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Cissus

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Cissus
Datei:Cissus striata - fruits by Inao Vásquez.jpg

Cissus striata

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Ordnung: Weinrebenartige (Vitales)
Familie: Weinrebengewächse (Vitaceae)
Unterfamilie: Vitoideae
Gattung: Cissus
Wissenschaftlicher Name
Cissus
L.

Cissus ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae). Die etwa 350 Arten kommen meist in den Tropen der Alten Welt sowie Neuen Welt vor. Wenige Arten werden als Zierpflanze verwendet und manchmal Klimme oder Zimmerrebe<ref name="Botanica" /> genannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Cissus repens Blanco2.318.png
Illustration aus Blanco von Cissus repens
Datei:Cissus javana, jardín botánico de Tallinn, Estonia, 2012-08-13, DD 01.JPG
Die schön gefärbten Laubblätter von Cissus javana
Datei:Cissus erosa flowers.jpg
Blütenstand von Cissus erosa
Datei:Cissus duarteana.jpg
Habitus, Laubblätter, Blütenstände und unreife Früchte von Cissus duarteana
Datei:Starr 071024-0055 Cissus nodosa.jpg
Sprossachse mit Laubblättern und Früchten von Cissus nodosa

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Bei Cissus-Arten handelt es sich um ausdauernde krautige Pflanzen oder um wenig bis stärker verholzende Pflanzen, die selbständig aufrecht, also als Sträucher oder kletternd, also als Lianen wachsen. Manche Arten sind mehr oder weniger sukkulent. Sie können immergrün oder laubabwerfend sein. Die gegenüber den Laubblättern stehenden Sprossranken sind unverzweigt oder zweigabelig, manchmal mehrgabelig verzweigt.<ref name="NSWFo" /><ref name="FoC" /><ref name="WAF" />

Es gibt Cissus-Arten mit Heterophyllie. Die wechselständig und zweizeilig oder spiralig an der Sprossachse angeordneten Laubblätter sind meist in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Je nach Art ist die Blattspreite einfach oder handförmig drei- bis siebenzählig geteilt. Bei handförmigen Spreiten sind die seitlichen Blattabschnitte oft kleiner als die Endabschnitte. Die Blattränder sind glatt oder gezähnt.<ref name="NSWFo" /><ref name="FoC" /> Die Blattflächen sind oft drüsig punktiert. Die Nervatur ist handnervig und es können auch die Netznerven erkennbar sein. Die Nebenblätter fallen früh ab.<ref name="WAF" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Cissus-Arten sind polygam-monözisch, meist aber einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch); es befinden sich also die Blüten beider Geschlechter auf einem Exemplar, aber es kommen manchmal auch zwittrige Blüten vor, aber meist kommen nur zwittrige Blüten vor. Die gegenüber oder in der Nähe der Blätter, meist auf langen Blütenstandsschäften, stehenden, einfachen mehr oder weniger doldigen Blütenstände oder zusammengesetzten Dichasien enthalten einige bis viele Blüten.<ref name="NSWFo" /><ref name="FoC" /> Es sind Trag- und Deckblätter sowie Blütenstiele vorhanden.<ref name="WAF" />

Die relativ kleinen Blüten sind vierzählig und radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die vier kahlen Kelchblätter sind becherförmig verwachsen und die Kelchzähne sind nur kurz. Die vier freien Kronblätter sind am oberen Ende kapuzenförmig und fallen einzeln ab. Der gut entwickelte, becherförmige Diskus besitzt einen welligen oder leicht vierlappigen Rand und ist mit der Basis des Fruchtknotens verwachsen. Es ist nur der innere Staubblattkreis mit vier fertilen, gleichen, freien Staubblättern vorhanden. Die zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Je Fruchtknotenkammer sind nur zwei Samenanlagen vorhanden. Die auffälligen Griffel enden in einer relativ kleinen, einfachen oder zweigeteilten Narbe.<ref name="NSWFo" /><ref name="FoC" /><ref name="WAF" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die verkehrt-eiförmigen oder ellipsoiden Beeren sind fleischig und enthalten meist nur einen oder selten zwei Samen. Die Samen sind elliptisch, verkehrt-eiförmig-elliptisch oder elliptisch mit schnabelartiger Basis und gerundetem oberem Ende. Die Same besitzen an oder in der Nähe ihrer Basis Chalazaknoten.<ref name="NSWFo" /> Das ölhaltige Endosperm ist im Querschnitt M-förmig.<ref name="FoC" /> Der gerade Embryo besitzt zwei Keimblätter (Kotyledone).<ref name="WAF" />

Datei:Starr 060810-8542 Cissus verticillata.jpg
Cissus verticillata als invasive Pflanze in Hawaii

Ökologie[Bearbeiten]

Einige Cissus-Arten (beispielsweise Cissus discolor, Cissus nodosa, Cissus quadrangularis, Cissus repens, Cissus rotundifolia, Cissus verticillata) sind invasive Pflanzen in manchen Gebieten der Welt.<ref name="PIER" />

Die sukkulente Art Cissus subaphylla

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 117.<ref name="biodiversitylibrary" /> Typusart ist Cissus vitiginea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="Tropicos" /><ref name="GRIN" /> Der Gattungsname Cissus leitet sich vom griechischen Wort κισσος (kissos) für Efeu ab.

Die Gattung Cissus gehört zur Unterfamilie Vitoideae innerhalb der Familie der Vitaceae.<ref name="GRIN" />

Das weite natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung Cissus umfasst hauptsächlich tropische Gebiete in Asien und Australien, Afrika und der Neotropis. In China kommen 15 Arten vor, zwei davon nur dort.<ref name="FoC" /> In Australien sind etwa 14 Arten beheimatet, sieben davon nur dort.<ref name="NSWFo" />

Es gibt etwa 350 Cissus-Arten, hier eine Auswahl mit den in China und Australien vorkommenden Arten:<ref name="FoC" />

Datei:Cissus rhombifolia.jpg
Cissus alata wird als Zimmerpflanze verwendet.

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Cissus-Arten (meist Cissus alata und Cissus antarctica sowie ihre Ausleseformen) werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten<ref name="Botanica" /> sowie in Räumen verwendet.

Von einigen Cissus-Arten werden Pflanzenteile gegessen.<ref name="Grubben2004" />

Datei:Cissus primaeva , vitacée.jpg
Cissus primaeva, ein Fossil im Travertin aus Sézanne in Frankreich

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Cissus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN">

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.

</ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung Linné 1753 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Botanica"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, Cissus darin Seite 229–230. </ref> <ref name="FoC"> Hui Ren, Jun Wen: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2007, ISBN 978-1-930723-64-1. Cissus., S. 184 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="NSWFo"> C. Gardner, T. A. James: Cissus in der New South Wales Flora Online. </ref> <ref name="WAF">H. R. Coleman, 2008: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Eintrag in der Western Australian Flora. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Oktober 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/florabase.dec.wa.gov.au</ref> <ref name="PIER"> Cissus-Arten bei Pacific Island Ecosystems at Risk project = PIER. </ref> <ref name="Grubben2004"> Gerardus J. H. Grubben (Hrsg.): Vegetables in Plant resources of tropical Africa, Band 2, PROTA-Verlag, 2004. ISBN 978-90-5782-147-9: Google-Books-online., Cissus-Arten darin Seite 183–185. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Cissus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien