Cinedom
Der Cinedom ist ein Multiplex-Kino in Köln, das im Dezember 1991 mit großer Medienpräsenz als erstes Gebäude des Mediaparks eröffnet wurde. Es bietet 3511 Sitzplätze in 14 Sälen, die jeweils mit bis zu 64 Lautsprechern ausgestattet sind, und ist damit das fünftgrößte deutsche Kino seiner Art.
Geschichte[Bearbeiten]
Filmproduzent Bernd Eichinger hatte 1988 das Grundstück über die Projektgesellschaft Constantin Kino Cinedom GmbH erworben und war auch bei der Grundsteinlegung am 2. Dezember 1988 anwesend. Die Baukosten lagen bei 100 Millionen DM.<ref>Genuss und Gewinn. In: Der Spiegel. Nr. 52, 1991, S. 197 (online).</ref> Das Kino wurde am 20. Dezember 1991 übergeben.
Bedingt durch die Insolvenz des Hauptgesellschafters Kirch-Gruppe verkaufte im Mai 2006 deren Insolvenzverwalter den Anteil von 53,5 % am Stammkapital der Kinobetreibergesellschaft an den Mitgesellschafter Bernd Eichinger sowie den Cinedom-Geschäftsführer Thomas Peter Friedl, die damit alleinige Eigentümer wurden. Neben dem Anteil an der Betreibergesellschaft wurden auch die Anteile an der Immobilie verkauft.
Anfang 2012 schlossen die Cinedom Kinobetriebe GmbH eine Kooperation mit Cinemaxx; seitdem übernimmt diese die Bereiche Filmeinkauf und Disposition und die Off-screen-Vermarktung, darunter auch die Bereitstellung des Reservierungssystems und -hotline.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig DGAP-News: CinemaxX AG: CinemaxX und Cinedom Köln schliessen Kooperationsvertrag.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. März 2024.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Im Cinedom haben neben anderen Tom Cruise, Harrison Ford, Britney Spears, Angelina Jolie, Michael Douglas, Brad Pitt, Hugh Grant, Liam Neeson, Patrick Stewart und Jackie Chan ihre Filme auf deutschen Premieren vorgestellt.<ref>MediaPark: Cinedom Kinobetriebe GmbH. In: MediaPark Köln. Abgerufen am 30. Mai 2022.</ref>
Gebäude[Bearbeiten]
Kernstück des mit Tuffsteinfassade versehenen Komplexes ist die sich zum zentralen Platz des Mediaparks öffnende, voll verglaste Rotunde, die in über 30 Meter Höhe von einer Kuppel überdeckt wird. Das 30 Meter hohe Gebäude hat an seiner Schauseite zum Platz hin eine große Glasfassade, die bei Nacht einen Einblick in das Innere des Cinedoms gewährt.
Die Bruttogeschossfläche beträgt 26.500 m². Der Komplex verfügt über drei Etagen mit jeweils einem Snack-Verkauf, Toiletten und den Kinosälen. Es gibt verschiedene Gastgewerbe im Cinedom wie Filialen von Vapiano und Hans im Glück.
Innenarchitektur[Bearbeiten]
Der Cinedeom bietet 3511 Sitzplätze in 14 Sälen, die jeweils mit bis zu 64 Lautsprechern ausgestattet sind, ist damit das fünftgrößte deutsche Kino seiner Art.<ref name="Saal">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Cinedom - Saalübersicht.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. März 2024.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die ursprüngliche Innenarchitektur von 1991 betonte das Thema Kino mit aufwendigen Maßnahmen. Die Kuppel griff das Thema romantischer Kinoabend auf. Hierzu war die Kuppel im Inneren in Glasfaseroptik mit 3200 Dioden der nördliche Sternenhimmel nachgezeichnet. Gleichzeitig öffnet sich durch zwei der zwölf Kuppelsegmente der Blick auf den Kölner Himmel. Gelegentlich bewegte sich auch eine animierte Sternschnuppe durch die komplette Kuppel. In der Anfangszeit verfügte der Cinedom auch über einen eigenen Veranstaltungssaal mit dem Namen „Black Box“. Dieser wurde später zu einem Kinosaal umgerüstet. Direkt unter der Blackbox gab es in der Anfangszeit ein Billard- und Snooker-Center, das später in Gastronomie umgewandelt wurde.
Jeder Kinosaaleingang wurde mit einem großen Filmstarwandplakat umrahmt. Die Fußböden waren im gesamten Gebäude mit Teppich belegt, die die Farben des Filmplakats als Thema aufgriffen. Bei 14 großen Kinosälen mit entsprechenden Besucherbewegungen wurde sehr breite Wege geplant, die in der mittleren und obersten Etage zusätzlich mit einer Brücke zu jedem Kinosaal ergänzt wurde, so dass eine dem Blick weitende Innenhofatmosphäre entsteht. Später wurden die Plakate durch Ausschnittsvergrößerungen vom ursprünglichen Gesamtmotiv ersetzt. Der Kinoeingang im Innenhof betonte das Thema spontaner Kinoabend, in dem über den zehn Kassen eine große durchgehende elektronische Tafel angebracht war, auf der die Anzahl der noch verfügbaren Plätze anzeigt wurde.
