Dürres Maar
Das Dürre Maar befindet sich in der Nähe des Ortes Gillenfeld in der Westeifel etwa 400 m nordwestlich des Holzmaars. Das Dürre Maar ist ein Trockenmaar, der ursprünglich vorhandene Maarsee ist verlandet. Es ist von einem nur schwach erodierten Wall aus Lapilli-Tuff umgeben, der einen Durchmesser von etwa 290 m aufweist. Das Dürre Maar entstand vor mehr als 25.000 Jahren.
Im Maarkessel befindet sich ein Übergangsmoor, das aus Sphagnum- und Braunmoostorfen aufgebaut ist. Der Torfkörper ist etwa 3000 bis 4000 Jahre alt<ref>R.Moschen, N. Kühl, I. Rehberger, A. Lücke: Stable carbon and oxygen isotopes in sub-fossil Sphagnum: Assessment of their applicability for palaeoclimatology. In: Chemical Geology. Band 259(3-4), 2009, S. 262–272.</ref> und besitzt eine Mächtigkeit von etwa 12 m. Unterhalb des Torfs befinden sich stark zersetzte Seeablagerungen, die aus dem ausgehenden Spätglazial stammen. Das Moor wird in drei Zonen unterteilt: vom Ufer her wachsen im Randlagg verschiedene Seggengräser. Danach folgen die Torfmoose. Im Zentrum dominieren die Wollgräser und die Torfmoose.
Das Moor wird nicht nur durch Niederschläge gespeist, sondern auch durch Quellen, die sich an seinem nordöstlichen Ende befinden. Der heutige Grundwasserspiegel liegt bei ca. 6 m unter der Mooroberfläche.
Das Dürre Maar wurde 1979 zusammen mit dem Holzmaar unter Naturschutz gestellt.
Literatur[Bearbeiten]
- D´hein: Natur- und Kulturführer Vulkanlandeifel. Mit 26 Stationen der „Deutschen Vulkanstraße“. Gaasterland-Verlag, Düsseldorf 2006, ISBN 3-935873-15-8.
- H. Straka: Die spätquartäre Vegetationsgeschichte der Vulkaneifel. Pollenanalytische Untersuchungen an vermoorten Maaren. In: Landesamt für Umweltschutz Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Beiträge zur Landespflege in Rheinland-Pfalz. Band 3. Oppenheim 1975.
- H. Kempter: Der Verlauf des anthropogenen Elementeintrags in Regenwassermoore des westlichen Mitteleuropas während des jüngeren Holozäns. In: Paläoklimaforschung. Band 26. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, Jena 1994.
- M. Forst, R. Hierlmeier, A. Kiebel, B. Ruthsatz: Hoch- und Zwischenmoore in Trockenmaaren der Vulkaneifel. In: Angewandte Landschaftsökologie. H14. Landwirtschaftsverlag, Münster.
- Martin Koziol: Die Maare der Vulkaneifel. Hrsg. Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH, 2025
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
- Dürres Maar bei EIsoPal
Koordinaten: 50° 7′ 20″ N, 6° 52′ 19″ O
{{#coordinates:50,122333333333|6,8718333333333|primary
|dim=
|globe=
|name=
|region=DE-RP
|type=waterbody
}}