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Corippo

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Corippo
Datei:Corippo-coat of arms.svg
Wappen von Corippo
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton Tessin[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Verzasca
Gemeinde: Verzascai2
Postleitzahl: 6631
frühere BFS-Nr.: 5102
Koordinaten: 708017 / 121470Koordinaten: 46° 14′ 10″ N, 8° 50′ 20″ O; CH1903: 708017 / 121470
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  }}
Höhe: 566 m ü. M.
Höhenbereich: 416–2065 m ü. M.
Fläche: 7,73 km²
Einwohner: 9 (31. Dezember 2019)
Einwohnerdichte: 1 Einw. pro km²
Website: Corippo
Datei:Corippo, Verzascatal.JPG
Karte
Corippo (Schweiz)
Corippo (Schweiz)
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Datei:Karte Gemeinde Corippo 2016.png
Gemeindestand vor der Fusion am 18. Oktober 2020

Corippo ist eine Ortschaft im Verzascatal, die seit 2020 zur Gemeinde Verzasca gehört. Sie liegt im Kreis Verzasca, Bezirk Locarno, des Schweizer Kantons Tessin.

Der Dorfkern wurde 1975 unter Denkmalschutz gestellt und als beispielhaft ausgezeichnet.

Geographie[Bearbeiten]

Das Haufendorf liegt auf 566 m ü. M. im Taleinschnitt am rechten Ufer des Flusses Verzasca, am nördlichen Ende des Stausees Lago di Vogorno, 7 km nordwestlich der Station Gordola der Linie Bellinzona–Locarno der Gotthardbahn.

Geschichte[Bearbeiten]

Corippo wurde 1224 erstmals als Culipo erwähnt, 1822 wurde es eine unabhängige Gemeinde. Da die wichtigste Erwerbsquelle der Einwohner, die Viehhaltung, durch die Knappheit der landwirtschaftlichen Ressourcen eingeschränkt war, verringerte sich die Anzahl der ständigen Einwohner seit Mitte des 19. Jahrhunderts stetig.<ref name="falconi">Daniela Pauli Falconi: Corippo. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 15. November 2023, abgerufen am 17. Januar 2025. </ref>

Seit 1883 ist das Dorf durch eine Strasse erschlossen. Vorher wurde das Vieh über Saumpfade zum Überwintern in die Magadinoebene getrieben.

Die sich für die Erhaltung des Dörfchens einsetzende Fondazione Corippo 1975 plante – nach 40 Jahren vergeblicher Bemühungen, das Dorf als Erstwohnsitz attraktiver zu machen –, Corippo ab 2017 in ein Albergo diffuso<ref>Albergo diffuso auf wikivoayge.org</ref> umzuwandeln, in ein «verstreutes Hotel». Zuvor war die Idee eines REKA-Dorfs an den zu grossen benötigten Anpassungen gescheitert.<ref>Die kleinste Schweizer Gemeinde wird zum Hotel. Abgerufen am 24. Oktober 2021.</ref> Das Projekt erhielt dafür den Hotel Innovation Award 2017 von Gastrosuisse. Im Juli 2018 war das erste Zimmer bereit, und im Frühjahr 2019 sollte – nach der Restaurierung weiterer Rustici während des Herbsts 2018 – der Betrieb starten.<ref>Johannes Ritter: Verlassen am Hang. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Mai 2018. Abgerufen am 24. Oktober 2021.</ref> Nach der Betriebsaufnahme sollten auch der alte Dorfbackofen sowie die Mühle am Dorfbach unterhalb der Siedlung restauriert werden. Das Dorf war jedoch auch 2018 noch nicht an eine Abwasserreinigungsanlage angeschlossen, sondern verwendete eine Sickergrube, welche bei einem Vollbetrieb mit 10 Zimmern und 25 Betten vermutlich an ihre Belastungsgrenze gekommen wäre. Das «Albergo Diffuso» in Corippo wurde 2022 eröffnet. Es ist das Ergebnis der Bestrebungen der Fondazione Corippo 1975.<ref>Homepage des Albergo Diffuso in Corippo. Abgerufen am 24. Oktober 2021.</ref> Ein ähnliches Projekt wurde im Weiler Commeire im Wallis realisiert.<ref>Commeire im Wallis. Wie ein Weiler zum Hotel wurde. Abgerufen am 24. Oktober 2021.</ref>

Die Gemeinden im Verzascatal fassten 2018 den Beschluss, sich zusammenzuschliessen. Am 18. Oktober 2020 fusionierte Corippo mit den damaligen Gemeinden Brione (Verzasca), Cugnasco-Gerra (Gerra Valle), Frasco, Lavertezzo (Lavertezzo Valle), Sonogno und Vogorno zur neuen Gemeinde Verzasca.<ref>Günter Kast: Urlaub im Schweizer Verzascatal. Hier kann man für zwei Wochen zum Dorfbewohner werden. In: Der Spiegel, 23. September 2021. Abgerufen am 24. Oktober 2021.</ref> Eine vorherige Abstimmung war am Ortsteil Riazzino (Lavertezzo Piano) gescheitert, welcher als Überbleibsel der Transhumanz in der Magadinoebene liegt und als Exklave politisch zur alten Gemeinde Lavertezzo gehörte. Corippo bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Corippo (mit Fotos) (italienisch) auf patriziativerzaschesi.ch</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

Vorlage:Einwohner B DiagrammCorippo war per Juli 2018 mit zwölf ständigen Einwohnern<ref>Helmut Stalder: In Corippo leben gerade noch zwölf Seelen. Nun beginnt im abgewirtschafteten Tessiner Dorf eine Verwandlung. (mit Fotos) In: Neue Zürcher Zeitung, 13. Juli 2018. Abgerufen am 24. Oktober 2021.</ref> die kleinste politische Gemeinde der Schweiz. In der Gemeinde lebten sieben Männer und fünf Frauen, ein Einwohner war ausländischer Staatsangehörigkeit.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Corippo (Distretto di Locarno, Ticino, Schweiz) – Einwohnerzahlen, Grafiken, Karte, Lage, Wetter und Web-Informationen. (Memento vom 13. Juli 2018 im Internet Archive)</ref>

Verkehr[Bearbeiten]

Corippo wird durch eine schmale Nebenstrasse erschlossen, die kurz vor dem nördlichen Ende des Lago di Vogorno über die Verzasca führt. Die Strasse zweigt zwischen Vogorno und Lavertezzo von der hier Via Valle Verzasca genannten Hauptstrasse ab, die das Verzascatal bis Sonogno erschliesst. Der Flugplatz Locarno liegt rund 30 Minuten Fahrzeit entfernt etwas östlich von Locarno in der Magadinoebene.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.<ref>Vorlage:ISOS</ref>

  • Pfarrkirche Chiesa di Santa Maria del Carmelo<ref>Pfarrkirche Chiesa di Santa Maria del Carmelo auf der Plattform ETHorama. Abgerufen am 1. Dezember 2022.</ref><ref>Chiesa della Beata Vergine del Carmelo</ref>
  • Piazza del Mercato (Marktplatz)<ref>Piazza del Mercato auf der Plattform ETHorama. Abgerufen am 1. Dezember 2022.</ref>
  • Betkapelle Cappella della Crosetta am nördlichen Ortsausgang<ref name="Martinoli">Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 229–230.</ref>
  • Bethaus Oratorio di Novei im gleichnamigen Ortsteil<ref name="Martinoli" />
  • Ponte bivio Corippo (einzige Strassenbrücke zum Ort)

Kultur[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Amsler, Dieter Herrmann, Knut Lohrer, Brigitte Pedolin, Ulfert Weber: Corippo. Junge Schweizer und Deutsche zeichnen, fotografieren und beschreiben das alte Bergdorf Corippo im Tessin. Alexander Koch, Stuttgart 1959.
  • Thomas Amsler, Dieter Herrmann, Knut Lohrer, Ulfert Weber: Corippo. Bauaufnahme an der TH Stuttgart 1959. Karl Krämer Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-7828-1484-3. (Digitalisat)
  • Piero Bianconi: Corippo. In: I dipinti murali della Verzasca. Istituto Editoriale Ticinese, Bellinzona 1934, S. 37.
  • Daniela Pauli Falconi: Corippo. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 15. November 2023.
  • Pier Giorgio Gerosa: Un microterritorio alpino – Corippo dal Duecento all’Ottocento. Armando Dadò editore, Locarno 1992; Idem: Analisi architettonica del villaggio di Corippo. In: Bollettino della Società Storica Locarnese. Nr. 1, Tipografia Pedrazzini, Locarno 1998, S. 101–102.
  • Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 229–230.
  • Giuseppe Mondada: Corippo. In: Catalogo delle pitture murali fino alla metà dell’Ottocento. Istituto Editoriale Ticinese, Bellinzona 1934, S. 86–87.
  • Elfi Rüsch: Distretto di Locarno IV. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2013, S. 42–51.
  • Celestino Trezzini: Corippo. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 2: Basel – Egnach. Attinger, Neuenburg 1924, S. 624.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Corippo – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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