Corinna Spies
Corinna Spies (* 22. April 1950 in Hamburg; † 6. Juli 2026<ref>Traueranzeige in der Süddeutschen Zeitung vom 11./12. Juli 2026, S. 30.</ref>) war eine deutsche Journalistin und Moderatorin.
Leben[Bearbeiten]
Corinna Spies war die Tochter des Journalisten Walter Spies und der Dokumentarin Ingeborg Spies. Sie war die Großnichte der Opernsängerin Martha Blech-Frank. Mit zwei Brüdern wuchs sie in Hamburg auf und besuchte bis 1968 das Gymnasium in Gräfelfing in Oberbayern und anschließend die Lee-Mason-Sprachenschule im englischen Birmingham. Sie lebte in Oberbayern und hatte einen Sohn.
Tätigkeit als Journalistin[Bearbeiten]
Ab 1970 war Corinna Spies als Reporterin, Redakteurin und Moderatorin vorwiegend in Hörfunk und Fernsehen des Bayerischen Rundfunks in München tätig, zunächst für aktuelle Nachrichtenmagazine und Features im Radio- und TV-Programm sowie für die Berichterstattung in der Tagesschau und den Tagesthemen. Ab 1985 arbeitete Corinna Spies in der Redaktion Dokumentation/Feature des Bayerischen Fernsehens. Von 2001 bis 2015 übernahm Corinna Spies die Leitung der Redaktion Reportagen des Bayerischen Fernsehens und war unter anderem für die Reihe „Vor Ort – Die Reportage“ verantwortlich.
Corinna Spies war seit Gründung des Bildungskanals ARD-alpha 1998 (vormals BR-alpha) eine der Moderatorinnen der Gesprächsreihe „alpha-Forum“. Zu ihren Gesprächspartnern aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur gehörten unter anderen Hildegard Hamm-Brücher, Joachim Gauck, Udo Di Fabio, André Glucksmann und Rosemarie Fendel.<ref name="br-102">alpha-Forum: Hamm-Brücher, Hildegard. In: br.de. 30. November 2011, abgerufen am 5. Februar 2017.</ref><ref name="br-103">alpha-Forum: Gauck, Joachim. In: br.de. 1. Dezember 2011, abgerufen am 5. Februar 2017.</ref>
Von 1998 bis 2011 gehörte Corinna Spies in ehrenamtlicher Funktion dem Personalrat des Bayerischen Rundfunks an.
Gewerkschaftliche Tätigkeit[Bearbeiten]
Corinna Spies war von 1989 bis 2010 im Fachbereich Medien der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ehrenamtlich aktiv, zuletzt als stellv. Vorsitzende des Verbandes Bayern.<ref name="rundfunk-066881">Rundfunk. In: rundfunkfreiheit.de. Abgerufen am 5. Februar 2017.</ref> Ihre Themenschwerpunkte waren die innere Rundfunkfreiheit, Medienpolitik und Gleichstellung.
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 1974: Kurt-Magnus-Preis der ARD.<ref name="ard-641974">Chronik der ARD – Kurt-Magnus-Preise verliehen. In: web.ard.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 5. Februar 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- 2009: Verleihung der Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft durch den stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Martin Zeil.<ref name="merkur-540690">Besondere Verdienste um bayerische Wirtschaft. In: merkur.de. 26. November 2009, abgerufen am 5. Februar 2017.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- „Es bedarf einer gewissen Schere im Kopf“. In: Der Spiegel. Nr. 7, 1984, S. 38–52 (online).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Spies, Corinna |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Journalistin und Moderatorin |
| GEBURTSDATUM | 22. April 1950 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 6. Juli 2026 |