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Constantin Seibt

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Datei:Constantin Seibt 2014.jpg
Constantin Seibt auf der re:publica 2014

Constantin Seibt<ref name=":0">Tagesregister-Nr. 14399 vom 21.04.2017 / CHE-256.391.251 / 03486203. In: Handelsamtsblatt. Schweizerisches Handelsamtsblatt, 17. April 2017, abgerufen am 24. August 2023.</ref> (bürgerlich: Herbert Werner Constantin Seibt<ref name=":0" />; * 20. Februar 1966 in Frankfurt am Main<ref>Constantin Seibt. In: theodor-schmid-verlag.ch, abgerufen am 2. Mai 2011</ref>) ist ein Schweizer Journalist und Autor.

Leben[Bearbeiten]

Seibt wurde 1966 in Frankfurt am Main als Sohn deutscher Eltern geboren. Als er zwei Jahre alt war, siedelte die Familie in die Schweiz um.<ref name="radio1" /> Später nahm Seibt die schweizerische Staatsbürgerschaft an.<ref name="secondo" /> Seibt wuchs in Bassersdorf auf und besuchte die Kantonsschule Rychenberg in Winterthur. Es folgte ein Germanistikstudium an der Universität Zürich, das er abbrach. Bei den Parlamentswahlen 1999<ref>Wahlergebnis Nationalratswahlen 1999. In: admin.ch, abgerufen am 31. Dezember 2011</ref> und 2003<ref>Wahlergebnis Nationalratswahlen 2003. In: admin.ch, abgerufen am 31. Dezember 2011</ref> kandidierte Seibt auf der Alternativen Liste für den Nationalrat, wurde aber nicht gewählt.

Seibt ist Vater einer Tochter (* 2009)<ref name="radio1">@1@2Vorlage:Toter Link/www.radio1.chSendung Doppelpunkt. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) Roger Schawinski im Gespräch mit Constantin Seibt. In: Radio 1 vom 6. Mai 2012 (MP3; 51,20 MB)</ref> und eines weiteren Kindes<ref>Nick Lüthi: Christof Moser: «Ich bin bereit, Erwartungen zu enttäuschen.» Zu Seibt: "Jetzt ist er auch noch Vater geworden und ist in die Kinderbetreuung eingespannt." In: Medienwoche. 21. März 2019, abgerufen am 26. Juli 2026.</ref>. Er lebt in Zürich.<ref name="secondo">Constantin Seibt: Bekenntnisse eines deutschen Secondo. In: Tages-Anzeiger vom 10. Februar 2010</ref>

Journalismus[Bearbeiten]

Seibt war Redaktor und Kolumnist bei der Unizeitung Zürcher StudentIn, veröffentlichte einen Krimi und arbeitete als freier Journalist, so für die Werbewoche und mit seiner Very-Short-Story-Kolumne für das Basler Magazin. Auch schrieb er eine Literaturfälschungskolumne im NZZ Folio.<ref>Kolumnisten: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Wir lesen uns für Sie ins Zeug (Memento vom 23. März 2008 im Internet Archive), kurze biografische Angaben mit Foto. In: Nacht der Kolumnisten, 2005.</ref>

Von 1997 bis 2005 war Seibt Redaktor für Politik und Wirtschaft und Kolumnist bei der WOZ Die Wochenzeitung.<ref>Constantin Seibt: Macht und Machtkämpfe in der WOZ. In: WOZ-Online. Die Wochenzeitung, 5. Oktober 2006, abgerufen am 11. Juni 2019.</ref> Zu Beginn schrieb er dort hauptsächlich Kolumnen wie die «Familie Monster» sowie Artikel für den Kulturteil. Grosse Beachtung fanden seine Artikel über den als Toywar bekannten Rechtsstreit um Domainnamen.<ref>Constantin Seibt: Kunst besiegt Kommerz. Forget X-mas. Get online. Join E-War! (PDF; 25 kB) In: WOZ-Online. Die Wochenzeitung, 3. Februar 2000, abgerufen am 30. Mai 2012.</ref><ref>Constantin Seibt: Toywar II. (PDF; 23 kB) Kommerz- gegen Kunstgigant. In: WOZ-Online. Die Wochenzeitung, 8. Februar 2001, abgerufen am 30. Mai 2012.</ref> Ab 2001 zählte er zur Inlandredaktion, wo er eine zunehmend wichtige Rolle innehatte. Zwischen September 2004 und Dezember 2005 schrieb er regelmässig Kolumnen für die Weltwoche.<ref>https://web.archive.org/web/20140605051212/http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2006-01/artikel-2006-01-editorial.html</ref>

Im Januar 2006 wechselte er zum Tages-Anzeiger. Eines seiner ersten Themen beim Tages-Anzeiger als Reporter war die gerichtliche Aufarbeitung des Swissair-Grounding.<ref>Stefan Howald: Rezension – Swissair-Pleite. Unter Römern und anderen Helden. In: WOZ-Online. Die Wochenzeitung, 5. Oktober 2006, abgerufen am 31. Dezember 2011.</ref> Die gesammelten Artikel dazu wurden 2007 in Buchform als «Der Swissair-Prozess» veröffentlicht. Seibts zumeist wirtschaftspolitischen Kommentare und Analysen schlugen regelmässig hohe Wellen in den Online-Kommentarspalten, so etwa seine im August 2011 verfasste Analyse «Der rechte Abschied von der Politik»,<ref>Constantin Seibt: Der rechte Abschied von der Politik. [...] Ein Kommentar. In: Tages-Anzeiger Online. Tamedia/Newsnetz, 6. August 2011, abgerufen am 31. Dezember 2011.</ref><ref>Constantin Seibt: 101. Das Entsetzen der Konservativen. Ein Director’s Cut. In: – Katalog von allem. Departement für letzte Worte, 9. August 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Dezember 2011; abgerufen am 31. Dezember 2011.</ref> wo Seibt die Kapitalismus-Kritik des Konservativen Charles Moore rezipierte.<ref>Charles Moore: I'm starting to think that the Left might actually be right. In: The Telegraph. Telegraph Media Group Limited, 22. Juli 2011, abgerufen am 31. Dezember 2011 (englisch).</ref>

Von Mai 2012 bis Juli 2014 schrieb Seibt für seinen Blog namens Deadline auf tagesanzeiger.ch/Newsnet zum Thema «Journalismus im 21. Jahrhundert».<ref name="deadline1">Constantin Seibt bloggt für Newsnet. In: Tages-Anzeiger/Newsnet. 2. Mai 2012.</ref><ref>Blog Deadline auf tagesanzeiger.ch/Newsnet</ref> Einige der Artikel sind im November 2013 unter dem Titel Deadline – Wie man besser schreibt in Buchform erschienen.

Ende 2016 verliess Seibt den Tages-Anzeiger, um künftig, u. a. mit Christof Moser (Journalist) von der Schweiz am Sonntag, der seine Stelle als Bundeshausredaktor ebenfalls aufgab,<ref>Kaspar Surber: Die grosse Wette auf den Journalismus. In: WOZ Die Wochenzeitung. 6. Oktober 2016.</ref> für das eigene Start-up Republik tätig zu sein.<ref>Edith Hollenstein: Constantin Seibt verlässt den Tagi. In: persoenlich.com. 6. Oktober 2016.</ref> Am 13. Mai 2017 wurde die Crowdfunding-Kampagne für die Teilfinanzierung des Medien-Projekts «Project R» lanciert und schlug gemäss Schweizer Kampagnen-Experten innerhalb von 24 Stunden alle vorher in der Schweiz gekannten Crowdfunding-Rekorde, sodass die Republik noch am selben Tag offiziell gegründet werden konnte.<ref>Die «Republik» ist gegründet. In: Tages-Anzeiger, Tages-Anzeiger. 26. April 2017, ISSN 1422-9994 (tagesanzeiger.ch [abgerufen am 27. April 2017]).</ref><ref>Constantin van Lijnden: Project R: Ein Fläschchen Hoffnung. In: Die Zeit. 26. April 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 27. April 2017]).</ref> Das Online-Magazin Republik wurde im Jahr 2018 lanciert.

Preise[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • mit Michael Spittler: Das Un-Glück. Ein Schlüsselroman. Paranoia City Verlag, Zürich 1991, ISBN 3-90-752209-5.
  • mit Carmen Berchtold, Jürg Fischer: Das Buch Monster. 100 Fälle aus der Praxis der Familie Monster. WOZ, Zürich 1997, ISBN 3-906236-02-1 (Kolumnen aus der WOZ).
  • hrsg. mit Jürg Fischer: Der junge Schweizer Rabe (= Der Rabe. Nummer 54). Haffmans Verlag, Zürich 1998.
  • Bad News. Theodor-Schmid-Verlag, Zürich 1998, ISBN 3-90-656600-5 (Leseprobe).
  • Der Swissair-Prozess. Echtzeit, Basel 2007, ISBN 978-3-905800-04-3.
  • „Zeitverschwendung war für mich immer die grösste Quelle von Glück“. In: Ursula von Arx: Ein gutes Leben. 20 Begegnungen mit dem Glück. Kein & Aber, Zürich 2010, ISBN 978-3-0369-5563-6, S. 145–156.
  • Die Weltrevolution der Manager. In: Martin Heller, Gesa Schneider: Wir Manager! Alles im Griff? NZZ Libro, Zürich 2010, ISBN 978-3-03823-668-9.
  • Constantin, Alexander und Peter Seibt: Familienbande: Literaturfälschungen – Managementkolumnen – Fussballgeschichten. Stämpfli, Bern 2012, ISBN 978-3-7272-1292-5.<ref>Thomas Wyss: Wenn die Söhne mit dem Vater … Interview in: Tages-Anzeiger. Aktualisiert am 31. Mai 2012, abgerufen am 11. Juli 2012.</ref><ref>Constantin Seibt: Eigenwerbung – hier im Selbstversuch. In Tages-Anzeiger online/Newsnet. 25. Mai 2012, abgerufen am 11. Juli 2012.</ref>
  • Deadline – Wie man besser schreibt. Kein & Aber, Zürich 2013, ISBN 978-3-0369-5685-5.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Constantin Seibt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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