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Cotonou

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Cotonou
Cotonou (Benin)
Cotonou (Benin)
Cotonou
Koordinaten: 6° 21′ 0″ N, 2° 26′ 0″ O
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Basisdaten
Departement: Littoral
Höhe: 7 m ü. Meer
Fläche: 79 km²
Einwohner: 758.000 (2025)
Bevölkerungsdichte: 9.595 Einwohner je km²
Struktur und Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Léhady Vinagnon Soglo (seit 2015)
Datei:Cotonou.JPG
Straßenszene in Cotonou

Cotonou [<templatestyles src="IPA/styles.css" />kɔtɔˈnu] (Fon Kutɔnu) ist der Hauptort im westafrikanischen Benin und ist ökonomisches Zentrum wie auch Regierungssitz des Landes. Hauptstadt ist aber Porto-Novo, wo das Parlament seinen Sitz hat. Die Stadt bildet das Département Littoral.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Cotonou hat 758.000 Einwohner (Stand 2025).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Weltbevölkerungsbericht, abgerufen am 28. August 2025.</ref>

Vorlage:Hinweisbaustein

Bevölkerungsentwicklung:<ref>citypopulation: Benin – Cities</ref>

  • 1979: 320.348 Einwohner (Zensus)
  • 1992: 536.827 Einwohner (Zensus)
  • 2002: 665.100 Einwohner (Zensus)
  • 2013: 679.012 Einwohner (Zensus)

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name der Stadt Cotonou ist abgeleitet aus Ku-Tonu, was in der Sprache der Fon etwa Mündung des Todesflusses<ref name=":0" /> bedeutet. Der Ort wurde 1830 von König Gézo<ref name=":0" /> von Abomey gegründet. Er war ursprünglich ein an einer Lagune gelegenes Fischerdorf und entwickelte sich mit der Zeit zum Transitplatz für den Überseehandel der Könige von Dahomey.

Cotonou gehörte im 18. Jahrhundert zum Königreich Dahomey. 1851 schloss Frankreich ein Abkommen mit dem dahomeyschen König Gézo, das es ihm erlaubte, einen Handelsposten in Cotonou einzurichten. 1883 besetzte die französische Marine die Stadt, um Großbritannien daran zu hindern, das Gebiet zu erobern.

Am 26. Juni 1883 wurde in Cotonou eine Apostolische Präfektur der römisch-katholischen Kirche errichtet. Von 1891 bis 1899<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> dauerten die Bauarbeiten des ersten Hafens. 1892<ref name=":0" /> wurde der erste Bebauungsplan vorgelegt. 1920 zog die Handelskammer von Porto-Novo nach Cotonou, das bis 1930 auf rund 7000 Einwohner wuchs. 1938 entstand der erste Flughafen. Die Weißen achteten darauf, dass sich ihre Wohngebiete auf den Anhöhen nicht mit denen der schwarzen Bevölkerung berührten. Es erwies sich, dass die Eisenbahnlinie sich zur Trennung der Wohngebiete eignete.<ref name=":0" />

Mit der Wirtschaftskrise 1929 zogen mehrere der kolonialen Privatunternehmen ebenfalls um. Hatte Cotonou 1939 noch rund 15.000 Einwohner, so erreichte sie 1951 die Zahl von 35.000 Einwohnern. Diese Zahl hatte sich bis 1960 auf 70.000 Einwohner verdoppelt. In den 1960er Jahren ging der neue Tiefwasserhafen in Betrieb.<ref name=":0" />

1955 entstand das Erzbistum Cotonou. Bischofskirche ist die Cathédrale Notre-Dame-de-Miséricorde. Im Zuge der Unabhängigkeit am 1. August 1960 wurde nach Machtwechseln und einhergehenden Unsicherheiten 1967 der Regierungssitz definitiv nach Cotonou verlegt. 1972 wurde die Volksrepublik Benin ausgerufen, womit sich weitere Institutionen aus Porto-Novo hier niederließen. In Cotonou sind zudem die ausländischen Botschaften domiziliert, während in Porto-Novo neben dem Parlament vor allem das Oberste Gericht, das Schlichtungsgericht der Republik, sowie das Nationalarchiv und die Nationalbibliothek verblieben sind. Da die beiden Städte aber nur 30 km Entfernung trennt, sind sie inzwischen im Begriff, zusammenzuwachsen.<ref name=":0" />

Am 23. Juni 2000 wurde in Cotonou das Cotonou-Abkommen unterzeichnet, das in Nachfolge des Lomé-Abkommens das Verhältnis zwischen der Europäischen Gemeinschaft und den AKP-Staaten regelt.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Datei:Cotonouskyline.jpg
Skyline von Cotonou
Datei:Collection E. Besson. Dahomey. Le Train en Gare Cotonou.jpg
Bahnhof Cotonou in den ersten Jahren des Betriebs

Die Verkehrsverbindungen machen Cotonou zu einem Knotenpunkt:

  • Der Hafen von Cotonou ist der größte Hafen des Landes und einer der bedeutendsten in ganz Westafrika. Über ihn läuft ein großer Teil des Warentransports für die Binnenländer Niger und Burkina Faso.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Benin (Memento des Vorlage:Referrer vom 28. Dezember 2015 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (Hrsg.) Eingesehen am 28. Dezember 2015.</ref>
  • Die seit 1974 bestehenden Pläne, den innerstädtischen Flughafen Cadjehoun durch den neuen Flughafen Glo-Djigbé ersetzen, wurden in den 2010er Jahren soweit vorangetrieben, dass ein Termin zur Inbetriebnahme kommuniziert wurde. Mit Bezug auf die Auswirkungen insbesondere durch die Covid-19-Pandemie wurden diese Pläne indes so weit zurückgestellt, dass mit Stand Juni 2022 stattdessen Cadjehoun modernisiert wurde.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 24. Juni 2022, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 17. Februar 2023; abgerufen am 17. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.</ref>
  • Auch im Eisenbahnnetz von Benin war Cotonou der zentrale Punkt. Allerdings wurde der Verkehr auf der Eisenbahn von Benin eingestellt, zuletzt 2019 auf der Strecke Cotonou–Parakou. Das Projekt diese Bahn bis Niamey im Niger zu verlängern wurde mehrfach angegangen und scheiterte bisher immer.<ref>Martin Schmidt und Vincent van Zeijst: Die nie genutzte Eisenbahn in Niger. In: Eisenbahn-Revue International 1/2024, S. 44–46.</ref>

Wirtschaft[Bearbeiten]

Cotonou ist die wirtschaftliche Hauptstadt von Benin und vor allem durch den Hafen ein wichtiges Handelszentrum, u. a. für Waren nach Burkina Faso, Mali und Niger. Durch den Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste erlebte die Stadt einen Aufschwung, da viel Handel aus Abidjan, dem Regierungssitz der Elfenbeinküste, weggezogen ist.

Produziert werden Palmöl, Bier, Textilien und Zement, ebenso wie Motorfahrzeuge und Fahrräder und es gibt Sägewerke in der Stadt. Exportiert werden Erdölprodukte, Bauxit und Eisen. Vor der Küste wird nach Öl gebohrt.

In einer Rangliste der Städte nach ihrer Lebensqualität belegte Cotonou im Jahre 2018 den 182. Platz unter 231 untersuchten Städten weltweit.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 18. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Cotonou hat auch die Deutsche Botschaft ihren Sitz.<ref>Deutsche Botschaft in Cotonou, abgerufen am 2. Januar 2023</ref>

Märkte
  • Der internationale Markt im Stadtteil Dantokpa ist einer der größten in Westafrika.
  • Der Fischmarkt beginnt täglich am frühen Morgen
  • Der Fruchtmarkt im Stadtteil Ganhi ist ebenso gut besucht wie
  • der Kunstmarkt.

Klimatabelle[Bearbeiten]

Cotonou
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
9
 
31
24
 
 
37
 
32
25
 
 
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32
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137
 
32
26
 
 
197
 
31
25
 
 
356
 
29
24
 
 
147
 
28
24
 
 
65
 
28
23
 
 
99
 
28
24
 
 
127
 
30
24
 
 
41
 
31
24
 
 
20
 
31
24
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Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Cotonou
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Tagesmax. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format ⌀ 30,1
Mittl. Tagesmin. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format ⌀ 24,3
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format ⌀ Vorlage:Klimatabelle/Format
Regentage (d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Wassertemperatur (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format ⌀ 26,8
Luftfeuchtigkeit (%) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format ⌀ 84

Sport[Bearbeiten]

Der Fußballverein Energie Sport FC spielte Ende der 1990er Jahre mehrere Jahre in der Benin Premier League.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnerstädte von Cotonou sind<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ville de Cotonou – Jumelage (Memento vom 14. Januar 2017 im Internet Archive)</ref>

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Cotonou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Wikivoyage: Cotonou – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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