Zum Inhalt springen

Cyananthus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Cyananthus
Datei:Cyananthus lobatus.jpg

Cyananthus lobatus, Illustration

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Unterfamilie: Campanuloideae
Gattung: Cyananthus
Wissenschaftlicher Name
Cyananthus
Wall. ex Benth.

Die Gattung Cyananthus gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Die 21 bis 23 Arten sind im Himalaya und im südwestlichen China verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Cyananthus-Arten sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die ausdauernden Arten sind zwergwüchsig und häufig mit knolliger Sprossbasis Caudex. Der Stängel ist meist niederliegend oder aufsteigend.

Die Laubblätter sind meist wechselständig verteilt am Stängel angeordnet. Die meisten Arten haben einen deutlich ausgeprägten Blattstiel, der oft geflügelt und behaart ist, selten sind die Laubblätter sitzend. Die Blattspreiten sind meist ungeteilt (bei Cyananthus lobatus dreilappig), lanzettlich über herzförmig-oval bis rundlich. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Bei einigen Cyananthus-Arten der Sektion Stenolobi liegt Gynodiözie vor.<ref name="Zhou2013" /> Die Blüten stehen meist einzeln am Stängelende, selten in zymösen Blütenständen. Sie haben einen kurzen Blütenstiel, selten sind die Blüten sitzend.

Die zwittrigen oder eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch<ref name="Zhou2013" /> und selten drei-, meist vier- oder fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist mitunter mit der Krone verwachsen. Die vier bis fünf meist blauen, selten purpurfarbenen oder gelblichen Kronblätter sind trichterförmig oder röhrig verwachsen. Es ist nur ein Kreis mit vier oder fünf Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind dünn. Der Pollen hat sieben bis neun (sechs bis zwölf) Furchen („colpat“) und mehr oder weniger deutlich abgesetzte „Polkappen“. Der oberständige Fruchtknoten ist drei- bis fünffächrig.

Die Kapselfrüchte öffnen sich am oberen Ende mit drei bis fünf Fruchtklappen.

Die Chromosomenzahl beträgt meist 2n = 14, selten (Cyananthus hookeri) auch 2n = 24.

Standorte[Bearbeiten]

Die Cyananthus-Arten sind Hochgebirgspflanzen in Höhenlagen von 2000 bis 5000 Metern.

Systematik, botanische Geschichte und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Cyananthus wurde 1836 durch Nathaniel Wallich und George Bentham in John Forbes Royle: Illustrations of the Botany ... of the Himalayan Mountains ..., 1, Seite 309 aufgestellt.<ref name="WCSP" />

Die Gattung Cyananthus gehört zu den Glockenblumengewächsen im engeren Sinne (Campanuloideae) und wird dort in eine Verwandtschaftsgruppe mit Campanumoea, Canarina, Codonopsis, Leptocodon und Platycodon gestellt.<ref name="Eddie2003" /> Der für die Unterfamilie Campanuloideae ungewöhnliche oberständige Fruchtknoten, Pollenmorphologie und die Chromosomenzahl ließen schon lange vermuten, dass Cyananthus ursprünglichen Arten ähnlich ist.

Die Gattung Cyananthus wurde nach Krishna K. Shrestha 1997 in zwei Untergattungen und vier Sektionen gegliedert:

Untergattung Cyananthus (21 Arten): Gegliedert in vier Sektionen:
Untergattung Micranthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.K.K.Shrestha (zwei Arten)

Molekulargenetische Daten zeigen, dass es drei Kladen gibt. Man ersetzt die bisherigen Gliederungen. In diesem Jahrhundert gliedert die monophyletische Gattung Cyananthus in drei Sektionen mit etwa 20 bis 21<ref name="WCSP" /> Arten:<ref name="FoC" /><ref name="Zhou2013" />

Sektionen mit ihren Arten und deren Verbreitung[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Zhou2013"> Z. Zhou, D. Hong, Y. Niu, G. Li, Z. Nie, J. Wen, H. Sun: Phylogenetic and biogeographic analyses of the Sino-Himalayan endemic genus Cyananthus (Campanulaceae) and implications for the evolution of its sexual system. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 68, Issue 3, September 2013, S. 482–497. doi:10.1016/j.ympev.2013.04.027 </ref> <ref name="FoC"> Deyuan Hong, Thomas G. Lammers, Laura L. Klein: Cyananthus Wallich ex Bentham, S. 506–508 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of China Editorial Committee: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 19: Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2011, ISBN 978-1-935641-04-9. </ref> <ref name="Eddie2003"> W. M. M. Eddie, T. V. Shulkina, J. F. Gaskin, R. C. Haberle, R. K. Jansen: Phylogeny of Campanulaceae s. str. from ITS sequences of nuclear ribosomal DNA. In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Volume 90, 2003, S. 554–575. </ref> </references>

Literatur[Bearbeiten]

  • C. V. B. Marquand: Revision of the genus Cyananthus. In: Notes of the Edinburgh Royal Botanical Garden, Volume 73, 1924, S. 241–255.
  • K. K. Shrestha: The taxonomic significance of the petiole anatomy in the genus Cyanathus (Campanulaceae) In: Bot. Zurn. Volume 77, Issue 8, 1992, S. 83–89.
  • K. K. Shrestha: Taxonomic revision of the Sino-Himalayan genus Cyananthus (Campanulaceae). In: Acta Phytotaxonomica Sinica, Volume 35, Issue 5, 1997, S. 396–433.
  • K. K. Shresta, V. F. Tarasevich: Comparative pollen morphology of genus Cyananthus in relation to its systematics and its position within the family Campanulaceae. In: Bot. Zurn. Volume 77, Issue 10, 1992, S. 1–13.
  • Z. Zhou, D. Hong, Y. Niu, G. Li, Z. Nie, J. Wen, H. Sun: Phylogenetic and biogeographic analyses of the Sino-Himalayan endemic genus Cyananthus (Campanulaceae) and implications for the evolution of its sexual system. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 68, Issue 3, September 2013, S. 482–497. doi:10.1016/j.ympev.2013.04.027
  • De-Yuan Hong: A Monograph of Codonopsis and Allied Genera (Campanulaceae), Academic Press, 2015, ISBN 9780128019412.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Cyananthus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten