Cottenau
Cottenau Markt Wirsberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(97)&title=Cottenau 50° 8′ N, 11° 38′ O
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| Höhe: | 481–518 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 97 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987" /> | |||||
| Postleitzahl: | 95339 | |||||
| Vorwahl: | 09227 | |||||
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Cottenau (oberfränkisch: Guddenah<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach. S. 199. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „guddenā“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Wirsberg im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Cottenau liegt in der Gemarkung Neufang.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Januar 2025.</ref>
Lage[Bearbeiten]
Das Kirchdorf liegt auf hügeliger Flur. Unmittelbar westlich erhebt sich die Bühlspitz (539 m ü. NHN). Die Kreisstraße KU 1/HO 22 führt nach Gundlitz (2,3 km östlich) bzw. nach Goldene Adlerhütte (1,3 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Osserich (1,4 km südlich). Wirtschaftswege führen über Einöde nach Schmölz (1 km nordwestlich) und nach Weißenbach (1 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 26. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ort wurde im Jahr 1289 als „Kotenauwe“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Godo/Koto, die Kurzform von Godabald/Cotobald. Als Ortsbezeichnungen sind „Kotenaube“, „Kotenaw“, „Kothnaw“ und „Kotnaw“ bekannt.<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 18.</ref> Der Ort wurde als Radialhufendorf angelegt mit Waldhufen und einem zentralen Anger mit dem Dorfweiher. Cottenau hatte einen eigenen Ortsadel, der von Herren von Cottenau, die in enger Beziehung zu den Walpoten standen. Nach dem Aussterben der Andechs-Meranier gelangte Cottenau über die Grafen von Orlamünde an die Burggrafen von Nürnberg, die späteren Bayreuther Markgrafen. Die Familie von Cottenau starb um 1500 aus.<ref>K. Hahn: Markt Wirsberg, S. 282.</ref> Als neuer Besitzer von Cottenau erschien der Wirsberger Amtmann Sebastian von Waldenfels. Ab 1523 wurden die Guttenberger belehnt. Spitalbauern zinsten zum Spital in Kupferberg.<ref>K. Hahn: Markt Wirsberg, S. 283.</ref> Das vogtländische Geschlecht von Oberländer saß über fünf Generationen auf dem Rittergut.<ref>K. Hahn: Markt Wirsberg, S. 285.</ref>
Cottenau war eine Realgemeinde. Zu dieser gehörten Einöde und Schlackenmühle. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Cottenau aus 24 Anwesen, einem Schloss mit Schmiede, Gerichtsdienerhaus, Försters- und Pächterswohnung, einer Kirche und ein Pfarr- und Schulhaus. Das Hochgericht übte das bayreuthische Vogteiamt Wirsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Cottenau. Grundherren waren
- das Rittergut Cottenau: 1 Mühlgut, 2 Güter, 3 Gütlein, 12 Tropfhäuser,
- das St.-Katharinen-Spital Kupferberg: 3 Güter, 2 Tropfhäuser,
- die Pfarrei Wirsberg: 1 Söldengut.<ref name="B587">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 587.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Cottenau dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Wirsberg und der im selben Jahr gebildeten Munizipalgemeinde Wirsberg zugewiesen. 1812 erfolgte die Überweisung an das Steuerdistrikt und Ruralgemeinde Neufang.<ref name="B768">R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 768.</ref> Am 1. April 1971 wurde Cottenau in die Gemeinde Wirsberg eingegliedert.<ref>Wirsberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 15. Januar 2025.</ref>
Baudenkmäler[Bearbeiten]
- Haus Nr. 5: Wohnstallhaus
- Haus Nr. 9/10: St. Peter und Paul mit Kirchhof, seiner Ummauerung und den einbezogenen Gebäuden
- Haus Nr. 31: Schloss Cottenau
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Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
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Religion[Bearbeiten]
Cottenau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannis gepfarrt.<ref name="B587"/><ref name="OV 1961"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665543 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Johann Kaspar Bundschuh: Cottenau. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 540 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Kottenau. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 202 (Digitalisat).
- Vorlage:Gebessler Stadt und Landkreis Kulmbach
- Vorlage:Guttenberg Land- und Stadtkreis Kulmbach
- Karl Hahn: Markt Wirsberg – Häuser- und Familienchronik – Band 3, Wirsberg
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3929364085 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Cottenau in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Cottenau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile des Marktes Wirsberg Vorlage:Hinweisbaustein