Curt Pohlmeyer
Curt Karl Viktor Gustav Pohlmeyer (* 31. März 1887 in Hörde; † 25. November 1955 in Goslar)<ref name="He-Urkunde">Archivgut: Zivilstandsregister Karlshorst. Bestand: Heiratsbuch, Jg. 1917. Dokument: Urkundennummer 17 mit Randvermerk zu den Sterbedaten des Ehemanns. Landesarchiv Berlin. 1917-04-21. Signatur: P Rep. 303, 11. </ref> war ein deutscher Offizier, zuletzt SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei.
Leben[Bearbeiten]
Pohlmeyer war der Sohn des Ingenieurs Gustav Pohlmeyer und der Sophie Pohlmeyer, geborene Sasse,<ref name="He-Urkunde" /> legte 1905 in Berlin seine Abiturprüfung ab und studierte dort sechs Semester Geschichte ohne Universitätsabschluss. Er trat am 1. Oktober 1910 als Einjährig-Freiwilliger in das Infanterieregiment Nr. 83 ein, nahm am Ersten Weltkrieg teil und war danach bis Mai 1919 Freikorpskämpfer in der Freiwilligen-Formation der Garde-Kavallerie-Schützen-Division. Mit dem Rang eines Leutnants verließ er die Armee und trat in den Berliner Polizeidienst über. Von 1923 bis 1928 war er Lehrer an der Polizeischule in Frankenstein (Niederschlesien). 1929 folgte unter Beförderung zum Polizeimajor seine Versetzung an die Höhere Polizeischule in Eich bei Potsdam, wo er bis 1934 lehrte und danach bis 1937 als Leiter der Polizeiinspektion Berlin-Schöneberg tätig war. Von 1937 bis 1938 befehligte er die Bremer Schutzpolizei und war danach im Rang eines Obersten der Schutzpolizei bis 1939 Inspekteur der Ordnungspolizei beim Oberpräsidenten der Provinz Sachsen in Magdeburg.<ref name="Schulz" details="S. 57–59."> Andreas Schulz u. Dieter Zinke: Die Generale der Waffen-SS und der Polizei. Die militärischen Werdegänge der Generale, sowie der Ärzte, Veterinäre, Intendanten, Richter und Ministerialbeamten im Generalsrang. 4 (Podzun–Schimana). Bissendorf 2003, ISBN 978-3-7648-2595-9, S. 57–61.</ref>
Bereits am 1. Mai 1933 war Pohlmeyer in Potsdam der NSDAP (Mitgliedsnummer 2.280.260) beigetreten.<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/32851171.</ref> Es folgte am 20. April 1939 die Aufnahme in die SS (SS-Nummer 327.417) unter gleichzeitiger Ernennung zum SS-Führer beim Stab des SS-Oberabschnitts Nordost in Königsberg. Zum Beginn des Zweiten Weltkriegs und dem Überfall auf Polen nahm er zugleich die Aufgaben des Führers der Polizeigruppe 6 beim Armeeoberkommando 6 sowie des Befehlshabers der Ordnungspolizei Süd-Ostpreußen wahr.<ref name="Schulz" details="S. 59." />
Vom 15. Dezember 1939 bis zum 30. Juni 1943 war Pohlmeyer Kommandeur der Wiener Schutzpolizei, seit 1941 im Rang eines Generalmajors der Polizei, und wurde anschließend aus dem Polizeidienst verabschiedet. Vom 1. April 1944 bis April 1945 folgte seine Wiederverwendung als Kommandeur der Polizei-Offizierschule des Wirtschafts-Verwaltungsdienstes in Weimar. Hinsichtlich seiner SS-Dienstunterstellung gehörte er vom März 1940 bis Mai 1945 als SS-Führer, seit 1941 im Rang eines SS-Brigadeführers, dem Stab des SS-Oberabschnitts Donau in Wien an.<ref name="Schulz" details="S. 61." />
Am 21. April 1917 hatte Pohlmeyer Katharina Goslich (1891–1984) geheiratet, aus der Ehe gingen keine Kinder hervor.<ref name="He-Urkunde" /><ref name="Schulz" details="S. 58." />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pohlmeyer, Curt |
| ALTERNATIVNAMEN | Pohlmeyer, Curt Karl Viktor Gustav |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Offizier, zuletzt SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1887 |
| GEBURTSORT | Hörde |
| STERBEDATUM | 25. November 1955 |
| STERBEORT | Goslar |
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- Person (Bremen)
- Freikorps-Mitglied
- SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei
- NSDAP-Mitglied
- Deutscher
- Geboren 1887
- Gestorben 1955
- Mann