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Claudia Nothelle

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Claudia Nothelle (* 13. Februar 1964 in Unna)<ref name="MP" /> ist eine deutsche Journalistin, ehemalige Chefredakteurin des RBB Fernsehens und bis Ende 2016 Programmdirektorin beim Rundfunk Berlin-Brandenburg. Seit 2017 ist sie Professorin für Fernseh-Journalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Seit November 2021 ist sie Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Leben[Bearbeiten]

Nothelle verbrachte ihre Kindheit und Jugend bei Köln. Sie studierte nach dem Abitur katholische Theologie, Germanistik und Pädagogik an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Von 1984 bis 1986 hatte sie ein Stipendium des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses in München, wo sie eine studienbegleitende journalistische Ausbildung machte. 1988 absolvierte sie das 1. Staatsexamen und 1993 wurde sie über das Thema Zwischen Pop und Politik: zum Weltbild der Jugendzeitschriften „Bravo“, „ran“ und „Junge Zeit“ an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zum Dr. phil. promoviert.<ref name="MP">Kurzbiografie auf der Internetseite der Berliner Morgenpost, 7. Januar 2007</ref> Journalistisch war sie für Regionalzeitungen in Köln, Dortmund und Frankfurt tätig. Außerdem arbeitet sie im Studio Konstanz des Südwestfunks und war bei der Viola Film in Ottobrunn beschäftigt.

Von 1992 bis 2006 war Claudia Nothelle beim MDR Fernsehen. Bis 1995 war ihr Tätigkeitsbereich das Landesfunkhaus Thüringen in Erfurt, danach die Redaktion Inland, wobei sie auch beim Politmagazin Fakt mitarbeitete. Für die Redaktion von ARD-aktuell war sie von 1998 bis 2002 in Dresden und Leipzig aktiv, ferner war sie regelmäßig im ARD-Studio Neu-Delhi beschäftigt und wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2001 als Reisekorrespondentin in Pakistan und Afghanistan eingesetzt.<ref name="MP" /> Als Korrespondentin des MDR im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin war sie von 2003 bis 2006 tätig.

Ab 2006 war Nothelle beim Rundfunk Berlin-Brandenburg beschäftigt. Im November 2006 trat sie die Nachfolge von Petra Lidschreiber als Chefredakteurin des RBB Fernsehens an.<ref name="MP" /> In dieser Position arbeitete sie bis Mai 2009 und fungierte parallel dazu von 2008 bis 2009 als Fernsehdirektorin des RBB. Im Mai 2009 wurden die Fernsehdirektion und die Hörfunkdirektion zur multimedialen Programmdirektion, deren Leitung sie übernahm, zusammengelegt. Sie trug damit als einzige Programmdirektorin eines ARD-Senders mit eigenem Fernsehprogramm Verantwortung für die sechs Hörfunkprogramme des RBB, das RBB Fernsehen sowie die journalistischen Anteile des Internetauftritts und den Videotext des RBB. Im Dezember 2013 wurde ihre Amtszeit vom Rundfunkrat um fünf Jahre bis 2019 verlängert.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Medien: Claudia Nothelle bleibt rbb-Programmdirektorin (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Dezember 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.focus.de, Focus, 5. Dezember 2013</ref> Im Dezember 2016 endete ihre Tätigkeit auf eigenen Wunsch.<ref>Artikel in Medienkorrespondenz, 2. Dezember 2016</ref> Als Claudia Nothelle Ende 2016 ging, stand das RBB-Fernsehen beim Marktanteil im eigenen Sendegebiet auf dem letzten Platz aller Dritten Programme der ARD. Es gab damals heftige programmliche Kritik, dass der Sender den Anschluss an das jüngere Publikum verloren und den digitalen Wandel verschlafen habe – was letztlich auch ein Grund für den damaligen radikalen Kurswechsel unter der neuen Intendantin Schlesinger war. Ausgerechnet die Verträge, die unter Nothelles schwacher Performance mit dem rbb geschlossen wurden, haben sich durch die Urteile der Arbeitsgerichte als rechtlich absolut wasserdicht erwiesen. Das Geld fließt weiter. Nothelle erhält bis zu ihrem Lebensende ein hohes Ruhegehalt in Höhe von monatlich 8.437 Euro vom RBB auf Kosten der Gebührenzahler. Sie selbst verweigert Informationen dazu mit Verweis auf eine Verschwiegenheitsklausel.<ref>Ulrich Kraetzer: Öffentlicher Rundfunk: Lebenslange Ruhegelder für RBB-Chefs kosten Beitragszahler Millionen. 13. Dezember 2022, abgerufen am 4. Mai 2025.</ref> Anfang 2024 klagte der RBB auf Rückgabe von Zahlungen aus dem Jahr 2020, da Leistungen ohne Gegenleistung sittenwidrig seien. Für den Zeitraum 2020 bis 2023 fordert der RBB insgesamt rund 400.000 Euro von der früheren Programmdirektorin zurück.<ref>Hagen Eichler: Öffentlich-rechtlicher Sender RBB verklagt Magdeburger Professorin. Abgerufen am 4. März 2024.</ref> Der rbb verlor Ende April 2025 vor dem Arbeitsgericht Berlin die Klage.<ref>Öffentlicher Rundfunk: RBB muss Ex-Direktorin mehr als 8000 Euro pro Monat zahlen – bis zur Rente. 29. April 2025, abgerufen am 4. Mai 2025.</ref> Die FAZ nannte im Mai 2025 die Summe von 8437 Euro Ruhegeld pro Monat.<ref>www.faz.net, Die Ruhegeld-Perversion, 3. Mai 2025, abgerufen am 4. Mai 2025</ref>

Sie ist seit dem Wintersemester 2017 Professorin für Fernsehjournalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Information auf der Seite der Hochschule Magdeburg-Stendal (Memento vom 4. April 2018 im Internet Archive)</ref> Hier bezieht sie – zusätzlich zum genannten Ruhegeld – eine Vergütung in Höhe von rund 7000 Euro (Besoldungsgruppe W2)<ref>Vicky Bargel, René Pfister, Anton Rainer: (S+) Krise bei ARD und ZDF: Sind die noch zu retten? In: Der Spiegel. 15. November 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 16. November 2025]).</ref>

Datei:Das aktuelle Präsidentium des ZdK. Birgit Mock, Thomas Söding, Präsidentin Irme Stetter-Karp, Claudia Nothelle, Generalsekretär Marc Frings und Wolfgang Klose.jpg
Das aktuelle Präsidium des ZdK: Birgit Mock, Thomas Söding, Präsidentin Irme Stetter-Karp, Claudia Nothelle, Generalsekretär Marc Frings und Wolfgang Klose

Nothelle ist Vorsitzende des Aufsichtsrats des Instituts für publizistische Ausbildung,<ref>Unsere Gremien. Institut für publizistische Ausbildung, abgerufen am 14. Dezember 2025.</ref> Vorsitzende des Kuratoriums der Berliner Krebsstiftung,<ref>Kuratorium auf der Internetseite der Berliner Krebsstiftung</ref> Mitglied im Beirat der Harold Bob Stiftung,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Beirat (Memento vom 7. Januar 2016 im Internet Archive) auf der Internetseite der Harold Bob Stiftung</ref> Jurymitglied für den Medienpreis Politik des Deutschen Bundestags<ref>Jury auf der Internetseite des Deutschen Bundestags</ref> und zugewähltes Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.zdk.de: Mitglieder/Einzelpersönlichkeiten (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Februar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zdk.de, abgerufen am 24. Februar 2017.
Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig ZdK-Wahl: Diese 27 Kandidaten wurden ins Katholikenkomitee gewählt.] Zentralkomitee der deutschen Katholiken, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. April 2021.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Am 19. November 2021 wurde sie zur Vize-Präsidentin des ZdK gewählt. Sie nimmt als Mitglied der Synodalversammlung am Synodalen Weg, einer strukturierten Debatte innerhalb der römisch-katholischen Kirche in Deutschland, teil.

Die Theologin Ursula Nothelle-Wildfeuer ist ihre Schwester.<ref>Patrizia Wackers: Gespräch in der Huma-Einkaufswelt – „LebensRaum Kirche“ lud erstmalig zur Talkrunde ein. In: General-Anzeiger Bonn. 3. Juni 2019, abgerufen am 3. Juni 2019.</ref>

Schriften[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

  • 1991: Luftbrücke. Ministranten beten. Verlag Herder, Freiburg, ISBN 3-451-22289-2.
  • 1994: Zwischen Pop und Politik. Zum Weltbild der Jugendzeitschriften „Bravo“, „ran“ und „Junge Zeit“. Lit Verlag, ISBN 3-89473-812-X (Dissertation).

Beiträge[Bearbeiten]

  • 2013: Vorsicht Falle! Scripted Reality, retouchierte Fotos, Pseudonyme – Täuschung als medienethische Herausforderung. In: Communicatio Socialis, Bd. 46, Nr. 3–4: 432–442.<ref>[1]</ref>
  • 2015: Fernsehen und Kirche – Fünf Thesen zu einem schwierigen Verhältnis. In: Peter Klasvogt, Stefan Klug (Hg.): Europa – Wertegemeinschaft oder Wirtschaftsunion? Bonifatius Verlag Paderborn, S. 161–165.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Buch (Memento vom 7. Januar 2016 im Internet Archive) auf der Internetseite des Bonifatius Verlags</ref>
  • 2015: Eine Reifeprüfung für unser Land. Fernsehnutzung in Ost und West 25 Jahre nach der Wiedervereinigung. In: promedia – Das medienpolitische Magazin. Ausgabe November 2015, promedia Verlag Weimar.<ref>Heft 11/2015 auf der Internetseite des promedia Verlags.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Claudia Nothelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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