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Cryptandra

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Cryptandra
Datei:Cryptandra ericoides TLSX.png

Cryptandra ericoides, Illustration

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae)
Gattung: Cryptandra
Wissenschaftlicher Name
Cryptandra
Sm.

Cryptandra ist eine Gattung aus der Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae). Die über 50 Arten kommen in Australien vor.<ref name="APNI" /><ref name="WAF" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Edwards' botanical register, or, Ornamental flower-garden and shrubbery .. (1829-1847) (20552738214).jpg
Illustration aus Edwards' botanical register, or, Ornamental flower-garden and shrubbery ... von Cryptandra arbutiflora

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Cryptandra-Arten sind selbständig aufrechte, immergrüne Sträucher und erreichen Wuchshöhen von bis zu 1 Meter.<ref name="Kubitzki2004" /><ref name="WAF" /> Sie können dornig oder unbewehrt sein.<ref name="WAF" />

Die vollständig entwickelten häufig in Büscheln zusammen stehenden,<ref name="Kubitzki2004" /> wechselständig angeordneten Laubblätter können gestielt, fast sitzend oder sitzend sein.<ref name="WAF" /> Die relativ kleinen, einfachen, ganzrandigen Blattspreiten sind flach oder kompakt und fast bleistiftförmig, linealisch, eiförmig, verkehrt-eiförmig oder elliptisch.<ref name="WAF" /> Es liegt Fiedernervatur vor. Die vollentwickelten Blattspreiten sind auf beiden Blattflächen kahl, rau oder flaumig behaart; meist ist Blattoberseite stärker behaart als die -unterseite. Der glatte Blattrand kann nach unten eingerollt oder flach, selten konvex sein.<ref name="WAF" /> Die haltbaren Nebenblätter als Schuppen oder Dornen ausgebildet.<ref name="WAF" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die fast sitzenden bis gestielten Blüten stehen entweder einzeln oder in einfachen, kopf- oder ährenähnlichen zymösen Blütenständen zusammen.<ref name="Kubitzki2004" /><ref name="WAF" /> Die Deckblätter sind winzig.<ref name="WAF" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit meist doppelter Blütenhülle.<ref name="WAF" /> Der freie Blütenbecher (Hypanthium)<ref name="WAF" /> ist röhren- bis glockenförmig.<ref name="Kubitzki2004" /> Die fünf kahlen oder behaarten Kelchblätter sind verwachsen und der Kelch endet in fünf dreieckigen Kelchlappen.<ref name="WAF" /> Es sind meist fünf (bei Cryptandra apetala fehlt der Kronblattkreis) freie Kronblätter vorhanden. Die weißen oder roten Kronblätter sind außen behaart und innen kahl; sie sind entweder dreieckig oder genagelt.<ref name="WAF" /> Der ringförmige und häufig schwach gelappte Diskus ist mit Sternhaaren flaumig behaart.<ref name="Kubitzki2004" /> Es ist nur der innere Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind mit der Basis der Blütenröhre, aber nicht mit dem Stempel verwachsen und sind untereinander frei. Die untereinander freien Staubbeutel sind tetrasporangiat mit zwei Theken, die sich mit Längsschlitzen öffnen.<ref name="WAF" /> Der meist drei (selten zwei bis Cryptandra intratropica; selten nur ein bei Cryptandra micrantha) Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, ein-, zwei- oder dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen.<ref name="Kubitzki2004" /><ref name="WAF" /> Bei vielen Arten ist nur eine aufsteigende, anatrope Samenanlage je Fruchtblatt vorhanden. Der einfache Griffel endet in einer einfach bis dreilappigen Narbe.<ref name="WAF" />

Die Spaltfrucht ist etwa 3 Millimeter lang.<ref name="WAF" /> Die behaarten oder kahlen Teilfrüchte öffnen sich am äußersten Ende sowie seitlich und enthalten nur jeweils einen Samen.<ref name="Kubitzki2004" /><ref name="WAF" /> Der dreilappige Arillus ist sukkulent.<ref name="Kubitzki2004" />

Ökologie[Bearbeiten]

Die Diaspore ist der Samen.<ref name="WAF" />

Datei:Bitter Cryptandra (7486699396).jpg
Cryptandra amara
Datei:Cryptandra arbutiflora var. arbutiflora (8729561939).jpg
Zweig mit Dornen, Laubblättern und Blüten von Cryptandra arbutiflora var. arbutiflora
Datei:Heathy Cryptandra (5519774114).jpg
Cryptandra ericoides
Datei:Cryptandra myriantha (7159664133).jpg
Cryptandra myriantha

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Cryptandra wurde 1798 durch James Edward Smith in The Characters of Twenty New Genera of Plants. in Transactions of the Linnean Society of London, Volume 4, S. 217 aufgestellt.<ref name="APNI" /> Der Gattungsname Cryptandra leitet sich von den altgriechischen Wörtern Greek kryptos für „versteckt“ und aner, andros für „Mann“ ab; dies bezieht sich auf die in den kapuzenförmigen Kronblättern versteckten Staubbeutel.<ref name="APNI" />

Die Gattung Cryptandra gehört zur Tribus Pomaderreae innerhalb der Familie Rhamnaceae.<ref name="Kubitzki2004" /> Der Umfang der Gattung Cryptandra wird kontrovers diskutiert. Je nach Bearbeitung sind Arten in kleinere Gattung ausgegliedert. Seit 1995 wurden viele Arten erstbeschrieben oder umbenannt.<ref name="APNI" /><ref name="WAF" /> Nach Rye 2007 sind für Cryptandra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sm. folgende Synonyme zu nennen: Cryptandra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sm. subg. Cryptandra, Cryptandra subg. Corisandra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Reissek, Cryptandra sect. Wichurea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth., Wichuraea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nees ex Reissek nom. illeg.<ref name="APNI" /> Bei Rye sind Spyridium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Fenzl, Stenanthemum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Reissek (Syn.: Stenodiscus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Reissek), Trymalium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Fenzl eigene Gattungen.<ref name="APNI" />

Die Cryptandra-Arten sind alle im nicht-tropischen Australien heimisch.<ref name="Kubitzki2004" /> Das Zentrum der Artenvielfalt ist mit etwa der Hälfte der Arten Western Australia.<ref name="APNI" /><ref name="WAF" />

Die Gattung Cryptandra umfasst seit 2007 über 50 Arten:<ref name="APNI" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara L. Rye: New species and keys for Cryptandra and Stenanthemum (Rhamnaceae) in Western Australia. In: Nuytsia, Volume 16, Issue 2, 2007, S. 331–332.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Kubitzki2004"> D. Medan, C. Schirarend: Rhamnaceae. In: Klaus Kubitzki (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants – Volume VI: Flowering Plants – Dicotyledons – Celastrales, Oxalidales, Rosales, Cornales, Ericales, 2004, ISBN 978-3-540-06512-8. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="APNI"> Datenblatt Cryptandra bei Australian Plant Name Index = APNI. </ref> <ref name="WAF"> B. Richardson, September 2016: Datenblatt Cryptandra Sm. bei Florabase — The Western Australian Flora des Western Australian Herbarium - Department of Biodiversity, Conservation and Attractions. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Cryptandra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien