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Chrysen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Struktur von Chrysen
Allgemeines
Name Chrysen
Andere Namen
  • Benzo[a]phenanthren
  • 1,2-Benzophenanthren
Summenformel C18H12
Kurzbeschreibung

farblose, rhombische Kristalle mit blauer Fluoreszenz<ref name="Römpp">Eintrag zu Chrysen. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 205-923-4
ECHA-InfoCard 100.005.386
PubChem 9171
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 228,29 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Römpp" />

Dichte

1,274 g·cm−3 (20 °C)<ref name="merck index">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Schmelzpunkt

256 °C<ref name="Römpp" />

Siedepunkt

448 °C<ref name="Römpp" />

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser (20 mg·l−1)<ref name="merck index" />
  • sehr schlecht in Ethanol (25 °C) (770 mg·l−1)<ref name="merck index" />
  • schlecht in Toluol (25 °C) (2,1 g·l−1)<ref name="merck index" />
  • etwas löslich in Diethylether und Eisessig<ref name="merck index" />
  • gut löslich in siedendem Benzol und Toluol<ref name="merck index" />
Sicherheitshinweise
GHS-GefahrstoffkennzeichnungVorlage:CLH-ECHA<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 341​‐​350​‐​410
P: 201​‐​202​‐​273​‐​280​‐​308+313​‐​391<ref name="GESTIS" />
Zulassungs­verfahren unter REACH

besonders besorgnis­erregend: krebs­erzeugend (CMR), persistent, bio­akkumulativ und toxisch (PBT), sehr persistent und sehr bio­akkumulativ (vPvB)<ref name="SVHC_100.005.386">Eintrag in der SVHC-Liste der Europäischen ChemikalienagenturVorlage:Abrufdatum</ref>

Toxikologische Daten

1000 mg·kg−1 (LD50, Maus, i.p.)<ref name="sax">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Chrysen ist ein polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoff, der aus vier kondensierten Benzolringen besteht und zur Stoffklasse der Phene gehört.

Vorkommen[Bearbeiten]

Chrysen kommt im Stein- und Braunkohlenteer, in dem organischen Mineralgemenge Curtisit (Gemenge verschiedener Kohlenwasserstoffe<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>) sowie im Tabakrauch vor. Es entsteht außerdem bei unvollständiger Verbrennung.

Analytik[Bearbeiten]

Die zuverlässige qualitative und quantitative Bestimmung von Chrysen gelingt nach angemessener Probenvorbereitung durch Anwendung der Kopplung der Gaschromatographie mit der Massenspektrometrie.<ref>Chen CF, Ju YR, Lim YC, Hsieh SL, Tsai ML, Sun PP, Katiyar R, Chen CW, Dong CD: Determination of Polycyclic Aromatic Hydrocarbons in Sludge from Water and Wastewater Treatment Plants by GC-MS., Int J Environ Res Public Health. 2019 Jul 22;16(14):2604, PMID 31336632.</ref><ref>Nascimento MM, Olímpio da Rocha G, Bittencourt de Andrade J: Simple and effective dispersive micro-solid phase extraction procedure for simultaneous determination of polycyclic aromatic compounds in fresh and marine waters., Talanta. 2019 Nov 1;204:776-791, PMID 31357365.</ref><ref>Hwang K, Woo S, Choi J, Kim M: Survey of polycyclic aromatic hydrocarbons in marine products in Korea using GC/MS., Food Addit Contam Part B Surveill. 2012;5(1):1-7, PMID 24779687.</ref>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Chrysen zeigt im UV-Licht eine starke Fluoreszenz.<ref name="merck index" /> Der logarithmierte Oktanol-Wasser-Verteilungskoeffizient log Kow von Chrysen beträgt 5,9.<ref>Vorlage:ICSC</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Es dient zur Herstellung von UV-Filtern, Photosensibilisatoren und Farbstoffen.

Aufgrund seiner blauen Fluoreszenz ist es auch zur Markierung von Objekten geeignet.

Biologische Wirkung[Bearbeiten]

Chrysen wirkt im Tierversuch ebenso wie die meisten PAK karzinogen; nach der VO(EG) Nr. 1272/2008 (CLP-VO) ist es als krebserregend der Kategorie 1B eingestuft<ref>hierzu wie zur Wassergefährdung: Anh. VI Teil III, Index-Nr. 601-048-00-0, Kennzeichnung H350 bzw. zur Wassergefährdung H400 und H410</ref>. Für im Wasser lebende Organismen ist Chrysen sehr giftig und kann von ihnen durch Bioakkumulation angereichert werden. Es ist daher nach der CLP-VO als Aquatic Acute 1 und Aquatic Chronic 1 eingestuft, daher nach der deutschen Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) der Wassergefährdungsklasse (WKG) 3 zuzuordnen<ref>durch H410 und H350 mehr als 8 Bewertungspunkte gemäß Ziff. 4.2 und 4.4 der Anlage 1 zu AwSV</ref>.

Chrysen wurde am 15. Januar 2018 in der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgenommen.<ref name="SVHC_100.005.386" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Chrysen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />