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Crotalaria

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Crotalaria
Datei:Crotalaria naragutensis MS 10732.jpg

Blütenstand von Crotalaria naragutensis

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Crotalarieae
Gattung: Crotalaria
Wissenschaftlicher Name
Crotalaria
L.

Crotalaria ist mit etwa 690 Arten eine der artenreichsten Pflanzengattungen der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).<ref name="LegumesOfTheWorld2005" />

Beschreibung[Bearbeiten]

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Datei:Crotalaria incana Blanco1.160-cropped.jpg
Illustration von Crotalaria incana
Datei:Starr 070206-4171 Crotalaria pallida.jpg
Hülsenfrüchte von Crotalaria pallida
Datei:Crotalaria retusa (seed).jpg
Hülsenfrüchte und Samen von Crotalaria retusa
Blüte von Crotalaria cunninghamii
Crotalaria cunninghamii

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Crotalaria-Arten wachsen als ein-, zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen oder Sträucher und erreichen je nach Art Wuchshöhen von 0,3 bis 3 Metern. Es gibt einige Xerophyten. Oft sind alle Pflanzenteile behaart.

Die wechselständig und spiralig oder zweizeilig am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind winzig bis sehr groß, gestielt bis ungestielt und einfach oder zusammengesetzt. Wenn die Blattspreite zusammengesetzt ist dann ist sie einfach unpaarig gefiedert mit einem, oft drei bis selten sieben Fiederblättchen. Die zwei Nebenblätter können mit dem Blattstiel verwachsen sein, manchmal sind sie nur klein, selten fehlen sie.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen selten einzeln, meist in traubigen, ährigen, kopfigen oder selten bündeligen Blütenständen zusammen. Die Blütenstände stehen end- oder achselständig oder den Blättern gegenüber. Es können kleine bis laubblattähnliche Hochblätter vorhanden sein. Es kann ein Außenkelch vorhanden sein, er besteht dann meist aus verwachsenen Hochblättern.

Die zwittrigen, stark zygomorphen, fünfzähligen Blüten sind winzig bis groß mit doppelten Perianth. Der Blütenboden ist meist mehr oder weniger becherförmig und bildet bei manchen Arten ein Gynophor. Die fünf Kelchblätter sind röhrig verwachsen, wobei die Kelchröhre höchstens gleich lang ist wie die meist gleichen bis manchmal deutlich verschiedenen Kelchlappen. Die Farben der fünf Kronblätter sind meist gelb bis orangefarben oder braun, gelegentlich aber auch rosafarben (Crotalaria cornetii) oder blau (Crotalaria variegata); oft sind deutliche, meist dunklere Muster auf den Kronblättern vorhanden. Die Blüten weisen die typische Form von Schmetterlingsblüten auf. Zwei Kronblätter sind zum Schiffchen verwachsen. Die Flügel sind nicht mit dem Schiffchen verwachsen. Die Fahne ist nur kurz genagelt. Es ist kein Sporn vorhanden. Es sind zehn fertile Staubblätter vorhanden, sie sind fast gleich oder deutlich ungleich. Die Staubfäden sind röhrig untereinander, aber nicht mit den Kronblättern verwachsen. Die meist freien Staubbeutel sind abwechselnd lang und basifixed oder kurz und dorsifixed. Es ist nur ein Fruchtblatt mit zwei bis hundert Samenanlagen vorhanden.

Die langen bis oft relativ kurzen und dicken, fast kugeligen, geraden oder gekrümmten Hülsenfrüchte sind glatt bis behaart. Die Hülsenfrüchte enthalten zwei bis hundert Samen. Die kleinen bis sehr großen Samen sind mehr oder weniger nierenförmig und können manchmal einen Arillus besitzen. Wenn sich die reifen Samen in der Frucht lösen und beim Schütteln gegen die feste Fruchtwand schlagen, entsteht ein Geräusch wie bei einer Rassel bzw. Kastagnette, deshalb erhielt die Gattung den wissenschaftlichen Namen sowie den englischen Namen „rattlepod“.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie).

Wie auch viele andere Leguminosen, bilden Arten der Gattung Crotalaria Wurzelknöllchen, in denen symbiontische Bakterien Stickstoff fixieren. Diese Bakterien gehören entweder zu der Gattung Bradyrhizobium, oder aber zur Gattung Methylobacterium, die als stickstofffixierender Symbiont nur auf Crotalaria-Arten bekannt ist.<ref name="Sy2001" />

Verbreitung[Bearbeiten]

Crotalaria-Arten gedeihen hauptsächlich in tropischen bis subtropischen Gebieten. Der Verbreitungsschwerpunkt der pantropisch verbreiteten Gattung Crotalaria liegt mit 510 Arten im tropischen Afrika,<ref name="LegumesOfTheWorld2005" /> ein Nebenschwerpunkt ist die Neotropis mit etwas unter 100<ref name="FloraColombia1986" /> Arten. In Simbabwe gibt es etwa 75 Arten, in Madagaskar kommen 48 Arten vor (davon sind 33 Endemiten, 10 kommen ursprünglich vor, sind aber keine Endemiten, 5 sind invasive Pflanzen), 33 Arten gibt es in Westaustralien, in Nepal gibt es 31 Arten, in China und in Pakistan kommen jeweils elf Arten vor. Einige Arten sind in vielen Gebieten der Welt invasive Pflanzen.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Crotalaria wurde durch Carl von Linné aufgestellt. Der Gattungsname Crotalaria leitet sich von κροταλον, dem griechischen Wort für Kastagnette, her und leitet sich damit gleich her wie der zoologische Gattungsname für die Klapperschlangen Crotalus. Synonyme für Crotalaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Goniogyna Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC., Heylandia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC., Pentadynamis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br., Priotropis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wight & Arn., Quirosia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blanco.<ref name="GRIN" />

Crotalaria gehört zur Tribus Crotalarieae in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Nahe verwandt sind die Gattungen Lotononis und Bolusia. Die Gattung Crotalaria umfasst etwa 550 bis 690 Arten.<ref name="LegumesOfTheWorld2005" />

Ausgewählte Crotalaria-Arten:<ref name="GRIN" /><ref name="FoMadagaskar" />
Datei:Crotalaria agatiflora (18258347709).jpg
Crotalaria agatiflora
Datei:響鈴豆 Crotalaria albida -香港動植物公園 Hong Kong Botanical Garden- (9213354857).jpg
Crotalaria albida
Datei:Starr-130422-4188-Crotalaria assamica-flowers-Kahului-Maui (25209845365).jpg
Blüten und junge Früchte von Crotalaria assamica
Datei:豬屎豆屬 Crotalaria axillaris -比利時 Ghent University Botanical Garden, Belgium- (9213295957).jpg
Crotalaria axillaris
Datei:Crotalaria lunata Bedd. ex Polhill (AM AK332931-4).jpg
Crotalaria beddomeana
Datei:Kesal Tag (Marathi- केसाळ ताग) (1658738756).jpg
Crotalaria calycina
Datei:Crotalaria capensis, loof en blom, Jan Celliers Park.jpg
Crotalaria capensis
Datei:Crotalaria cunninghamii.jpg
Crotalaria cunninghamii
Datei:Crotalaria dissitiflora subsp. dissitiflora.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Crotalaria dissitiflora subsp. dissitiflora
Datei:Crotalaria filipes (3031808647).jpg
Crotalaria filipes
Datei:Crotalaria heyneana Graham ex Wight & Arn. (8333377077).jpg
Crotalaria heyneana
Datei:Crotalaria holosericea Nees & Mart. (9707604677).jpg
Crotalaria holosericea
Datei:Starr 020117-8001 Crotalaria incana.jpg
Als Herbarbeleg vorbereitetes Exemplar von Crotalaria incana
Datei:Crotalaria juncea.jpg
Ostindischer Hanf (Crotalaria juncea)
Datei:Crotalaria lanceolata flowerhead7 (9525554413).jpg
Crotalaria lanceolata
Datei:Crotalaria mitchellii plant2 (10738149596).jpg
Crotalaria mitchellii
Datei:Crotalaria novae-hollandiae habit.jpg
Crotalaria novae-hollandiae
Datei:Starr 090123-1211 Crotalaria pumila.jpg
Crotalaria pumila
Datei:Crotalaria quinquefolia W IMG 2173.jpg
Crotalaria quinquefolia
Datei:Crotalaria.jpg
Blüte von Crotalaria retusa
Datei:Showy Rattlepod (4173598335).jpg
Crotalaria spectabilis
Datei:Flickr - João de Deus Medeiros - Crotalaria stipularia (4).jpg
Früchte von Crotalaria stipularia
Datei:Starr 061212-2329 Crotalaria trichotoma.jpg
Crotalarioa trichotoma
Datei:Crotalaria verrucosa.jpg
Crotalaria verrucosa
Datei:A hand-book to the flora of Ceylon (Plate XXVI) (6430641229).jpg
Illustration von Crotalaria walkeri

Wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten]

Der Ostindische Hanf (Crotalaria juncea) wird in Asien als Futterpflanze genutzt, sowie in geringerem Maßstab als Faserpflanze und zur Gründüngung.<ref name="Cook-White1996" /> Crotalaria longirostrata ist unter dem Namen Chipilín ein Blattgemüse in Mittelamerika.<ref>Alan Bergo: Chipilín: Central America's Famous Herb for Tamales. In: Forager | Chef-Weblog, 10. Februar 2024, abgerufen am 25. September 2026.</ref> Weitere Arten werden medizinisch, als Zierpflanzen oder Futterpflanzen genutzt.<ref name="LegumesOfTheWorld2005" />

Einige Crotalaria-Arten enthalten giftige Pyrrolizidinalkaloide. Sie sind vor allem für Pferde toxisch und verursachen die Crotalariosis equorum.<ref name="Botha2012" />

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FoMadagaskar"> Crotalaria bei Tropicos.org. In: Catalogue of the Vascular Plants of Madagascar. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="RedListSA"> Artenliste zu Crotalaria in der Red List of South African Plants </ref> <ref name="FloraColombia1986"> Henry Y. Bernal M.: Crotalaria. In: Polidoro Pinto, Pedro M. Ruiz (Hrsg.): Flora de Colombia, Volume 4, 1986, S. 3. </ref> <ref name="Cook-White1996"> C. G. Cook, G. A. White: Crotalaria juncea: A potential multi-purpose fiber crop., S. 389–394, In: J. Janick (Hrsg.): Progress in new crops, ASHS Press, Arlington, VA, 1996: [1]. </ref> <ref name="FoC"> Jianqiang Li, Hang Sun, Roger M. Polhill, Michael G. Gilbert: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 10: Fabaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-91-7. Crotalaria Linnaeus. - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Sy2001"> A. Sy, E. Giraud, R. Samba, P. de Lajudie, M. Gillis, B. Dreyfus: Nodulation of certain legumes of the genus Crotalaria by the new species Methylobacterium. In: Canadian journal of microbiology, Volume 47, Issue 6, 2001, S. 503–508. </ref> <ref name="LegumesOfTheWorld2005"> G. Lewis, B. Schrire, B. Mackinder, M. Lock: Legumes of the World, RBG Kew, 2005, ISBN 1-900347-80-6. </ref> <ref name="Botha2012"> C. J. Botha, A. Lewis, E. C. du Plessis, S. J. Clift, M. C. Williams: Crotalariosis equorum ("jaagsiekte") in horses in southern Mozambique, a rare form of pyrrolizidine alkaloid poisoning. In: Journal of veterinary diagnostic investigation : official publication of the American Association of Veterinary Laboratory Diagnosticians, Inc. Band 24, Nummer 6, November 2012, S. 1099–1104, doi:10.1177/1040638712460673, PMID 22991388. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Crotalaria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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