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Constantin Luser

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Datei:Constantin Luser.jpg
Constantin Luser

Constantin Luser (* 1976 in Graz) ist ein österreichischer Grafiker, der in Wien und Graz lebt und arbeitet.

Leben[Bearbeiten]

Constantin Luser besuchte von 1988 bis 1995 das Akademische Gymnasium Graz, anschließend studierte er von 1995 bis 1999 an der Fachhochschule Graz Industrial Design, an der Akademie der Bildenden Künste in Wien Konzeptuelle Kunst bei Renée Green und Marina Grzinic (1999–2001) und an der Universität für Angewandte Kunst in Wien Visuelle Medien bei Brigitte Kowanz (1999–2004).

Werk[Bearbeiten]

Die Zeichnungen von Constantin Luser sind grafische Umsetzungen von Gedanken, technisch komplexe, mit vielen Ebenen aus Worten, Chiffren, Symbolen, abstrakten und figurativen Elementen versehene Systeme. Constantin Lusers visuelle Referenz zur Computergraphik schafft einen inhaltlichen Bezug zur digitalen Informationsverarbeitung und fällt auf durch eine feine und genaue Strichführung, welche Ebenen definiert, Strukturen erarbeitet, Verhältnisse festlegt und Orientierung ermöglicht.

Er hatte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. 2023 wurde im Parlamentsgebäude Wien seine Arbeit „Demokratietrompete, Fries mit Horn und Waage“ als permanente Installation umgesetzt.<ref>In situ – Kunstwerke vor Ort. Parlament Österreich, abgerufen am 15. Februar 2023.</ref>

Die „Drahtografie“ bezeichnet ein von Constantin Luser neu entwickeltes grafisches Druckverfahren und zugleich eine Werkgruppe innerhalb seines künstlerischen Schaffens. Sie erweitert seine Auseinandersetzung mit der Linie um eine materielle und räumliche Dimension. Bei dem Verfahren wird ein Draht verwendet, um zunächst einen "Prägedruck"<ref>Irena du Bois-Reymond: Die graphischen Künste. Geschichte. Techniken. Gattungen. Hauptmeister. ECON Taschenbuchverlag, Düsseldorf 1983, ISBN 3-612-10019-X, S. 202.</ref> zu erzeugen. Der Draht wird dabei jedoch direkt in das Papier eingedrückt und bleibt von diesem umschlossen. So entsteht eine Arbeit, die zwischen zweidimensionaler Grafik und räumlicher Struktur angesiedelt ist. Luser beschreibt das Verfahren als eine „Rückführung von der Raumzeichnung in die Zweidimensionalität“<ref>Ursula Drahoss: Constantin Luser. Form, Klang & Stille. Hrsg.: Ursula Drahoss, Johan Holten. Verlag für moderne Kunst, Wien 2025, ISBN 978-3-99153-213-2, S. 41.</ref>. Eine Raumzeichnung bezeichnet bei Constantin Luser eine „Drahtskulptur“<ref name=":0">Roman Schneeberger: Constant in Luser. Universum eines zeitgenössischen Künstlers. In: resolver.obvsg.at. Karl-Franzens-Universität Graz, 2014, abgerufen am 24. August 2026 (deutsch).</ref>, also eine aus geformtem Draht bestehende Skulptur, die mithilfe einer Schnur von der Decke abgehängt wird und dadurch frei im Raum schwebt. Als Material verwendet Luser Draht, den er zu zeichnerisch wirkenden Formen gestaltet. Die Formen weisen einen individuellen, handschriftlichen Charakter auf, der in der kunstwissenschaftlichen Literatur als charakteristisch für Lusers Arbeitsweise beschrieben wird.<ref name=":0" />

Anerkennungen[Bearbeiten]

Einzelausstellungen, Installationen, Projekte[Bearbeiten]

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  • 2000 rec, Lichtinstallation auf der Fassade der Universität für angewandte Kunst Wien
  • 2000 transpackaging, Kulturzentrum Minoriten, Graz
  • 2001 beforum, Forum Stadtpark, Graz
  • 2002 systa.more, Steirischer Herbst, Neue Galerie Studio, Graz, (Catalogue)
  • 2003 Lichtschreibmaschine/lighttypingwriter, Real Utopia, rotor, Graz
  • 2004 4/4 kunst bei wittmann, Wien
  • 2005 Sleeping Longer, Art Unlimited, Basel
  • 2005 Videoclip Speakeasy, Pumali Panthers feat. Tania Saedi
  • 2006 mind mapping, Austrian Cultural Forum, London
  • 2007 Alles klar? Zeitgenössische Kunst aus Ägypten, Salzburger Kunstverein, Salzburg
  • 2008 Handlungswolken, Augarten Contemporary, Belvedere, Wien
  • 2010 Seismograd, Städtische Museen, Kunstsammlung Jena
  • 2013 Uno Giro, Gironcoli Museum, Herberstein
  • 2016 Musik zähmt die Bestie, Kunsthaus Graz, Graz
  • 2017 Symetron, Büro Weltausstellung, Wien
  • 2019 Grand Kobel, Taubenkobel Pop Up, Wien
  • 2020 Seegewohnheiten, Bildraum Bodensee, Bregenz (AT) 2019
  • 2021 Sound of Brass, Das Muth, Wien

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

<references />

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