Dürrwurz
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| Dürrwurz | ||||||||||||
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| Datei:Inula conyzae 260807.jpg
Blütenstand mit Blütenkörbchen der Dürrwurz (Pentanema squarrosum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pentanema squarrosum | ||||||||||||
| (L.) D.Gut.Larr., Santos-Vicente, Anderb., E.Rico & M.M.Mart.Ort. |
Die Dürrwurz (Pentanema squarrosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) D.Gut.Larr., Santos-Vicente, Anderb., E.Rico & M.M.Mart.Ort., Syn.: Inula conyzae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Griess.) Meikle), auch Dürrwurz-Alant genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Pentanema innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Beschreibung[Bearbeiten]
Die Dürrwurz unterscheidet sich durch die fehlenden Zungenblüten und die zurückgekrümmten Hüllblätter des Blütenkörbchen von anderen Arten dieser Gattung.
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Bei der Dürrwurz handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 40 bis 80, selten bis zu 120 Zentimetern erreicht. Ihr „Wurzelstock“ ist verholzt, kurz und dick.<ref name="Wagenitz1979" /> Der Stängel wächst aufrecht und ist meist erst im Bereich des Blütenstandes verzweigt. Die oberirdischen Pflanzenteile sind dünn und weich filzig behaart, allerdings nicht oder nur wenig drüsig.
Die Laubblätter sind eiförmig bis lanzettlich, wobei sie nach oben am Stängel immer kleiner werden. Die unteren und mittleren Laubblätter sind gestielt und stumpf, die oberen Laubblätter sind in den Blattgrund verschmälert und kurz gestielt oder sitzend. Bei der Blattunterseite tritt des Nervennetz deutlich hervor.<ref name="Wagenitz1979" />
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. In einem doldig ausgebreiteten rispigen Gesamtblütenstand stehen die körbchenförmigen Teilblütenstände zusammen. Die Blütenkörbchen haben einen Durchmesser von 5 bis 10 Millimetern und sind ungefähr doppelt so hoch. Die Hüllblätter, insbesondere die äußeren, sind zurückgekrümmt und stehen vom Blütenkörbchen ab. Die äußeren Hüllblätter sind grün, die inneren oft rötlich überlaufen. Zungenblüten fehlen oder sind kürzer als die Hüllblätter. Die Röhrenblüten sind hell bräunlich bis gelb.
Es werden Achänen mit Pappus gebildet.<ref name="Wagenitz1979" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen[Bearbeiten]
Die Dürrwurz kommt in Mittel- und Südeuropa vor. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich im Norden bis nach Dänemark, im Süden und Osten bis zum Kaukasusraum, das Gebiet von Syrien und Libanon und in den Iran.<ref name="Wagenitz1979" /><ref name="POWO" /> In Europa kommt sie in fast allen Ländern vor und fehlt nur in Irland, Island, Norwegen, Finnland, im Baltikum und in Belarus.<ref name="POWO" /> In Algerien ist die Dürrwurz sehr selten.<ref name="Wagenitz1979" /> In Deutschland fehlt sie im Norden fast völlig, in den Mittelgebirgen ist sie zwar weit verbreitet, kommt aber nur recht zerstreut vor. In den Allgäuer Alpen steigt sie im Tiroler Teil nahe dem Bernhardseck bei Elbigenalp bis in eine Höhenlage von 1800 Meter auf.<ref name="Dörr-Lippert2004" />
Die Dürrwurz wächst an trockenen Waldrändern und Kahlschlägen oder an Trockenhängen. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Ordnung Origanetalia, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften der Ordnungen Prunetalia, Quercetalia pubescentis oder des Verbands Erico-Pinion vor.<ref name="Oberdorfer2001" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie[Bearbeiten]
Die Erstbeschreibung der Dürrwurz erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 861 als Conyza squarrosa. Eine spätere Beschreibung entstand 1836 durch Ludwig Griesselich unter dem Namen Aster conyzae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griess. in Kleine Botanische Schriften ... Erster Theil, Seite 122.<ref name="Tropicos" /> Nach Gutiérrez-Larruscain et al. 2018 sind einige Arten aus der Gattung Inula in die Gattung Pentanema zu stellen. Es erfolgte eine Neukombination zu Pentanema conyzae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Griess.) D.Gut.Larr., Santos-Vicente, Anderb., E.Rico & M.M.Mart.Ort. in David Gutiérrez-Larruscain, Maria Santos-Vicente, Arne A. Anderberg, Enrique Rico, María Montserrat Martínez-Ortega: Phylogeny of the Inula group (Asteraceae: Inuleae): evidence from nuclear and plastid genomes and a recircumscription of Pentanema. In: Taxon, Volume 67, Issue 1, März 2018 auf Seite 159.<ref name="Gutiérrez-Larruscain2018" /><ref name="GRIN" /> Später erfolgte eine weitere Neukombination im Jahr 2019 zu Pentanema squarrosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) D.Gut.Larr., Santos-Vicente, Anderb., E.Rico & M.M.Mart.Ort. in Phytotaxa Band 395 Seite 18 (2019). Synonyme für Pentanema squarrosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) D.Gut. Larr. et al. sind: Conyza squarrosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. non Aster squarrosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.All., Conyza vulgaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam. nom. illeg., Inula squarrosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Bernh. non Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Inula vulgaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Trevis. nom. illeg., Jacobaea conzyae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Griess.) Merino, Aster conyzae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griess. und Pentanema conyzae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Griess.) D.Gut.Larr., Santos-Vicente, Anderb., E.Rico & M.M.Mart.Ort..<ref name="Euro+Med" />
Nach Gutiérrez-Larruscain et al. 2018 ist diese Art besser in die Gattung Pentanema zu stellen.<ref name="Gutiérrez-Larruscain2018" /> Dieser Ansicht folgen nicht alle Arbeitsgruppen und erörtern stattdessen einen noch größeren Umfang der Gattung Inula.<ref name="Hand2019" />
Literatur[Bearbeiten]
- Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
- Werner Rothmaler: Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 2: Gefäßpflanzen, 14. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-060-12539-2.
- Otto Schmeil, Jost Fitschen, Werner Rauh: Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. 84. Auflage. Quelle & Meyer, Heidelberg 1968.
Weblinks[Bearbeiten]
- Inula conyzae (Griess.) Meikle, Dürrwurz-Alant auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Dürrwurz. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
- Datenblatt mit Beschreibung nach Hermann Wagner (1882) von Dürrwurziger Alant bei flogaus-faust mit Links zu Fotos.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Tropicos"> Pentanema conyzae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="InfoFlora"> Inula conyzae (Griess.) Meikle In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 922. </ref> <ref name="Dörr-Lippert2004">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 587. </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Inula conyzae, In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Gutiérrez-Larruscain2018"> David Gutiérrez-Larruscain, Maria Santos-Vicente, Arne A. Anderberg, Enrique Rico, María Montserrat Martínez-Ortega: Phylogeny of the Inula group (Asteraceae: Inuleae): evidence from nuclear and plastid genomes and a recircumscription of Pentanema. In: Taxon, Volume 67, Issue 1, März 2018, S. 149–164. doi:10.12705/671.9 </ref> <ref name="POWO">Pentanema squarrosum. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Hand2019"> Ralf Hand, Karl Peter Buttler: Beiträge zur Fortschreibung der Florenliste Deutschlands (Pteridophyta, Spermatophyta) – Elfte Folge. In Kochia, Volume 12, Februar 2019, S. 139–148. hier S. 143. </ref> <ref name="Wagenitz1979">Gerhard Wagenitz: Inula conyza. In: .</ref> </references>