Döfering
Döfering Gemeinde Schönthal
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(292)&title=D%C3%B6fering 49° 20′ N, 12° 38′ O
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| Höhe: | 467 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 292 (25. Mai 1987)<ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 253 (Digitalisat).</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 93488 | |||||
| Vorwahl: | 09978 | |||||
Lage von Döfering in Bayern
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Döfering ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schönthal im Oberpfälzer Landkreis Cham (Bayern).
Geographische Lage[Bearbeiten]
Das Pfarrdorf Döfering liegt etwa drei Kilometer südöstlich von Schönthal.
Geschichte[Bearbeiten]
Anfänge bis 14. Jahrhundert[Bearbeiten]
Als im 10. Jahrhundert Bayern in das deutsche Königtum eingegliedert wurde, wurden die Gebiete um Cham – „Champriche“ genannt – zum Königsland. Es wurde in diesen Gebieten eine neue staatliche wehrpolitische Organisation geschaffen. Es war nötig, dem Chodenwesen auf böhmischer Seite eine entsprechende Wehrorganisation auf deutscher Seite entgegenzusetzen. Einerseits wurden freie Wehrbauern angesiedelt. Andererseits entstand um die Burg Cham im Mittelpunkt ein dichtes Netz von Burgen, die mit Ministerialen der Markgrafen von Cham besetzt wurden. Um die Mitte des 11. Jahrhunderts wurde Döfering als eine dieser Burgen genannt. 1056 wurde Döfering in einer Schenkungsurkunde Heinrichs III. für Hemmo erwähnt.<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 3</ref>
Als Ministerialensitz der Diepoldinger wurde Döfering im Jahr 1200 beglaubigt.<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 38</ref>
In den ältesten Bistumsmatrikeln von Regensburg aus den Jahren 1286 und 1326 wurde Döfering als Pfarrei des Dekanats Cham aufgeführt. Später wurde die Pfarrei Döfering in die Pfarrei Pemfling eingegliedert.<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 10</ref>
15. bis 18. Jahrhundert[Bearbeiten]
In den Landtafeln von 1419, 1488, 1503, 1543, 1558, 1577 und 1600 wurde Döfering als Hofmark aufgeführt.<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 29</ref>
Bis in das 15. Jahrhundert waren die Döfringer, ein untergeordnetes Rittergeschlecht der Buchberger, Inhaber des Edelsitzes Döfering. 1488 und 1503 wurden die Lautrer als Besitzer von Döfering vermerkt. Ihnen folgten in der Mitte des 16. Jahrhunderts die Muracher, von denen Hans Christian Fuchs das Landsassengut erbte. Im 17. Jahrhundert waren nacheinander Wilhelm Poißl (1615), Christina Reisinger (1638), Hans Ludwig Wöhrner von Gossersdorf (1651), Hans Adam Weyhel und Georg Zach Besitzer von Döfering. Diesen folgten im 18. Jahrhundert die Familie Frank, der Stadtpfarrer von Waldmünchen Johann Michael von Frank und Klement von Reichl (1787).<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 38</ref>
1752 gehörte Döfering zum Landgericht Cham.<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 12</ref> Mitte des 18. Jahrhunderts hatte Döfering 37 Anwesen, darunter eine Kirche, ein Schulhaus, eine Schmiede, einen Wirt und ein Hüthaus.<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 22</ref>
19. Jahrhundert bis Gegenwart[Bearbeiten]
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gliederte von Paur zu Waffenbrunn Döfering seinem Patrimonialgericht II. Klasse in Waffenbrunn an.<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 38</ref>
1809 wurde Döfering einer der 30 Steuerdistrikte des Landgerichts Cham.<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 65</ref> Zum Steuerdistrikt Döfering gehörten die Ortschaften Döfering, Wirnetshof, Kleinschönthal, Lixendöfering und Rhan.<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 66</ref>
Bei der 1820 folgenden Bildung von Ruralgemeinden wurden einerseits die Steuerdistrikte berücksichtigt und andererseits wurde versucht, die Gemeinden entsprechend der Pfarrgemeinden zu bilden. Döfering wurde eine der 47 neu gebildeten Ruralgemeinden.<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 71</ref>
1857 wurde die Gemeinde Döfering aus dem Landkreis Cham in den Landkreis Waldmünchen eingegliedert.<ref>Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham, S. 73</ref> Bis 1946 gehörte auch Kleinschönthal zur Gemeinde.<ref name="HistGV87" /> Die Gemeinde bestand 1970 aus den Gemeindeteilen Döfering, Lampachshof, Lixendöfering, Rhan und Wirnetshof und wurde 1978 vollständig nach Schönthal eingemeindet.<ref name="VZ1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 122 (Digitalisat).</ref><ref name="HistGV87">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 77, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnote 24). </ref>
Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) wurde Döfering als Expositur der Pfarrei Pemfling mit 47 Häusern und 308 Einwohnern aufgeführt.<ref> Bistum Regensburg (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S. 169 (Digitalisat). </ref> Die Wiedererrichtung der Pfarrei erfolgte 1924.<ref>Döfering. In: matricula-online.de. Abgerufen am 16. März 2026.</ref> Döfering hatte am 31. Dezember 1990 308 Einwohner.<ref>Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 123</ref> Heute gehört Döfering zur Seelsorgeeinheit Schönthal – Döfering – Hiltersried und zum Dekanat Cham.<ref>http://www.kirche-sdh.de/</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Die katholische Pfarrkirche St. Ägidius wurde 1855 über Fundamenten aus dem 18. Jahrhundert erbaut. Sie ist ein giebelständiger Saalbau mit abgewalmtem Satteldach und seitlichem Fassadenturm mit Zeltdach. Die Friedhofsmauer auf der Nord- und Südseite besteht aus Granitbruchstein und stammt aus dem 18./19. Jahrhundert.
- Am Ranischbierl, östlich von Döfering, befindet sich eine im 19. Jahrhundert erbaute Wegkapelle, die sogenannte Hussenkapelle, zu der ein Kreuzweg hinauf führt.
Literatur[Bearbeiten]
- Piendl: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 8: Das Landgericht Cham
Weblinks[Bearbeiten]
- Döfering in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische StaatsbibliothekVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Bockesmühl | Döfering | Flischbach | Flischberg | Hiltersried | Kleinschönthal | Lampachshof | Lixendöfering | Loitendorf | Niederpremeischl | Öd | Preglerhof | Premeischl | Rhan | Schönthal | Thurau | Trosendorf | Wirnetshof | Wullnhof
