Collundtspark
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Gut“ ist nicht vorhanden. Collundtspark (auch kürzer: Collundspark; seltener: Collundtsgarten) ist ein Park in der Stadt Flensburg, im Stadtbezirk Duburg, der in einem Hangbereich, oberhalb der Flensburger Innenstadt, in einem Bereich des Straßendreieckes Schloßstraße, Duburger Straße und Norderstraße liegt.<ref name="A">Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 2009, Artikel:Collundtspark</ref><ref name="B">Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 254.</ref>
Hintergrund[Bearbeiten]
Der Collundtspark wurde vermutlich ursprünglich in der Zeit des Barock angelegt.<ref name="A" /><ref name="B" /> Er soll eine Fläche von ungefähr 15 Hektar eingenommen haben.<ref name="C">Flensburger Projekte Heft 5. 25 Jahre Stadtsanierung Flensburg. Nördliche Altstadt, Objekt 19</ref><ref name="A" /> Südlich des Collundtsparks und der angrenzenden Schloßstraße lag in der Zeit des Barocks vermutlich noch der Schloßpark, der Niedergang befundenen Duburg.<ref name="C" /> Direkt unterhalb des Collundtsparks lag im Mittelalter die St.-Gertrud-Kapelle (vgl. St. Gertrud) mit dem zugehörigen Friedhof, welcher noch bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts existierte.<ref>Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Gertrud zu Flensburg, abgerufen am: 18. November 2018.</ref> In den 1840er Jahren wurde der Collundtspark als Sommergartenwirtschaft genutzt.<ref name="B" /> 1881/82 wurde am südlichen Zugang des Parks die Voigtschule errichtet. 1888 wurde das Gartenlokal im Park, die Collundtsche Gartenlaube, geschlossen.<ref name="A" />
Beim Collundtspark soll sich in der Zeit des Ersten Weltkrieges eine Brotfabrik namens „Viktoria“ befunden haben, welche 1917 von hungernden Menschen geplündert wurde.<ref>Führung in Flensburg: Geheimnisse der nördlichen Altstadt. In: Flensburger Tageblatt. 8. November 2017; abgerufen am: 18. November 2018.</ref><ref>Stadtgeschichte: Flensburg in den bitteren Jahren. In: Flensburger Tageblatt. 2. November 2009; abgerufen am: 24. November 2018.</ref> Bis 1920 befand sich der Collundtspark im Besitz der Schiffer- und Reederfamilie Lorenzen Collundts.<ref name="A" /> Im Jahr 1983 brannte die Collundtsche Gartenlaube ab.<ref name="A" /><ref name="C" /> 1985 wurde das heruntergekommene Parkgelände Teil eines Sanierungsgebietes.<ref name="C" /> 1991/92 wurde der heruntergekommene Park unter dem Aspekt der ökologischen Stadtsanierung neu gestaltet.<ref name="A" /><ref name="C" /> Ziel der Parksanierung war es insbesondere, die Aufenthaltsqualität des Parks für umliegende Anwohner zu steigern.<ref name="C" /> Fundamente und Kellergeschossreste, die ungefähr hundert Jahre alt sein sollen, wurden offensichtlich zu einer modernen Kunstruine umgestaltet, welche Assoziationen zu Burgruinen wecken sollen.<ref name="A" /><ref name="C" />
Vom ursprünglich größeren Park blieb bis heute die Kernfläche mit einer Fläche von 0,8 Hektar erhalten,<ref name="C" /> welche am Rande des Gertrudenviertel liegt.<ref>Satzungsentwurf Bürgerbeteiligung Anl HA-68-2014 - SPD-NET-SH, abgerufen am: 18. November 2018 und Planethome. Immobilien. Flensburg 2017/2018, S. 5, abgerufen am: 18. November 2018.</ref> Der erhaltene Park ist damit erheblich kleiner als der größte Park der Stadt, der Volkspark und dennoch größer als der kleinste Park der Stadt, der Fleno-Park. Das Wegenetz des Parks reicht heute von der Schloßstraße bis zur Duburger Straße. (Die Wegergänzung zur Duburger Straße erfolgte 2007/2008.<ref>Flensburg. Freizeitangebote. Christiansenpark, abgerufen am: 10. November 2019</ref>) Das Parkgelände beherbergt verschiedene Bäume und Sträucher. Seltene oder exotische Pflanzen aus früherer Zeit sind nicht erhalten geblieben. Heutzutage befindet sich der Collundtspark jedoch offensichtlich wieder in einem schlechten Zustand. Herumliegender Müll gefährdet die Bäume und die Naturflächen der Parkanlage.<ref>Grün in der Altstadt Flensburg: Skurrile Oase für Liebhaber. In: Flensburger Tageblatt. 27. Juli 2018; abgerufen am: 18. November 2018.</ref>
-
Zugang zum Collundspark von der Schloßstraße aus (2013)
-
Geheweg des Collundtspark (2013)
-
Gründfläche des Collundtspark (2013)
-
Ruinenbau im Collundspark (2013)
-
Ruinenbau aus einer weiteren Perspektive (2013)
-
Weiterer Zugang zum Park von der Nordseite (2013)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
Koordinaten: 54° 47′ 40,7″ N, 9° 25′ 47,5″ O
{{#coordinates:54,794633|9,42985|primary
|dim=
|globe=
|name=
|region=DE-SH
|type=landmark
}}