Commiphora myrrha
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| Commiphora myrrha | ||||||||||||
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| Datei:Commiphora myrrha - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-019.jpg
Illustration aus Köhler's Medizinal-Pflanzen - Myrrhe - Commiphora myrrha: A) Teil eines beblätterten Astes in natürlicher Größe; B) Zweigende mit Früchten, desgl.; 1 Blatt, vergrößert; 2 männliche Blüte von Bals. Ehrenbergianum, nach Berg, desgl.; 3 weibliche Blüte derselben Art, gleichfalls nach Berg, desgl.; 4 und 5 Frucht, natürl. Größe. | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Commiphora myrrha | ||||||||||||
| (T.Nees) Engl. |
Commiphora myrrha ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae). Die ursprüngliche Heimat ist das nordöstliche Kenia, das östliche Äthiopien, Dschibuti, Somalia und auf der arabischen Halbinsel Oman sowie Jemen.<ref name="GRIN" /> Aus ihrem Harz wird Myrrhe als aromatisches Gummiharz gewonnen.
Beschreibung[Bearbeiten]
Erscheinungsbild, Borke, Harz und Blatt[Bearbeiten]
Commiphora myrrha wächst als laubabwerfender, stämmiger, dorniger Strauch oder kleiner Baum mit knorrigen Ästen, meist mit nur einem kurzen Stamm und erreicht Wuchshöhen von bis zu 4 Meter. Die äußere silbrige, weißliche oder bläulich-graue, glatte Borke schält sich in großen pergamentartigen Stücken ab und die grünere untere, glatte Borke wird sichtbar. Aus den flüssigen, kaum duftenden Exsudaten entsteht ein hartes, durchscheinendes, gelbliches Gummiharz.<ref name="WAFT" />
Die zu mehreren an Lang- und Kurztrieben zusammen stehenden, ledrigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel 1 bis 10 mm lang. Die Blattspreite ist dreizählig, mit einem großen Endblättchen und mit zwei kleineren bis winzigen seitlichen Blättchen, oder auf das Endblättchen reduziert. Die ledrigen Fiederblätter sind gräulich-grün bis blau-grün und sehr variabel in Größe und Form. Die Fiederblättchen können bei einer Länge von 6 bis 44 mm und einer Breite von 3 bis 20 mm elliptisch, spatelförmig oder lanzettlich sein mit spitz zulaufender, herzförmiger, gerundeter oder gestutzter Basis und gerundetem oder spitzem oberen Ende. Die Blattränder sind glatt oder gezähnt. Es sind drei bis vier nur schwach erkennbare Blattadern vorhanden.<ref name="WAFT" />
Blütenstand, Blüte, Frucht und Samen[Bearbeiten]
Die Blütezeit liegt kurz vor der Regenzeit. Commiphora myrrha ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch) und metagyn (die männlichen Blüten reifen zuerst). Die eingeschlechtigen, gelblich-grünlichen Blüten sind vierzählig. Zwei bis vier männliche Blüten stehen über jeweils einem hellbraunen, sehr kleinen Deckblatt in dichasialen, zymösen Blütenstand zusammen. Die Blütenstandsachse ist oft spärlich drüsig behaart. Ihr etwa 4 mm langer, rötlicher und vierspitziger Blütenboden ist kelch-, becherförmig. Ihre vier Kronblätter sind bei einer Länge von etwa 4,5 mm und einer Breite von etwa 1,5 mm länglich und am oberen Ende bespitzt.<ref name="WAFT" />
Ein oder zwei glatte, grünlich-rötliche Steinfrüchte<ref>Shahina A. Ghazanfar: Handbook of Arabian Medicinal Plants. CRC Press, 1994, ISBN 0-8493-0539-X, S. 65.</ref><ref>Mohamed Neffati, Hanen Najjaa, Ákos Máthé: Medicinal and Aromatic Plants of the World - Africa. Vol. 3, Springer, 2017, ISBN 978-94-024-1119-5, S. 56.</ref> stehen auf einem Stiel zusammen. Die bei einer Länge von etwa 12–16 mm und 6–8 mm Breite<ref>Desmond Mahony: Trees of Somalia. Oxfam, 1991, 1994, ISBN 978-0-8559-8109-9, S. 41.</ref> eiförmigen und abgeflachten Früchte sind geschnäbelt. Wenn die Früchte reif sind zerfallen sie in zwei Teile und geben den Blick auf den einzigen Samen frei. Die braunen, 6–9 mm langen Samen besitzen ein oranges, leuchtend gefärbtes, fleischiges, glattes Anhängsel, auch Pseudoarillus genannt.<ref name="WAFT" />
Vorkommen[Bearbeiten]
Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht vom nordöstlichen Kenia über das östliche Äthiopien, Dschibuti und Somalia bis auf der arabischen Halbinsel in den Oman sowie nach Jemen.<ref name="GRIN" />
Commiphora myrrha kommt meist in offenen Acacia-, Commiphora-Buschland vor. Er wächst meist in flachen Böden hauptsächlich über Sandstein. Commiphora myrrha gedeiht in Höhenlagen zwischen 250 und 1300 Meter bei Jahresniederschlagsmengen von 230 bis 300 mm.<ref name="WAFT" />
Taxonomie[Bearbeiten]
Die Erstbeschreibung erfolgte 1828 unter dem Namen (Basionym) Balsamodendrum myrrha durch Theodor Friedrich Ludwig Nees von Esenbeck in Plantae Medicinales oder Sammlung offizineller Pflanzen, 1, Tafel 357. Die Neukombination zu Commiphora myrrha wurde 1883 durch Heinrich Gustav Adolf Engler in Alphonse Pyrame de Candolle und Anne Casimir Pyrame de Candolle: Monographiae Phanerogamarum, Band 4, S. 10<ref name="biodiversitylibrary" /> veröffentlicht.<ref name="tropicos" /> Weitere Synonyme für Commiphora myrrha (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.T.Nees) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl. sind: Commiphora molmol (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl.) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl., Commiphora myrrha var. molmol Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl.<ref name="GRIN" /> Als Stammpflanze der Myrrhe gilt Commiphora abyssinica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl.<ref>www.pschyrembel.de.</ref>
Der Gattungsname Commiphora ist von den latinisierten Formen der altgriechischen Wörter κόμμι (kómmi) ‚Gummi‘ und φορός (phorós) ‚tragend‘ abgeleitet und bezieht sich auf die von den meisten Vertretern der Gattung ausgeschiedenen aromatischen Gummiharze.<ref name="WAFT" />
Literatur[Bearbeiten]
- Datenblatt bei AgroForestryTree Database (PDF; 172 kB) (Abschnitte Beschreibung, Nutzung und Vorkommen).
Weblinks[Bearbeiten]
- Datenblatt bei African Plant Database des CJB.
- W. Arnold: Datenblatt bei Heilpflanzen.
- Datenblatt bei medizinalpflanzen.de.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WAFT"> Datenblatt bei AgroForestryTree Database (PDF; 172 kB).</ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="tropicos"> Commiphora myrrha bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Neukombination eingescannt bei biodiversitylibrary.org.</ref> </references>
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