Cornelius Fredericks
Cornelius Fredericks, auch Frederiks<ref>Klaus Dierks: Biographies of namibian personalities (2004), abgerufen am 27. März 2018</ref> (* 1864; † 16. Februar 1907 bei Lüderitz, Deutsch-Südwestafrika)<ref>Gedenktafel für Fredericks. Abgerufen am 22. Juli 2018.</ref>, war ein Führer der ǃAmanVorlage:Hinweis Klicklaute im südlichen Teil von Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia.
Fredericks war ein Konkurrent des Kaptein Paul Frederiks der Bethanien-Nama und hatte unter den in Bethanien lebenden Orlam viele Anhänger.
Während des Aufstands der Nama war Fredericks einer der indigenen Führer, die aktiv einen Guerillakrieg gegen die Deutschen führten. Er trat teilweise mit Hendrik Witbooi auf, dem Anführer der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), und wurde für 3000 Mark Belohnung gesucht.<ref>Proklamation an die Nama, von Trotha, 22. April 1905, abgedruckt in: Die Kämpfe der deutschen Truppen, Bd. II, S. 186</ref> Von der Kriegserklärung Witboois im September 1904 bis September 1905 verdoppelte sich die Gesamtstärke der deutschen Truppen in der Kolonie von 7.000 auf 14.000. Die Zahl der bewaffneten Nama betrug zu keiner Zeit mehr als 2.000. Das deutsche Reich war fest entschlossen, den Widerstand zu brechen.<ref>Werner Hillebrecht: Die Nama und der Krieg im Süden
in: Völkermord in Deutsch-Südwestafrika, Jürgen Zimmerer/Joachim Zeller (Hrsg.), Berlin 2003/2016³</ref> Nach Witboois Tod am 29. Oktober 1905 gelang es den deutschen Truppen, nach und nach einzelne Einheiten zum Aufgeben zu bewegen. Die Gruppe unter Fredericks ergab sich am 3. März 1906.
Am 9. September 1906 wurde Fredericks im Konzentrationslager Haifischinsel in Lüderitz inhaftiert. Die meisten der 2.000 bis 3.000 Gefangenen starben (1359 nach Angaben der Kolonialverwaltung) im eisigen Wind an Mangelernährung und Auszehrung,<ref>NAN ZBU 456, D IV, 1.3 Band 5, nach Caspar W. Erichsen
in: Völkermord in Deutsch-Südwestafrika, Jürgen Zimmerer/Joachim Zeller (Hrsg.), Berlin 2003/2016³</ref> ihre Körper wurden während der Ebbe im Meer bestattet und dadurch in den Ozean gespült.<ref>Jeremy Silvester/Casper Erichsen: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Luderitz’s forgotten Concentration camp ( des Vorlage:IconExternal vom 3. August 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 27. März 2018</ref>
Fredericks starb am 16. Februar 1907. Die Leiche wurde enthauptet und der Schädel zur „Erforschung der Rassenüberlegenheit“ nach Deutschland geschickt.<ref>Christian Fetzer: Rassenanatomische Untersuchungen an 17 Hottentottenköpfen
in: Zeitschrift für Morphologie und Anthropologie, Bd. 16, H. 1 (1913), pp. 95–156, abgerufen am 27. März 2018</ref> Dieser soll sich zuletzt vermutlich, mit mindestens 19 anderen, in der Charité in Berlin befunden haben und möglicherweise 2011 nach Namibia zurückgebracht worden sein.<ref>Restitution of Namibian skulls in 2011: Fächerverbund Anatomie, Charité. Abgerufen am 7. Mai 2020.</ref> Dies ist nach Ansicht des Kolonialhistorikers Joachim Zeller aber mittlerweile widerlegt, da eine Überführung des Schädels von Fredericks zur damaligen Zeit kaum ohne öffentliche Anteilnahme möglich gewesen wäre, es hierfür aber keine Belege gebe. Die Schädel in der Charité konnten auch keiner bestimmten Volksgruppe zugeordnet werden.<ref>Abschied von kolonialen Straßennamen. Abgerufen am 10. April 2023.</ref>
Auf Shark Island bei Lüderitz wurde zu seinem Andenken ein Gedenkstein errichtet.<ref>Day 6: The Scourge of the Kaiserbird. kaiserbirddotcom, 17. April 2018.</ref> In Berlin wurde am 2. Dezember 2022 eine Straße nach Fredericks benannt, die vorher Lüderitzstraße hieß.<ref>Neue Straßennamen im Afrikanischen Viertel kommen. Weddingweiser, 2022. Abgerufen am 16. November 2022.</ref><ref>Mehr als ein paar neue Namen. TAZ, 21. April 2018.</ref> In Hamburg erhielt nach einem Senatsbeschluss vom 2. Oktober 2024 der im Stadtteil Hamburg-Ohlsdorf gelegene Woermannstieg den Namen Cornelius-Fredericks-Stieg.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Senatsbeschluss vom 2. Oktober 2024 ( des Vorlage:IconExternal vom 2. Dezember 2024 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgedruckt im Amtlichen Anzeiger Nr. 85 vom 22. Oktober 2024, abgerufen am 26. Oktober 2024</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive />
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Paul Frederiks | Kaptein der Bethanien-Nama (Kapteine der Nama) | Eduard Fredericks |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fredericks, Cornelius |
| ALTERNATIVNAMEN | Frederiks, Cornelius |
| KURZBESCHREIBUNG | Führer der Bethanien-Nama |
| GEBURTSDATUM | 1864 |
| STERBEDATUM | 16. Februar 1907 |
| STERBEORT | bei Lüderitz, Deutsch-Südwestafrika |
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- Person (Deutsch-Südwestafrika)
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- Gestorben 1907
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