Ab der zweiten Jahreshälfte 2018 fanden bei laufendem Betrieb umfangreiche Renovierungen und Änderungen der Innenarchitektur statt. Die bunte Optik wurde gewechselt in eine schwarze Decke und hellgrau für Wände, Säulen, Boden und Kuppel. Die Plakate wurden mit Wandfarbe übermalt und werden seitdem mit einem animierten violett-weiß-Muster bespielt. Die Glasrolltreppen mit blauen Neonröhren wurden mit Goldfarbe übermalt.<ref>Philipp J. Meckert: Millionen-Projekt Kölner Kino-Tempel wird umgebaut – Startschuss zur WM. In: Kölner Express. 27. April 2018, abgerufen am 4. Mai 2019.</ref> Der Sternenhimmel in der Kuppel war in Teilen nicht mehr funktionsfähig, eine Erneuerung unwirtschaftlich, so dass dieser ebenfalls durch eine hellgraue Decke mit animiertem Muster ersetzt wurde.<ref>Dirk Riße: „More Glamour“ Kölner Cinedom wird zur Großbaustelle – Kino-Tickets günstiger. In: Kölner Stadtanzeiger. 3. August 2018, abgerufen am 4. Mai 2019.</ref> Die Kassen wurden wegen des vermehrten Verkaufs der Eintrittskarten per Internet in den Bereich hinter den Rolltreppen verlegt. Die Anzeigetafel der aktuellen Kinofilme wurde abgebaut. Im freigewordene Platz im Kinoeingang Innenhofbereich zog Gastronomie ein. Im Oktober 2019 endete die millionenteure Umbauphase.<ref>Millionen-Projekt Kölner Kino-Tempel wird umgebaut... Kölner Express vom 27. April 2018</ref><ref>Nach Umbau Cinedom Köln: Kampfpreise und Top-Programm zur Wiedereröffnung Kölner Express vom 9. Oktober 2019</ref>
Technik[Bearbeiten]
Die folgende Tabelle zeigt die technischen Daten der einzelnen Säle des Cinedom:<ref name="Saal" /> Insgesamt acht Säle sind mit Dolby 3D ausgestattet.
Das Kino 4 wurde im Herbst 2015 als zweites deutsches Kino auf die Laserprojektion umgestellt: Barco DLP4k-60L<ref>Produktseite von BARCO Rubrik Digitale Projektoren DLP4K-60L</ref>. Des Weiteren wurde Dolby Atmos nachgerüstet.<ref>Kino mit neuester Bild- und Tontechnik Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Cinedom Köln ( vom 26. November 2015 im Internet Archive)</ref>
| Kino | Plätze | Leinwandgröße | Soundsysteme | Lautsprecher | Filmformate |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 298 | 6,9 m × 15,9 m = 109 m² | Dolby Surround 7.1 | 32 Stück | 4K / 3D |
| 2 | 204 | 6,1 m × 13,8 m = 84,2 m² | Dolby Surround 7.1 | 20 Stück | 2K / 3D |
| 3 | 172 | 6,1 m × 13,8 m = 84,2 m² | Dolby Surround 7.1 | 20 Stück | 4K / 3D |
| 4 | 705 | 9,8 m × 22,7 m = 222,5 m² | Dolby Atmos, Dolby Surround 7.1 | 64 Stück | 4K Laser / 3D |
| 5 | 298 | 6,9 m × 15,9 m = 109 m² | Dolby Surround 7.1 | 32 Stück | 4K / 3D |
| 6 | 204 | 6,1 m × 13,8 m = 84,2 m² | Dolby Surround 7.1 | 20 Stück | 2K / 3D |
| 7 | 172 | 6,1 m × 13,8 m = 84,2 m² | Dolby Surround 7.1 | 20 Stück | 2K / 3D |
| 8 | 113 | 4,5 m × 10 m = 45 m² | Dolby Surround 7.1 | 20 Stück | 4K / 3D |
| 9 | 478 | 8,5 m × 19,7 m = 167,5 m² | Dolby Atmos, Dolby Surround 7.1 | 64 Stück | 4K Dual / 3D |
| 10 | 174 | 6,9 m × 15,9 m = 109 m² | Dolby Surround 7.1 | 32 Stück | 4K |
| 11 | 204 | 6,1 m × 13,8 m = 84,2 m² | Dolby Surround 7.1 | 20 Stück | 2K |
| 12 | 172 | 6,1 m × 13,8 m = 84,2 m² | Dolby Surround 7.1 | 20 Stück | 2K |
| 13 | 52 | 4,5 m × 10 m = 45 m² | Dolby Surround 7.1 | 20 Stück | 2K |
| BlackBox | 265 | 8,0 m × 13,7 m = 109,6 m² | Dolby Atmos, Dolby Surround 7.1 | 48 Stück | 2K |
Verkehrsanbindung[Bearbeiten]
In der Umgebung befinden sich zwei Haltestellen, Christophstraße/Mediapark und Hansaring. Zudem befindet sich unter dem Kino unmittelbar in der Nähe des Eingangs eine Tiefgarage. Mit dem Auto ist das Gelände über das Kreuz Köln-Nord und die A 57 zu erreichen.
Weblinks[Bearbeiten]
- cinedom.de – Website des Cinedom
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Koordinaten: 50° 56′ 52″ N, 6° 56′ 42″ O
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