Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung
Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung e. V. (Abkürzung DISS) ist eine private interdisziplinäre Forschungseinrichtung. Das Institut erstellt Analysen zur gesellschaftlichen Entwicklung für eine politische, pädagogische und journalistische Praxis. Es wurde 1987 von Siegfried Jäger gegründet. Geforscht wird nach eigenen Angaben insbesondere nach den Ursachen von Rechtsextremismus, Rassismus, völkisch-nationalen Tendenzen, Antisemitismus und sozialer Ausgrenzung.
Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung versteht sich als „zwar tendenziell linkes, aber parteipolitisch und organisationspolitisch unabhängiges Institut“.<ref>Siegfried Jäger in einer Rede zum 10-jährigen Jubiläum: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.10 Jahre DISS ( vom 2. April 2007 im Internet Archive); in: DISS-Journal 1/98</ref>
Das Institut[Bearbeiten]
Entstehung und Geschichte[Bearbeiten]
Das DISS wurde im Sommer 1987 als ein Zusammenschluss bereits existierender Arbeitskreise gegründet, um die Arbeits- und Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Publikationsmöglichkeiten verbessern zu können.<ref>Siegfried Jäger: Faschismus, Rechtsextremismus, Sprache. Eine kommentierte Bibliographie; Duisburg 19902, S. 76</ref>
Finanzierung[Bearbeiten]
Das Institut finanziert sich über einen Förderkreis, Drittmittel sowie Mitgliedsbeiträge und Spenden<ref name="Zimmermann2007">Jens Zimmermann: Projektbericht: Gegen den Strich: Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS); in: Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research. Nr. 8(2), 2007.</ref> und ist Mitglied im Wissenschaftsforum Ruhr.
Satzungsziele[Bearbeiten]
- Durchführung wissenschaftlicher und kultureller Veranstaltungen und Forschungsvorhaben zu Problemen des öffentlichen Sprachgebrauchs (in Medien, Politik und Kultur)
- Sprachberatung
- Jugend- und Erwachsenenbildung
- Erarbeitung und Veröffentlichung von Forschungsmaterialien und Unterrichtswerken<ref>https://www.diss-duisburg.de/satzung/</ref>
Struktur[Bearbeiten]
Vorstand und Wissenschaftlicher Beirat[Bearbeiten]
zum Vorstand des Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung gehören:<ref>https://www.diss-duisburg.de/vorstand/</ref>
- Margarete Jäger, seit 2011 Leiterin des DISS und Vorstandsvorsitzende
- Benno Nothardt (Stellvertreter der Vorsitzenden)
- Helmut Kellershohn (Stellvertreter der Vorsitzenden und Schriftführer)
- Jobst Paul (Stellvertreter der Vorsitzenden und Kassenwart)
Der Vorstand wird unterstützt durch einen Beirat und einen wissenschaftlichen Beirat.<ref>https://www.diss-duisburg.de/wissenschaftlicher-beirat</ref>
Publikationsorgane[Bearbeiten]
Anfang der 1990er wurden einzelne Broschüren des DISS vom GNN-Verlag veröffentlicht.<ref>So u. a. Siegfried und Margret Jäger: Die Demokratiemaschine ächzt und kracht. Zu den Ursachen des Rechtsextremismus in der BRD; DISS-Texte 12; und Franz Januschek: Rechtspopulismus und NS-Anspielungen am Beispiel des österreichischen Politikers Jörg Haider; DISS-Texte 15; siehe auch das Impressum dieser Texte.</ref> Bis 2003 veröffentlichte das DISS Monographien und DISS-Texte im Selbstverlag. Seit 2004 erscheinen Bücher in der Edition DISS beim Unrast Verlag. Einzelne Schriften, an denen das DISS beteiligt war bzw. die vom DISS erstellt wurden, wurden auch von anderen Verlagen wie dem Dietz Verlag in Bonn, dem Bund-Verlag in Köln, dem Lit-Verlag in Münster und dem VS Verlag für Sozialwissenschaften veröffentlicht.
Neben der Analyse des rechtsextremen Gedankenguts werden auch Präventivkonzepte und Argumentationsweisen als Grundlage für die Entwicklung von Gegenstrategien in Jugendbildungsarbeit und Politik ausgearbeitet und für politisch aktive Gruppen als Handreichungen zur Verfügung gestellt, um gegen das Einsickern rechtsextremer Ideologeme in die Mitte der Gesellschaft anzugehen.<ref name="Zimmermann2007" />
Die Institutszeitung DISS-Journal erscheint zweimal im Jahr. Außerdem werden weitere Aufsätze und vergriffene Buchtitel in einer Internetbibliothek veröffentlicht.<ref>https://www.diss-duisburg.de/online-bibliothek/</ref>
Auf dem Weblog DISSkursiv werden aktuelle Informationen zur Arbeit des DISS, Artikel, Meinungsbeiträge, Rezensionen, Kurzinfos, Glossen und Satiren von Mitarbeitern und von externen Autoren veröffentlicht.
Kooperierende und unterstützende Institutionen (Auswahl)[Bearbeiten]
American Jewish Committee (AJC), Berlin; Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Berlin; Anti-Rassismus Informations-Centrum, (ARIC) NRW; CoRe NRW; Deutsches Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS); Euregio Rhein-Waal; Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus (FORENA) der Hochschule Düsseldorf; Friedrich-Ebert-Stiftung; Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS); Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg; Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA NRW); Institut für Türkeistudien und Integrationsforschung (IfTI); Essen; Landeszentrale für politische Bildung NRW; Ludwig-Steinheim-Institut, Duisburg; Open Society Foundation; Otto-Brenner-Stiftung; RAG-Stiftung, Essen; Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP), Duisburg; Rosa Luxemburg-Stiftung (RLS) NRW und Berlin; Rothschild Bank, Frankfurt; RWE Essen; Sparkasse Duisburg; Stifterverband für die deutsche Wissenschaft, Essen; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA), Duisburg; Verein für internationalen und interkulturellen Austausch (VIA), Essen; Syntopia, Duisburg; Zentralrat der Juden in Deutschland.
Forschung[Bearbeiten]
Methode[Bearbeiten]
Das Institut forscht mittels der „Kritischen Diskursanalyse“ (KDA), die als ein Konzept qualitativer Sozialforschung verstanden wird und insbesondere durch die Schriften von Michel Foucault und Jürgen Link inspiriert ist. Diskurse werden als gesellschaftliche Redeweisen gefasst, die institutionalisiert sind, d. h. gewissen Regeln unterliegen und Machtwirkungen entfalten, weil sie das Handeln von Menschen bestimmen. Diskurse werden auch als „Fluss von Wissen durch Zeit und Raum“ verstanden. Diskursanalysen geht es um eine Antwort auf die Frage, was zu einem bestimmten Zeitpunkt von wem wie sagbar ist bzw. war. Das wiederum bedeutet, dass immer auch die Frage danach mitspielt, was nicht sagbar ist bzw. war. Diskursanalysen erfassen das Feld des Sagbaren. Indem sie auch die Grenzen des Sagbaren in den Blick nehmen, erfassen sie auch die Machtwirkungen von Diskursen. Es wird davon ausgegangen, dass die von Diskursen ausgehenden Machteffekte Einfluss auf die Konstitution der in der Gesellschaft lebenden Subjekte haben. Diskursanalysen sollen dazu beitragen, undemokratischen Entwicklungen in der Gesellschaft entgegenzuwirken.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Arbeitskreise des DISS[Bearbeiten]
AK Rechts[Bearbeiten]
Seit der Gründung des DISS existiert der Arbeitskreis Rechts. Er sieht seine Aufgabe darin, politische Entwicklungen auf dem Feld rechter Ideologie und rechter Bewegungen langfristig zu beobachten und zu analysieren und die Ergebnisse seiner Analysen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.<ref>Arbeitskreise des DISS. DISS, abgerufen am 3. Mai 2026.</ref><ref>Gegründet wurde der Arbeitskreis Rechts als Antifaschistischer Arbeitskreis Duisburg, später dann umbenannt. Noch vor der Gründung des DISS veröffentlichte der Arbeitskreis 1987 mit „Auf der Flucht. Asyl – Ein Lehrstück über Rassismus in der Bundesrepublik“ eine eigene Broschüre, die dann vom DISS vertrieben wurde.</ref>
Diskurswerkstatt[Bearbeiten]
Seit 1992 existiert die Diskurswerkstatt. Sie widmet sich der Rezeption der Arbeiten Michel Foucaults sowie weiterer theoretischer und methodischer diskurstheoretischer Konzepte.<ref>https://diss-duisburg.de/institut/diskurswerkstatt/</ref>
Weitere Schwerpunkte des DISS spiegeln sich in den Arbeitskreisen Judentum/Antisemitismus, Migration, Gesellschaftstheorie, Antiziganismus und Geschlechterpolitiken.<ref>https://diss-duisburg.de/arbeitskreise-des-diss/</ref>
Kolloquien und Workshops[Bearbeiten]
DISS-Colloquium[Bearbeiten]
Einmal jährlich findet eine themenspezifische Fachtagung des Instituts statt, auf der Wissenschaftler, Journalisten, Vertreter der Zivilgesellschaft sowie Personen der interessierten Öffentlichkeit miteinander diskutieren. Diese Colloquien wurden und werden von der VVN/BdA, von der FES-Stiftung, der Frankenwarte Würzburg sowie der RLS Berlin und NRW unterstützt.<ref>https://diss-duisburg.de/jahreskolloquien/</ref> Die Beiträge und Ergebnisse werden in der Edition DISS veröffentlicht.
Workshops zur KDA[Bearbeiten]
Circa viermal im Jahr finden im DISS Workshops zur Einführung in die Kritische Diskursanalyse statt.<ref>Workshop Kritische Diskursanalyse. Abgerufen am 22. Juni 2026.</ref> An zwei Tagen kommen Wissenschaftler und Studierende nach Duisburg, um sich mit der Methode der KDA vertraut zu machen.
DISS-Archiv[Bearbeiten]
Mit dem Ziel, eine kritische Auseinandersetzung mit der Ideologie und der Praxis der extremen Rechten zu fördern, unterhält das Institut ein „umfangreiches Archiv, das vor allem Primär- und Sekundärquellen zur extremen Rechten enthält“.<ref>DISS Archiv [1]</ref> Vom „Umfang und Inhalt“ gilt das DISS-Archiv als „eines der größten innerhalb Deutschlands“. „Es umfasst inzwischen den Zeitraum von den 1960er Jahren bis heute“. Besonders frühe Dokumente der Sammlung wurden „durch eine umfangreiche Schenkung des Frankfurter Instituts für Sozialforschung ergänzt“.<ref name="Zimmermann2007" />
Forschungsprojekte[Bearbeiten]
Einwanderung im deutschen Alltagsdiskurs[Bearbeiten]
Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung führt seit den 1990er-Jahren zu dem Thema des rassistischen und antisemitischen Alltagsdiskurses fortlaufende Erhebungen vor allem in Form von Tiefeninterviews durch. Das Material wird diskursanalytisch ausgewertet. Mit der Studie BrandSätze wurde bereits 1992 eine erste Studie veröffentlicht. Interviewt wurden deutsche Bürger in westlichen Großstädten. Das zentrale „Ergebnis dieser Studie ist, dass alle interviewten Menschen mehr oder minder stark in den rassistischen Diskurs verstrickt sind.“<ref>Studie BrandSätze [2]</ref>
Eine Studie, deren Ergebnisse 2007 vorgestellt werden sollten, beschäftigte sich mit den rassistischen und antisemitischen Effekten medialer Debatten wie die um das Holocaust-Mahnmal, um die Entschädigung der Zwangsarbeiter und die Affäre um den Politiker Möllemann, die Debatten zum 11. September 2001 sowie zur Zweiten Intifada in Israel und Palästina.<ref>DISS: Einwanderung im deutschen Alltagsdiskurs – eine diskursanalytische Untersuchung</ref>
Ethnisierung von Sexismus im Alltagsdiskurs der Einwanderung (1994–1995)[Bearbeiten]
In diesem Forschungsprojekt untersuchte Margaret Jäger auf der Grundlage von Tiefeninterviews mit Menschen deutscher und christlicher Herkunft das Phänomen der Ethnisierung von Sexismus, wie es sich in der Auffassung zeigt, „dass türkische oder moslemische Männer besonders sexistisch seien, dass sie Frauen in besonderer Weise unterdrückten“. Berücksichtigt wird hierbei die besondere Wirkung durch die Verschränkung der Diskurse um Einwanderung und um Sexismus. Die Ergebnisse der Studie wurden 1996 von Margret Jäger in dem Buch Fatale Effekte. Die Kritik am Patriarchat im Einwanderungsdiskurs veröffentlicht.<ref>Margret Jäger: Fatale Effekte. Die Kritik am Patriarchat im Einwanderungsdiskurs. Duisburg 1996.</ref>
Rechtsextreme Verhaltensmuster (1994–1996)[Bearbeiten]
Dieses vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW geförderte Forschungsprojekt analysierte das „politische[n] Verhalten von rechtsextremen Mandatsträgern innerhalb und außerhalb der Parlamente und dem weiteren Auftreten rechtsextremer Ideologeme in der Gesellschaft insgesamt“ mit dem Ziel, „Grundlage Handlungsempfehlungen für Jugendarbeit und Politik“ zu entwickeln.<ref>DISS: Rechtsextreme Verhaltensmuster</ref> Die Ergebnisse der zwei Teilstudien wurden 1997 von Christoph Butterwegge u. a. in dem Band Rechtsextremisten in Parlamenten. Forschung – Fallstudien – Gegenstrategie<ref>Christoph Butterwegge u. a.: Rechtsextremisten in Parlamenten. Forschung – Fallstudien – Gegenstrategie. Opladen 1997.</ref> und 1998 von Siegfried Jäger u. a. in Der Spuk ist nicht vorbei. Völkisch-nationalistische Ideologeme im öffentlichen Diskurs der Gegenwart publiziert.<ref>Siegfried Jäger u. a.: Der Spuk ist nicht vorbei. Völkisch-nationalistische Ideologeme im öffentlichen Diskurs der Gegenwart. Duisburg 1998.</ref>
Biomacht und Medien (1997)[Bearbeiten]
Das diskursanalytische Forschungsprojekt Biomacht und Medien beschäftigte sich mit der Frage: „Wie präsentiert sich das biopolitische Dispositiv in den Print-Medien und welche Effekte gehen von dieser Berichterstattung aus?“ Für den Untersuchungszeitraum 1994 wurden fünf Tages- und drei Wochenzeitungen ausgewertet. Untersucht wurden Presseartikel zu den Themenschwerpunkten:
- Krankheit/Gesundheit: neben „Umgang mit Kranken, Alten und Behinderten auch die Behandlung von Sterbehilfe und Organtransplantationen. Auch Artikel über Menschenversuche, Gentherapien, Chromosomensuche und Aids sind in diesem Themenfeld zu finden.“
- Geburt/Leben: „Berichte über Embryonen, künstliche Befruchtung, pränatale Diagnostik sowie Leihmütter, Samenbanken und Maßnahmen qualitativer Bevölkerungskontrolle.“
- Individueller Tod/individuelles Sterben: „Debatten um Hirn- und Herztod, Apparatemedizin, Abtreibung und Organhandel“.
- Ernährung: „gentechnologische Freilandversuche, Genlebensmittel oder Welternährungsprobleme“.
- Ökonomie: „Standortvor- bzw. -nachteile in Verbindung mit Gentechnologie“ und Probleme „der ökonomischen Auslastung von Transplantationszentren“.
- Bioethik/Menschenbild: bioethische Debatten zu oben genannten Themen, zu der Bioethikkonvention der Europäischen Kommission, zu „gesetzlichen Regelungen von Sterbehilfe und Abtreibung und […] Umgang mit Homosexualität“.<ref>Zitate nach: DISS: Biomacht und Medien</ref>
Die Ergebnisse wurden 1997 veröffentlicht.<ref>Margret Jäger, Siegfried Jäger, Gabriele Cleve, Frank Wiechert, Ernst Schulte Holtey (Hrsg.): Biomacht und Medien. 1997</ref>
Jüdische Publizistik im 19. Jahrhundert[Bearbeiten]
Unter dem Gesichtspunkt der jüdischen Vision einer integrativen Gesellschaft in den Debatten des 19. Jahrhunderts werden seit 2005 jüdische Gesellschaftsentwürfe in der jüdischen Publizistik von 1848 bis 1871 vom Institut diskursanalytisch untersucht. Das Projekt mit dem Titel Staat, Nation, Gesellschaft ist an der Universität Duisburg-Essen angesiedelt und erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut: „Neben der historiographischen Klärung des Themas werden als Forschungsergebnisse auch Hinweise für das aktuelle Konzept ‚integrative Gesellschaft‘ in Gegenwart und Zukunft erwartet.“ Viele Quellenedition der Texte werden erstmals auch online veröffentlicht.<ref>Ludwig Steinheim-Institut: Projekt Staat, Gesellschaft, Nation.</ref>
Metapolitik und Weltanschauung[Bearbeiten]
Das Projekt Metapolitik und Weltanschauung. Konzepte und Debatten der Neuen Rechten zu Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik unternimmt eine Differentialdiagnose<ref>vgl. Stefan Breuer: Die Völkischen in Deutschland. Kaiserreich und Weimarer Republik. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-21354-2.</ref> mit dem Ziel, die divergierenden Applikationen des völkischen Nationalismus auf das Feld der Wirtschafts- und Sozialpolitik nachzuvollziehen. Dabei werden elaborierte Ausarbeitungen „konzeptiver Ideologen“ der Neuen Rechten sowie eher tagespolitisch motivierte Publizistik unter besonderer Berücksichtigung der Themenfelder „Sozialstaat/Sozialpolitik“, „Mittelstandspolitik“ und „Klimapolitik“ in die Untersuchung einbezogen. Als theoretische Grundlage kann das „gesamte Spektrum zwischen einerseits verschiedenen Varianten eines national ausgerichteten Neoliberalismus (Ordoliberalismus, Libertarismus) und andererseits den Varianten eines ‚Antikapitalismus von rechts‘ bzw. einer nationalsozialen Programmatik“ identifiziert werden.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Konzepte der Neuen Rechten zu Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik. In: DISS-Journal – Sonderausgabe. DISS, Duisburg Vorlage:Cite book/Date (Vorlage:Cite book/URL [abgerufen am -11-]).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Konzepte der Neuen Rechten zu Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik. In: DISS-Journal – Sonderheft. April 2023, abgerufen am 22. Juni 2026.</ref>
Medienanalysen[Bearbeiten]
Im Rahmen von Medienanalysen erforscht das DISS Themen wie Migration und Rassismus zumeist über sehr lange Zeiträume. Untersucht werden sowohl hegemoniale Printmedien als auch kleinere rechte Medien. Eine besonders intensive Medienanalyse erfolgte anhand der Wochenzeitung Junge Freiheit, die seit Anfang der 1990er-Jahre kontinuierlich ausgewertet wird.
DISS-Studien zur Wochenzeitung Junge Freiheit (1994/2003)[Bearbeiten]
Nachdem Jäger bereits 1988 eine Studie zu Medien der Neuen Rechten veröffentlicht hatte,<ref>Siegfried Jäger (Hrsg.): Rechtsdruck. Die Presse der Neuen Rechten. Bonn, Dietz 1988.</ref> fand diese ihre Fortsetzung in der Forschung zur Wochenzeitung Junge Freiheit. Eine erste Studie wurde 1994 unter dem Titel Das Plagiat der Öffentlichkeit. Der Völkische Nationalismus der Jungen Freiheit von Helmut Kellershohn herausgegeben. Dieses Buch wurde recht breit rezipiert, neben traditionell antifaschistischen Initiativen auch von Bildungseinrichtungen bis zu einzelnen Verfassungsschutzmitarbeitern wie Matthias Weber vom Bundesamt für Verfassungsschutz, der diese Studie als Grundlage für einen eigenen Aufsatz im Jahrbuch Extremismus & Demokratie heranzog.
In einer weiteren Studie, die unter dem Titel Nation statt Demokratie. Sein und Design der rechtsextremen „Jungen Freiheit“ erschien, wurden die diskursanalytischen Erhebungen zu der Wochenzeitung Junge Freiheit um Analysen aus dem Jahre 2002 und 2003 vertieft. Die bereits in früheren und regelmäßigen Untersuchungen zur Jungen Freiheit, ihrem Umfeld – wie dem Institut für Staatspolitik (IfS) – und ihren Ideologemen wie das ihr unterstellte Konzept des „völkischen Nationalismus“ und den Bezügen zur „Konservativen Revolution“ gewonnenen Ergebnisse werden hier um den neuen Untersuchungszeitraum erweitert. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Strategien und diskurspolitischen Ziele der Zeitung. Das Institut analysiert rechtsextreme, antisemitische und völkische Ideologien im Zusammenhang mit der Berichterstattung.<ref>Martin Dietzsch, Siegfried Jäger, Helmut Kellershohn und Alfred Schobert veröffentlichten ihre Ergebnisse in dem Buch Nation statt Demokratie. Sein und Design der „Jungen Freiheit“. DISS, Duisburg 2003; Unrast, Münster 20042.</ref> Ergebnisse weiterer Untersuchungen zur Jungen Freiheit wurden 2008 und 2013 veröffentlicht.<ref>Regina Wamper: Das Kreuz mit der Nation. Christlicher Antisemitismus in der Jungen Freiheit. In: Edition DISS. Band 18. Unrast, Münster 2008.</ref><ref>Helmut Kellershohn: Die 'deutsche Stimme' der 'Jungen Freiheit'. Lesarten des völkischen Nationalismus in zentralen Publikationen der extremen Rechten. In: Edition DISS. Band 23. Unrast, Münster 2013.</ref>
Medienberichterstattung über Straftäter ausländischer und deutscher Herkunft (1997)[Bearbeiten]
1997 führte das Institut im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Stadtentwicklung, Kultur und Sport NRW (MASSKS) ein Forschungsprojekt über den Zusammenhang von Kriminalitätsberichterstattung und Vorurteilen gegenüber Flüchtlingen und Einwanderungen durch. Eine grundlegende Frage war die nach dem Unterschied in der Berichterstattung der Medien, je nachdem, ob die Straftäter deutscher oder nicht-deutscher Herkunft sind.<ref>Margret Jäger, Gabriele Cleve, Ina Ruth, Siegfried Jäger: Von deutschen Einzeltätern und ausländischen Banden. Medien und Straftaten. DISS, Duisburg 1998.</ref>
Stadtteildiskurs: Leben im Brennpunkt[Bearbeiten]
In diesem Forschungsprojekt über einen so genannten Problemstadtteil wurden 1999 „der öffentliche Diskurs über den Stadtteil Gelsenkirchen-Bismarck/Schalke-Nord und seine Auswirkungen auf die Bevölkerung“ untersucht. Gegenstand der Analyse waren die Diskurse der Medien, der Sozialmanager und der in diesem Stadtteil lebenden Menschen, ihre Wahrnehmung von Problemen und Konflikten und ihre Vorstellungen von Lösungen.<ref>Margarete Jäger, Gabriele Clever, Ina Ruth und Siegfried Jäger: Leben im Brennpunkt. Der öffentliche Diskurs über den Stadtteil Gelsenkirchen-Bismarck/Schalke-Nord und seine Auswirkungen auf die Bevölkerung.</ref>
Der NATO-Krieg in Jugoslawien und die Medien (1999/2000)[Bearbeiten]
Mit dem Diskursprojekt Medien im Krieg untersuchte das Institut den Zusammenhang zwischen Medienberichten zu dem NATO-Krieg in Jugoslawien in Bild, WAZ, FAZ, Frankfurter Rundschau, Focus, Spiegel und Zeit und ihrer Rolle hinsichtlich einer zu schaffenden Akzeptanz für Politik und Militär.<ref>Margarete Jäger, Siegfried Jäger (Hrsg.): Medien im Krieg. Der Anteil der Printmedien an der Erzeugung von Ohnmachts- und Zerrissenheitsgefühlen.</ref>
DISS-Projekt zum Nahost-Konflikt[Bearbeiten]
Im Auftrag des Berlin Office des American Jewish Committees untersuchte das Institut die deutsche Medienberichterstattung zur Zweiten Intifada in Israel und Palästina.<ref>Margarete Jäger, Siegfried Jäger (Hrsg.): Medien im Krieg. Der Anteil der Printmedien an der Erzeugung von Ohnmachts- und Zerrissenheitsgefühlen (deutschsprachige Kurzfassung der Studie, PDF, 273 kB; englischsprachige Kurzfassung der Studie, PDF, 574 kB)</ref>
Propaganda der rechtsextremen Unabhängigen Nachrichten[Bearbeiten]
Dieses Projekt untersucht die 30-jährige Geschichte und die Propagandatechnik der rechtsextremen Zeitschrift Unabhängige Nachrichten, die im Untersuchungszeitraum mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren die am meisten an Schulen verteilte Publikation der extremen Rechten darstellte. Die Ergebnisse wurden von Martin Dietzsch, Helmut Kellershohn, Alfred Schobert mit Handreichungen für Lehrer unter dem Titel Jugend im Visier publiziert. Laut der Studie wollen die Unabhängigen Nachrichten „das Weltbild der Erlebnis- und Tätergeneration des Nationalsozialismus der heutigen Jugend vermitteln und dennoch möglichst im Rahmen der Legalität bleiben.“<ref>Martin Dietzsch, Helmut Kellershohn, Alfred Schobert: Jugend im Visier. Geschichte, Umfeld und Ausstrahlung der „Unabhängigen Nachrichten“.</ref>
Diskursanalyse zum Medienbild Israels[Bearbeiten]
2000/2001 untersuchten die DISS-Mitarbeiter Margarete Jäger und Siegfried Jäger den bundesdeutschen Mediendiskurs zum Nahostkonflikt während der Zweiten Intifada. „Das Datenmaterial zur Studie Medienbild Israel setzte sich aus 2505 Zeitungsartikeln zusammen, die zwischen dem 28. September 2000 und dem 8. August 2001 in sieben deutschen Tages- und Wochenzeitungen erschienen. Eingegrenzt wurde das Material dadurch, dass sich die Forscher auf vier diskursive Ereignisse konzentrierten“:<ref>Uni Trier; vgl.: Kerstin Smirr: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Anwendung der Kritischen Diskursanalyse auf die Medienwissenschaft am Beispiel der Studie zum Medienbild Israel ( des Vorlage:IconExternal vom 30. September 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Siegfried Jäger, Margarete Jäger: Medienbild Israel. Zwischen Solidarität und Antisemitismus. Lit Verlag, Münster, Hamburg, London 2003.
Kerstin Smirr (Uni Trier): Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Anwendung der Kritischen Diskursanalyse auf die Medienwissenschaft am Beispiel der Studie zum Medienbild Israel ( des Vorlage:IconExternal vom 30. September 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.;
Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Zur Studie und zur Kritik an der Studie ( vom 30. September 2007 im Internet Archive): DISS Journal 10/2003; S. 10–15
Andrea D. Bührmann: Chancen und Risiken der angewandter Diskursforschung
Heribert Seifert: Aufblähender Abwehrzauber. Die Studie zum „Antisemitismus“ deutscher Zeitungen. In: epd medien, Nr. 43/02.</ref>
Berliner Republik[Bearbeiten]
Die Engländerin Joannah Caborn führte von 1997 bis 2000 ein Forschungsprojekt über den Regierungsumzug von Bonn nach Berlin und die diskursive Konstituierung der Berliner Republik.<ref>Joannah Caborn: Schleichende Wende. Diskurse von Nation und Erinnerung bei der Konstituierung der Berliner Republik. Edition DISS im Unrast-Verlag, Münster 2006.</ref>
Sprachfibel der diskriminierenden und rassistischen Wörter[Bearbeiten]
Im Jahre 2006 sollte das DISS die Erstellung einer Sprachfibel der diskriminierenden und rassistischen Wörter, des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) wissenschaftlich begleiten.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivlink ( vom 30. September 2007 im Internet Archive)Vorlage:Abrufdatum</ref> Dieses Projekt wurde nie realisiert, führte aber schon im Vorhinein zu heftigen Reaktionen: Es wurde im Anti-„PC“-Jargon von „Sprachreinigung“ gesprochen und kritisiert, dass der Begriff „Rassismus“ vom DISS zu weit gefasst und ideologisch gefärbt sei.<ref>NZZ: Reinigungsaktion. Fibel der rassistischen Wörter geplant.</ref>
Evaluationen[Bearbeiten]
Das DISS führt externe Evaluationen von Projekten und Programmen durch, bei denen die diskursanalytischen Methoden mit „den Notwendigkeiten des zu evaluierenden Materials kombiniert“ werden. Der nach Bedarf erstellte Evaluationsplan basiert auf teilnehmender Beobachtung, Fragebögen und Interviews.<ref>DISS Evaluationen: [3]</ref>
Einzelne Evaluationen:
- Entwicklung und Publikation von Bausteinen zur antirassistischen Trainings- und Bildungsarbeit in der Jugendhilfe<ref>DISS: Wissenschaftliche Evaluation eines Projekts von ARIC NRW. (PDF, 139 kB)</ref>
- Xenos-Projekt Kick im Kopf (2003)<ref>Iris Bünger-Tonks: XENOS-Projekt „Kick im Kopf“</ref>
- Aktion tagesschau – Nachrichten auf der Spur. Im Herbst 2004 begleitete das Institut ein Projekt zur Schaffung von Medienkompetenz für Schülerinnen der Sekundarstufen I und II.<ref>DISS: Aktion tagesschau – Nachrichten auf der Spur</ref>
- Evaluation der Entwicklungspartnerschaft Berufliche Zukunftsfelder für Männer und Frauen in der Region Emscher-Lippe (2005)<ref>Evaluation der Entwicklungspartnerschaft: „Berufliche Zukunftsfelder für Männer und Frauen in der Region Emscher-Lippe“</ref>
- Evaluation: Born to be me – Für Vielfalt und Demokratie (2010)<ref>Born to be me – Für Vielfalt und Demokratie</ref>
Kontroversen[Bearbeiten]
Im Dezember 2004 war das Institut unter anderem Gegenstand einer Großen Anfrage von CDU-Abgeordneten bezüglich des „Verdachts der finanziellen Förderung linksextremistisch beeinflusster Initiativen durch das ‚Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt‘“, die jedoch zu keinem Ergebnis bezüglich des DISS führte.<ref>BT-Drs. 15/5535 (PDF, 671 kB) vom 25. Mai 2005.</ref>
Im November 2007 wehrte sich Felix Krautkrämer, Redakteur der Jungen Freiheit gegen Rechtsextremismusvorwürfe in Veröffentlichungen des DISS zu seiner Zeitung seinerseits mit Linksextremismusvorwürfen gegenüber dem DISS und Autoren des Buches Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ von Stephan Braun und Ute Vogt<ref>Stephan Braun, Ute Vogt: Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“. Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden. VS Verlag für Sozialwissenschaften 2007, ISBN 978-3-531-15421-3.</ref>. Der SPD-Landtagsabgeordnete Stephan Braun stellte daraufhin fest, dass der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz weder das Institut noch die Autoren des Buches beobachtet, da keine Anhaltspunkte für extremistische Bestrebungen bestehen. Braun bezeichnete die Vorwürfe als Teil einer „gezielten Kampagne“.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Tim Schweiker: Stephan Braun: „Gezielte Kampagne“. ( vom 2. Januar 2014 im Internet Archive) In: Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung vom 22. Januar 2008.</ref> Mathias Brodkorb berichtete über Fehler in der Recherche Krautkrämers. So musste die Junge Freiheit gleich mehrere Unterlassungserklärungen unterzeichnen. Das Blatt räumte eine Falschmeldung bezüglich Margarete Jäger ein.<ref>Volker Schmidt: Wein, Weib und Meinungsfreiheit – Die merkwürdige Allianz eines Focus-Redakteurs mit der rechten Postille «Junge Freiheit» gegen SPD-Politiker, Frankfurter Rundschau vom 31. Dezember 2007</ref>
Der FAZ-Feuilletonist Lorenz Jäger – der 2005 von Habermas „als Rechtsaußen der FAZ-Feuilleton-Redaktion“ bezeichnet worden war<ref>Jürgen Habermas: In unverkennbar aggressiver Tonlage. Aus aktuellem Anlaß: Erinnerungen an die „Szondi-Affäre“ in Frankfurt. In: FAZ.NET vom 12. Juli 2005 (Print: FAZ vom 13. Juli 2005, S. N 3)</ref><ref>Nicht mehr auf faz.net zugänglich, Beleg in der Habermas-Bibliografie [4], verzeichnet mit Datum vom 13. Juli 2005.</ref> und sich erst 2011 vom Konservatismus distanzierte<ref>Vergleiche Rudolf Walther: Konservative schaffen sich ab. taz.de, veröffentlicht am 6. Oktober 2011, abgerufen am 28. Juni 2026.</ref> – attestierte dem Institut 2008 eine „dezidierte Linkslastigkeit“.<ref>Lorenz Jäger: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Verschwörungstheoretiker! Antisemiten!: Der militärisch-ideologische Komplex ( des Vorlage:IconExternal vom 12. August 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. In: Internationale Politik, 5. Mai 2008, S. 52–56, hier: S. 52.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur; 1, S. 52–72.
- Daniel Bartel, Peter Ullrich: Kritische Diskursanalyse. Darstellung anhand der Analyse der Nahostberichterstattung linker Medien; in: Ulrike Freikamp, Matthias Leanza, Janne Mende, Stefan Müller, Peter Ullrich, Heinz-Jürgen Voss (Hrsg.): Kritik mit Methode? Sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden und Gesellschaftskritik; Berlin: Dietz, S. 53–72.
- Andrea D. Bührmann: Chancen und Risiken der angewandter Diskursforschung; Universität Augsburg
- Rainer Diaz-Bone: Kritische Diskursanalyse: Zur Ausarbeitung einer problembezogenen Diskursanalyse im Anschluss an Foucault. Siegfried Jäger im Gespräch mit Rainer Diaz-Bone; Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research [On-line Journal], 7(3), Art. 21; 2006
- Rainer Diaz-Bone: Historical Social Research/Historische Sozialforschung; 28 (2003)
- Hannelore Bublitz: Artikel Diskurs; in Sina Farzin/, Stefan Jordan (Hrsg.): Lexikon Soziologie und Sozialtheorie. Hundert Grundbegriffe; Stuttgart: Reclam, 2008; S. 47 f.
- Andreas Hirseland: Rezension zu: Margarete Jäger & Siegfried Jäger (2007). Deutungskämpfe. Theorie und Praxis Kritischer Diskursanalyse; Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 8(2), Art. 27
- Matthias Jung, Martin Wengeler, Karin Böke (Hrsg.): Die Sprache des Migrationsdiskurses. Das Reden über „Ausländer“ in den Medien, der Politik und im Alltag; Opladen: Westdeutscher Verlag, 1997; ISBN 3-531-12924-4. (Notation: Andy Jones; in: Final Year 2004–2005), (Online auf dem Server der Universität Düsseldorf)
- Reiner Keller, Andreas Hirseland, Werner Schneider, Willy Viehöver (Hrsg.): Handbuch sozialwissenschaftliche Diskursanalyse, Band 1: Theorien und Methoden; Opladen: Westdeutscher Verlag, 2001.
- Reiner Keller: Diskursforschung. Eine Einführung für SozialwissenschaftlerInnen; Opladen: Leske + Budrich, 2004.
- Reiner Keller: Wissenssoziologische Diskursanalyse. Grundlegung eines Forschungsprogramms; Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2005.
- Reiner Keller, Andreas Hirseland, Werner Schneider, Willy Viehöfer (Hrsg.): Die diskursive Konstruktion von Wirklichkeit. Zum Verhältnis von Wissenssoziologie und Diskursforschung; Konstanz: UVK, 2005.
- Reiner Keller: Analysing Discourse. An Approach From the Sociology of Knowledge; in: Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research [Online Journal], 6/3, Art. 32; September 2005.
- Brigitte Kerchner, Silke Schneider (Hrsg.): Foucault: Diskursanalyse der Politik. Eine Einführung; Wiesbaden: VS Verlag, 2006.
- Lothar Mikos, Claudia Wegener (Hrsg.): Qualitative Medienforschung. Ein Handbuch; Konstanz: UVK/UTB, 2005.
- Alexander B. Murphy, Mark Bassin, David Newman, Paul Reuber, John Agnew: Is there a politics to geopolitics? Progress in Human Geography; (10) 2004; Band 28.
- D. Tannen, D. Schiffrin, H. Hamilton (Hrsg.): Handbook of Discourse Analysis. Oxford: Blackwell; 2004; insbesondere: Teun A. van Dijk.
- Ruth Wodak: Aspects of Critical Discourse Analysis (PDF, 251 kB); Uni Koblenz. ZfAL 36, 2002.
- Ruth Wodak, M. Meyer (Hrsg.): Methods of Critical Discourse Analysis; London: Sage, 2001.
- Ruth Wodak, Rudolf de Cillia: Discourse and Politics; in: Handbuch Soziolinguistik; Berlin, New York: de Gruyter, 2001.
- Ruth Wodak, Rudolf de Cillia, Martin Reisigl, Karin Liebhart, Klaus Hofstätter, Maria Kargl: Zur diskursiven Konstruktion nationaler Identität; Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1998.
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website
- Theorien der Medienkommunikation 3: Diskurstheorien. Wiki zum Seminar Theorien der Medienkommunikation der Universität Trier
- Forum Qualitative Sozialforschung: Projektbericht
- Antworten auf die Vorwürfe der DISS-Studie zur Israel-Berichterstattung deutscher Medien Kritik zur Studie aus NZZ, epd und taz.
Siehe auch[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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