Companies House
Das Companies House führt das Handelsregister im Vereinigten Königreich und bietet einen umfangreichen Onlineservice durch das Portal gov.uk.<ref>Companies House. 30. April 2026, abgerufen am 3. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es handelt sich dabei – anders als in Deutschland – nicht um ein Gericht, sondern um eine dem Wirtschaftsministerium unterstellte Verwaltungsbehörde mit Hauptsitz in Cardiff und Filialen in London, Edinburgh und Belfast.<ref>Office access and opening times. In: Gov.uk. Abgerufen am 3. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Aufgabe des seit 1844 bestehenden Companies House ist die Eintragung (Gründung) und Löschung von Gesellschaften nach britischem Recht ins Register. Companies House prüft und speichert zudem meldepflichtige Informationen der Gesellschaften, wie z. B. die Shareholder, und stellt sie der Öffentlichkeit zur Einsichtnahme zur Verfügung.
Für Gesellschaften in England und Wales ist die Hauptverwaltung in Cardiff oder die Filiale in London und für schottische Gesellschaften ausschließlich die Filiale in Edinburgh zuständig.<ref>companieshouse.gov.uk: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Company Formation – GBF1 ( vom 30. Juli 2012 im Webarchiv archive.today) (englisch)</ref>
Gesellschaftsformen[Bearbeiten]
Zu den typischen Gesellschaftsformen zählen:
- Limited Company (Abgekürzt: Ltd, seltener LTD)
- Public Limited Company (Abgekürzt: Plc, plc oder PLC)
- Limited Liability Partnership (Abgekürzt: LLP)
- Limited Partnership (Abgekürzt: LLP)
Kontroversen[Bearbeiten]
Wirtschaftsminister Vince Cable öffnete 2011 die Registrierung bei Companies House für nicht authentifizierte, private Internetnutzer. Damit wurde es möglich, Firmen mit einem ähnlichen Aufwand zu gründen, wie zum Erstellen eines Kontos in Sozialen Medien nötig ist. Die gemachten Namensangaben werden nach Recherchen des Guardian vom Juli 2019 nicht verifiziert, so dass Privatleute unter falschem Namen Firmen gründen, mit diesen Firmen dann Bankkonten eröffnen und Geschäfte tätigen können. Damit wurde das Vereinigte Königreich beliebt bei Geldwäschern und Betrügern, die ihre wahre Identität mit Hilfe des Companies House von ihren Bankgeschäften abkoppeln und sich so einer Strafverfolgung entziehen können. Dazu gilt eine Firmenadresse im Vereinigten Königreich als glaubwürdiger als eine Adresse in bekannten Steueroasen, was insbesondere Betrügern hilft. Schlüsselbeteiligte im Geldwäscheskandal um die Danske Bank haben etwa ihre Identität über das Companies House erfolgreich versteckt. Ernsthafte Maßnahmen zum Abstellen dieser Missstände wurden von der Politik im Vereinigten Königreich auch nach Jahren nicht ergriffen.<ref></ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />