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Cuscuta australis

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Cuscuta australis
Datei:Cuscuta australis, near Angers, France.jpg

Südliche Seide (Cuscuta australis)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Nachtschattenartige (Solanales)
Familie: Windengewächse (Convolvulaceae)
Gattung: Seide (Cuscuta)
Art: Cuscuta australis
Wissenschaftlicher Name
Cuscuta australis
R.Br.

Die Südliche Seide (Cuscuta australis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seide in der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). Diese parasitär lebende Pflanze ist in Eurasien und Afrika weitverbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Cuscuta australis flower3 (8418550648).jpg
Habitus und Blüten

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Cuscuta australis ist eine meist einjährige, selten ausdauernde krautige Pflanze.<ref name="PROTA" /> Ihre schlanken Stängel sind mäßig dick, grünlich-gelb bis orangefarben.<ref name="FE3" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen an kurzen Blütenstielen in kompakten Knäueln. Die weißen bis cremefarbenen, zwittrigen Blüten sind etwa 2 Millimeter groß, vier- oder fünfzählig und oftmals drüsig. Der Kelch ist glockenförmig und in etwa so lang wie die Kronröhre. Die Kelchzipfel sind eiförmig bis kreisförmig, stumpf und überlappen sich nicht. Die Krone ist glockenförmig, mit stumpfen oder fast spitzen, aufrechten oder abstehenden Kronzipfeln. Die Kronzipfel sind etwas kürzer bis länger als die Kronröhre. Die Schuppen am Grund der Kronröhre sind meist kürzer als die Kronröhre, zweispaltig und mit einigen wenigen Fransen, oder sie sind zu Zähnen am Grund der Kronröhre zurückgebildet. Die Staubblätter sind kurz und die Staubbeutel ragen aus der Blütenhülle heraus. Der oberständige Fruchtknoten ist zweikammerig. Die kurzen Griffel sind kürzer als der kugelförmige Fruchtknoten.<ref name="FE3" />

Die Kapselfrüchte sind kugelförmig bis eingedrückt kugelförmig mit einem Durchmesser von 3,5 bis 4 Millimetern und einer großen Öffnung zwischen den Griffeln. Die abgeblühte Krone bleibt am Grund der Kapsel erhalten. Die bis zu 4 Samen haben eine Länge von 1,5 Millimetern.<ref name="FE3" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56 oder ca. 28.<ref name="IPCN" />

Ökologie[Bearbeiten]

Bei Cuscuta australis handelt es sich meist um einen Therophyten. Es ist wie alle Vertreter der Gattung Seide eine holoparasitisch lebende Pflanzenart. Sie schmarotzt besonders auf Arten der Gattungen Polygonum oder Xanthium.<ref name="Oberdorfer2001" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Cuscuta australis erfolgte 1810 durch Robert Brown in Prodromus Florae Novae Hollandiae et Insulae van-Diemen Seite 491. Synonyme für Cuscuta australis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. sind: Cuscuta obtusiflora var. australis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(R.Br.) Engelm., Grammica australis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(R.Br.) Hadac & Chrtek, Grammica scandens subsp. australis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(R.Br.) Holub.<ref name="WCSP" />

Cuscuta australis ist in Eurasien und Afrika verbreitet. In Europa kommt sie vor in Portugal, Frankreich, Schweiz, Italien, Ungarn im früheren Jugoslawien, Griechenland, Bulgarien, Ukraine, Türkei und Russland. Sie ist in Mitteleuropa ein Neophyt.<ref name="WCSP" />

Von Cuscuta australis gibt es mehrere Varietäten,<ref name="WCSP" /> die in europäischer Literatur<ref name="FE3" /> oft als Unterarten behandelt werden:

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="POWO">Cuscuta australis. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="PROTA"> Datenblatt bei PROTA = Plant Resources of Tropical Africa.</ref> <ref name="FE3">Naomi Feinbrun: Cuscuta. In: </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="IPCN">Cuscuta australis bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Jens G. Rohwer: Cuscuta. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 652.</ref> <ref name="InfoFlora">Cuscuta scandens Brot. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Südliche Seide (Cuscuta australis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien