Hartriegelgewächse
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| Datei:Cornus sanguinea - flowers and leaves 01.jpg
Roter Hartriegel (Cornus sanguinea) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cornaceae | ||||||||||||
| Bercht. ex Presl |
Die Hartriegelgewächse (Cornaceae) sind eine Familie in der Ordnung Hartriegelartigen (Cornales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida).
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Die meisten Arten sind Bäume oder Sträucher. Der Kanadische Hartriegel ist jedoch eine immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, in der Gattung Alangium kommen auch Lianen vor. Die gegen- oder wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind einfach.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Blüten der Hartriegelgewächse sind relativ klein und werden in endständigen, verzweigten Blütenständen gebildet, die manchmal von auffälligen Hochblättern umhüllt sind. Die Arten der Ordnung Hartriegelartigen (Cornales) variieren stark in ihrer Blütenstruktur: Meist jedoch sind die Blüten klein, und vier bis fünf, in ihrer Größe reduzierte Kelchblätter bilden eine mit dem Fruchtknoten verwachsene Röhre. Oft findet sich auf dem oberen Teil des Fruchtknotens eine nektarproduzierende Scheibe. Im Allgemeinen weisen die Blüten vier bis fünf nicht miteinander verwachsene Kronblätter auf, die aber auch vollständig fehlen können.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Familie Cornaceae wurde 1825 durch Friedrich von Berchtold in Jan Svatopluk Presl: O Přirozenosti rostlin, aneb rostlinar, 2, 23, Seite 92, 91 aufgestellt. Ein Synonym für Cornaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bercht. ex J.Presl nom. cons. ist Alangiaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC. nom. cons.<ref name="GRIN" /> Typusgattung ist (Cornus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.)<ref name="Tropicos" />
Hartriegelgewächse sind hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet. Einige Arten kommen auch im tropischen Südamerika und in Afrika vor. Sie kommen hauptsächlich in den gemäßigten Zonen, oder in Berggebieten der Tropen und Subtropen vor.
Nach Angiosperm Phylogeny Group APG III wurden einige Jahre die Arten der Familie der Nyssaceae in die Familie Cornaceae eingeordnet; deshalb gab es die beiden Unterfamilien Cornoideae und Nyssoideae.<ref name="APGIII" /> Bei APG IV sind es aber wieder eigenständige Familien.<ref name="APGIV" />
Die Hartriegelgewächse (Cornaceae) sind die namensgebende Familie der Ordnung Hartriegelartige (Cornales).
Die Familie Cornaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bercht. ex J.Presl nom. cons. s. str.: Sie enthält nur zwei Gattungen<ref name="GRIN" /> mit etwa 85 Arten:
- Alangium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam. (Syn.: Marlea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Roxb., Stylidium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lour.):<ref name="GRIN" /> Die 21 bis 27 Arten sind vom tropischen Afrika über Asien bis zu den Inseln des südwestlichen Pazifik weitverbreitet.<ref name="WCSP" />
- Hartriegel (Cornus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Syn.: Afrocrania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Harms) Hutch., Arctocrania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nakai, Benthamia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lindl. nom. illeg., Benthamidia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Spach, Bothrocaryum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Koehne) Pojark., Chamaepericlymenum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hill, Chamaepericlimenum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hill orth. var., Cornella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rydb., Cynoxylon Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Dendrobenthamia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hutch., Discocrania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Harms) M.Král, Eukrania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Kraniopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Macrocarpium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nakai, Mesomora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Raf.) O.O.Rudbeck ex Lunell nom. superfl., Ossea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lonitzer ex Nieuwl. & Lunell nom. superfl., Swida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Opiz, Telukrama Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Thelycrania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Dumort.) Fourr., Yinquania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Z.Y.Zhu):<ref name="GRIN" /><ref name="WCSP" /> Die 46 bis 60 Arten sind im gemäßigten Eurasien bis nach Indochina, in Uganda bis zum tropischen südlichen Afrika und in Nordamerika bis nach Bolivien verbreitet.<ref name="WCSP" />
Nutzung[Bearbeiten]
Die wirtschaftliche Bedeutung der Familie Cornaceae betrifft vor allem ihre Nutzung als Ziergehölze: Hartriegelgewächse werden wegen des attraktiven Erscheinungsbildes von Blüten und Früchten sowie wegen des farbenprächtigen Herbstlaubes kultiviert. Das Holz einiger Arten findet außerdem in der Möbelherstellung Verwendung. Die Kornelkirsche ist in Europa vielerorts in Wäldern und Gebüschen anzutreffen, sie ist eine beliebte Heckenpflanze. Ihre roten Früchte sind essbar, in Frankreich werden sie zur Herstellung eines alkoholischen Getränks genutzt, des Vin de cornouille. Der Rote Hartriegel – sein Laub färbt sich im Herbst rot – bildet schwarze Früchte, die durch Vögel verbreitet werden; er kommt als Unterholz in lichten Wäldern vor. Aus den Früchten gewonnenes Öl wird in Frankreich zur Herstellung von Seife genutzt.
Quellen[Bearbeiten]
- Die Familie der Cornaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung)
- Die Familie der Cornaceae bei L. Watson, M. J. Dallwitz: The families of flowering plants von DELTA. (Abschnitt Beschreibung)
- Zack E. Murrell, Derick B. Poindexter: Cornaceae Berchtold & J. Presl. - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 12 – Magnoliophyta: Vitaceae to Garryaceae, Oxford University Press, New York und Oxford, 22. Dezember 2016, ISBN 978-0-19-064372-0.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Cornaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="APGIII"> Angiosperm Phylogeny Group: An update of the Angiosperm Phylogeny Group classification for the orders and families of flowering plants: APG III. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 161, Nr. 2, 2009, S. 105–121, DOI:10.1111/j.1095-8339.2009.00996.x. </ref> <ref name="APGIV"> The Angiosperm Phylogeny Group: An update of the Angiosperm Phylogeny Group classification for the orders and families of flowering plants: APG IV. Botanical Journal of the Linnean Society, 2016, Band 181, S. 1–20. doi:10.1111/boj.12385 </ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kurzbeschreibung der Familie Cornaceae des Botanischen Gartens Tübingen. ( vom 29. August 2010 im Internet Archive)
Historische Literatur[Bearbeiten]
- Q.-Y. Xiang et al.: Relationships within Cornales and circumscription of Cornaceae – matK and rbcL sequence data and effects of outgroups and long branches. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 24, 2002, S. 35–57.
- Q.-Y. Xiang et al.: Phylogenetic relationships of Cornaceae and close relatives inferred from matK and rbcL sequences. In: American Journal of Botany, Volume 85: 1998, S. 285–297.
- Friedrich von Berchtold in Jan Svatopluk Presl: O Přirozenosti rostlin, aneb rostlinar, 2, 23, 1825, S. 92, 91.