Coke-Bottle-Linie
Die Coke-Bottle-Linie war ein in den späten 1960er Jahren und frühen 1970er Jahren verbreitetes Gestaltungsmittel des Automobildesigns. Namensgeber ist die Coca-Cola-Konturflasche, die auf der Seite liegend eine Wölbung aufweist.<ref name=YouTube/> Dieses Design wurde zuerst im Flugzeugbau angewandt, wo es als Konsequenz der u. a. von Dietrich Küchemann entdeckten Flächenregel auch als „Küchemann's Coke bottle“ (Küchemannsche Colaflasche) bekannt wurde.<ref></ref> Andere Bezeichnungen dafür sind Wespentaille oder Marilyn-Monroe-Form.<ref name=Algeo146/><ref name=Heversi/>
Ebenso wie Heckflossen, Dagmar Bumpers und die Knudsen-Nase ist die Coke-Bottle-Linie eine Ikone einer bestimmten Designära.
In den USA[Bearbeiten]
Nach dem Abklingen der Heckflossenära, die vom Design der Jetflugzeuge inspiriert war, galten in den 1960er Jahren Überschallflugzeuge als Designvorbilder.<ref name=CokebottleDesign/>
In den USA machte der von Raymond Loewy entworfene Studebaker Avanti 1962 den Anfang. Die Pontiac-Modelle von 1962 hatten bereits dieses Designmerkmal übernommen. Eines der besten Designbeispiele für die Coke-Bottle-Linie ist der Buick Riviera von 1963. Im Chevrolet Corvette der dritten Generation (1967) wurde die Cola-Flasche-Formgebung jedoch mit vollem Nachdruck übernommen. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren wurde die Coke-Bottle-Linie zugunsten glatter Linien aufgegeben.
In Europa[Bearbeiten]
In Europa wurde die Coke-Bottle-Linie von den europäischen Divisionen von Ford und General Motors eingeführt. Wie schon bei vergangenen Designtrends wurde aber hier die Coke-Bottle-Linie im Vergleich zu den USA in abgeschwächter Form übernommen.
Europäische Beispiele für die Coke-Bottle-Linie sind der Opel Rekord C,<ref name=CokebottleDesign/> der Opel Commodore A, der Opel GT, der Ford Cortina TC und der Vauxhall Victor.
In Japan[Bearbeiten]
Die Coke-Bottle-Linie wurde von der japanischen Autoindustrie intensiv aufgegriffen. Beispiele sind der Suzuki Fronte und der Nissan Gloria.
Moderne Beispiele[Bearbeiten]
In den 2010er Jahren wird die Coke-Bottle-Linie bei bestimmten Fahrzeugen wieder zitiert, beispielsweise dem Nissan Juke.
Galerie[Bearbeiten]
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Ford Cortina Mk III
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Vauxhall Victor FD
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Opel Rekord C
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Corvette C3 Coupé
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Studebaker Avanti
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Buick Riviera
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Suzuki Fronte 360
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Datsun 120Y Limousine
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Nissan Gloria
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Nissan Juke
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Ford Falcon XB
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Mazda RX-3
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Mitsubishi Lancer A70
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Ford Capri Mk I
Motorsport[Bearbeiten]
Die wohl kompromissloseste Umsetzung der Coke-Bottle-Linie findet sich beim Ferrari 641 aus dem Jahr 1990, der in der Fachpresse öfters als „einer der schönsten F1-Rennwagen aller Zeiten“ bezeichnet wurde.<ref>Philipp Schajer: Die schönsten Autos der F1-Geschichte. 18. Dezember 2020, abgerufen am 22. Februar 2024.</ref><ref>The best-looking F1 cars of all time (list) | GRR. Abgerufen am 22. Februar 2024.</ref><ref>https://www.topgear.com/car-news/classic/top-gears-coolest-racing-cars-ferrari-641</ref> Wegen der ansprechenden Formgebung wurde ein von Alain Prost gefahrenes ausgemustertes Exemplar des Typ641 dem Museum of Modern Art (MoMa) in New York überlassen und dort ausgestellt.<ref>Paul Horrell: FERRARI AT MOMA. Ferrari Magazine, 15. November 2017, abgerufen am 20. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>MoMA The Museum of Modern Art: #ArtSpeaks Pamela Popeson on Ferrari. In: MoMA The Museum of Modern Art. Facebook, 17. April 2018, abgerufen am 23. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Auch der McLaren M20, ein Sportwagen-Prototyp, der von McLaren für die Can-Am-Saison 1972 eingesetzt wurde, weist in der Seitenansicht eine deutliche Coke-Bottle-Linie auf.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name=YouTube>Classic Car Insurance: History of 'Coke-bottle' Styling. YouTube. Abgerufen am 7. Dezember 2016.</ref> <ref name=Algeo146>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Fifty Years Among the New Words: A Dictionary of Neologisms, 1941-1991.] Cambridge University Press, , S. 146, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> <ref name=Heversi>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Richard T. Whitcomb Is Dead at 88; Revolutionized the Design of Jet Aircraft.] In: The New York Times. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> <ref name=CokebottleDesign>Inhalt. cokebottle-design.de. Abgerufen am 7. Dezember 2016.</ref> </references>