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Christoph Rassy

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Christoph Rassy (* 1934; † 8. November 2021<ref>Carsten Kemmling: Ein Bayer in Schweden. Nachruf auf segelreporter.com, 8. November 2021. Abgerufen am 9. November 2021.</ref>) war ein aus Deutschland ausgewanderter schwedischer Segelbootkonstrukteur und Gründer der Bootswerft Hallberg-Rassy.

Leben[Bearbeiten]

Christoph Rassy, dessen Familie aus Ostpreußen stammt,<ref name="byc">Volker Göbner: Die Adolffs räumen ab. In: 125 Jahre Bayerischer Yacht-Club. 1888–2013. Bayerischer Yacht-Club e.V., Starnberg 2013, S. 118–119, 119 (byc.de [PDF]).</ref> wuchs mit fünf älteren Geschwistern in Garatshausen am Starnberger See auf. Der Vater starb als Rassy fünf Jahre alt war.<ref name="hermansson"/>

In der Nachkriegszeit lernte Rassy das Segeln in seinem Heimatort. Unter anderem segelte er gemeinsam mit dem gleichaltrigen Peter Adolff, mit dem er gemeinsam das Abitur machte und der später Deutscher Meister im Starboot wurde.<ref name="byc"/>

Zunächst arbeitete Rassy bei einem Glaser. Neben seiner Arbeit gelangte er an den Bauplan einer Piratjolle, die er in seiner Freizeit baute. Nach dem Verkauf des Bootes investierte er den Erlös in den Bau einer weiteren Jolle. Auf diese Weise entstanden mehrere Boote, wodurch sich Rassy als Freizeitbootsbauer einen guten Ruf erwarb. Dies führte zunächst zu einer Anstellung als Lehrling beim Garatshausener Bootsbauer Karl Walser und schließlich zum erfolgreichen Abschluss der Gesellenprüfung im Bootsbau.<ref>Hans Roeckl: Der Walser Karl. In: Tutzinger Nachrichten. Band 28, Nr. 7, 2010, S. 19.</ref>

Bootsbauer und -konstrukteur[Bearbeiten]

Datei:20170628 Hallberg-Rassy 35 Rasmus sailing.jpg
Eine Hallberg-Rassy 35 Rasmus unter Segeln

In der Absicht, größere Boote zu bauen, wechselte Rassy anschließend zu einer Werft am Bodensee, wo er mehrere Jahre tätig war.<ref name="hermansson"></ref> Da dort keine Hochseesegelyachten gebaut wurden, ging er 1960 nach Schweden. Er fand Arbeit bei Karl-Erik Andersson auf einer Werft in Nötesund, einem Ort auf Orust. Während seiner Tätigkeit auf der Werft baute er abends ein Holzboot, mit dem er später eine Silbermedaille bei einer Regatta gewann. Anschließend verkaufte er das Boot mit Gewinn.

In dieser Zeit erwarb Rassy das Werftgebäude in Kungsviken. Dort beschäftigte er sich zunächst mit der Anfertigung von Einzelstücken aus Vollholz. Sein erstes, 35 Fuß langes Serienboot war die Rasmus 35, die 1966 vom weltweit bekannten Schiffskonstrukteur Olle Enderlein gezeichnet wurde. Die ersten zwei Schiffe besaßen einen Rumpf aus Mahagoni, ab 1969 wurde glasfaserverstärkter Kunststoff verwendet. Merkmal der Rasmus 35 waren das durch eine Windschutzscheibe geschützte Mittelcockpit, eine starke Maschine und eine Achterkajüte – Merkmale, die bis heute bei Hallberg-Rassy-Yachten vorzufinden sind.

Hallberg-Rassy[Bearbeiten]

1972 übernahm Christoph Rassy Harry Hallbergs Werft und nannte sie in Hallberg-Rassy um. Mit hochwertigen Einrumpf-Kielbooten für Fahrtensegler wurde diese Marke später weltbekannt. 2003 gab der Gründer die Leitung des Unternehmens an seinen Sohn Magnus Rassy weiter.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />