes.

Von 1994 bis 2000 war Christoph Barmeyer als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation<ref>Universität des Saarlandes: Prof. Dr. Markus Messling. 7. Juli 2026, abgerufen am 17. Juli 2026.</ref> der Universität des Saarlandes bei Professor Hans-Jürgen Lüsebrink tätig. In dieser Zeit war er verantwortlich für den deutsch-französischen Studiengang „Grenzüberschreitende Deutsch-Französische Studien“.

Ab 2000 übernahm er eine Position als Maître de Conférences für Betriebswirtschaftslehre an der École de Management der Universität Straßburg. Dort leitete er den Studiengang Personalmanagement und den Master-Studiengang Ingénieur d’affaires.

Außerdem war er 2000 bis 2004 Vorstandsmitglied der interkulturellen Vereinigung Society for Intercultural Education, Training and Research (SIETAR Deutschland).

Seit 2008 ist Barmeyer Inhaber des Lehrstuhls für Interkulturelle Kommunikation an der Universität Passau.<ref>Barmeyer. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Dezember 2013; abgerufen am 17. Juli 2026.</ref> Er war von 2009 bis 2013 Vorsitzender des Zentrums für Schlüsselqualifikationen und ist seit 2025 Vorsitzender der Prüfungskommission des Master-Studiengangs Kulturwirtschaft – International Cultural and Business Studies. Darüber hinaus war er als assoziierter Professor an der Universität Straßburg (2008–2017) und als Gastdozent an zahlreichen weiteren Hochschulen in Europa, Nordamerika und Asien tätig.

Barmeyers wissenschaftliche Schwerpunkte sind Interkulturelle Organisationsforschung (insbesondere bikulturelle Organisationen), Konstruktives interkulturelles Management, Interkulturelle Kreativität und Zukunftsforschung, Interkulturelle Integration von Migranten in Organisationen, Ressourcen bikultureller Menschen in Organisationen, Interkulturelles und migrantisches Unternehmertum, Interkulturelle Kommunikation mit Focus Frankreich-Deutschland-Québec. Ekenntnistheoretisch verortet er sich im interpretativen Paradigma, methodisch führt er Qualitative Forschung durch, insbesondere Einzelfallstudien.

Gastprofessuren[Bearbeiten]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2025 EURAM Best Book Award für Key Questions and Inspiring Answers in Cross-Cultural Management
  • 2025 Best Case Study Award (ATLAS-AFMI) für Airbus, a global leader with European roots
  • 2000 Dr. Eduard-Martin-Preis der Universität des Saarlandes
  • 1995 Prix d’Excellence der Regierung von Québec (1995)

Buchpublikationen[Bearbeiten]

  • mit M. Bausch, U. Mayrhofer: Constructive Intercultural Management. Integrating Cultural Differences Successfully: Second Edition. Cheltenham / Edward Elgar, 2026. (Online)
  • mit D. Busch (Hrsg.) (2025): Landmarks in Intercultural Studies. Biographies. Concepts. Positions. Palgrave MacMillan. (Online)
  • mit C. Ruesga Rath (2024): Key Questions and Inspiring Answers in Cross-Cultural Management. Conversations with Leading Women Scholars. Edward Elgar. (Online) (EURAM Best Book Award, 2025)
  • mit D. Busc (Hrsg.) (2023): Meilensteine der Interkulturalitätsforschung. Biographien. Konzepte. Positionen. Springer VS. (Online)
  • Barmeyer, Christoph: Konstruktives Interkulturelles Management. UTB/Vandenhoeck & Ruprecht, 2018. (Online)
  • mit P. Franklin (Hg.): Intercultural Management. A Case-Based Approach to Achieving Complementarity and Synergy. London, Palgrave, 2016. (Online)
  • The spy who impressed me. Zur kollektiven Wirkung und kulturellen Bedeutung von James-Bond-Filmen. Passau, Stutz, 2013. (Online)
  • Taschenlexikon Interkulturalität. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 2012. (Online)
  • mit M. Heidenreich, K. Koschatzky, J. Mattes, E. Baier,K. Krüth.: Multinational Enterprises and Innovation: Regional Learning in Networks. New York/London, Routledge, 2012. (Online)
  • mit J. Scheffer, P. Genkova (Hg.): Interkulturelle Kommunikation und Kulturwissenschaft. Passau, Stutz, 2010 und 2011. (Online)
  • mit J. Bolten (Hg.): Interkulturelle Personal- und Organisationsentwicklung.Sternenfels/Berlin, Wissenschaft & Praxis, 2010.
  • mit M.-F. Waxin (Hg.): Gestion des Ressources Humaines Internationales. Paris, Les Editions de Liaisons, 2008.
  • mit H.-J. Schlierer, F. Seidel: Wirtschaftsmodell Frankreich. Märkte, Unternehmen, Manager. Frankfurt/New York, Campus, 2007. (Online)
  • Management interculturel et styles d'apprentissage. Etudiants et dirigeants en France, en Allemagne et au Québec. Québec, PUL, 2007. (Online)
  • mit Stefanie von Wietersheim: Business Know-How Frankreich. Heidelberg, Redline Wirtschaft, 2007.
  • mit J.-L. Magakian et al. (Hg.): 50 fiches pour aborder la gestion stratégique des ressources humaines. Paris, Bréal, 2003.
  • Mentalitätsunterschiede und Marktchancen in Frankreich. Interkulturelle Kommunikation im deutsch-französischen Handwerk. St. Ingbert, Röhrig, 2000.
  • Interkulturelles Management und Lernstile. Studierende und Führungskräfte in Frankreich, Deutschland und Québec. Frankfurt/New York, Campus, 2000.
  • mit J. Bolten (Hg.): Interkulturelle Personalorganisation. Sternenfels/Berlin, Wissenschaft & Praxis, 1998.
  • Interkulturelle Qualifikationen im deutsch-französischen Management kleiner und mittelständischer Unternehmen (mit Schwerpunkt Saarland/Lothringen). (in Verbindung mit H.-J. Lüsebrink) St. Ingbert, Röhrig, 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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