Dan Henderson
| Dan Henderson | |
|---|---|
| Daten | |
| Kampfname | Hendo |
| Größe | 1,85 m |
| Gewicht | Mittelgewicht |
| Nationalität | |
| Geburtsdatum | 24. August 1970 |
| Geburtsort | Downey |
| Team | Team Quest / Dan Henderson’s Athletic Training Center |
| Kampfstil | Ringen |
| MMA-Statistik | |
| Siege | 32 |
| K. o. | 17 |
| Aufgabe | 1 |
| Punkte | 14 |
| Niederlagen | 15 |
| K. o. | 3 |
| Aufgabe | 4 |
| Punkte | 8 |
Daniel Jeffrey „Dan“ Henderson (* 24. August 1970 in Downey, Kalifornien) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Ringer und MMA-Kämpfer. Als Ringer war er unter anderem dreimaliger US-Meister und Panamerika-Champion sowie Teilnehmer der Olympischen Spiele 1992 und 1996.
Von 1997 bis 2016 war er im MMA aktiv und kämpfte unter anderem für die Organisationen Pride FC, UFC und Strikeforce. Er war 1997 Gewinner des Turniers Brazil Open in Brasilien, 1998 Gewinner des Turniers UFC 17 in den USA und 2000 Gewinner des Turniers RINGS King of Kings in Japan, sowie 2005 Gewinner des Grand Prix von Pride FC in Japan. Darüber hinaus war er Titelträger bei Pride FC im Mittelgewicht 2005 und im Halbschwergewicht 2007 sowie Titelträger bei Strikeforce im Halbschwergewicht 2011. 2007, 2008 und 2016 war er zudem Titelherausforderer der UFC im Mittelgewicht bzw. Halbschwergewicht.<ref>Dan "Hendo" Henderson In the Cage And In life - Come Train With Us</ref> Er besiegte im Laufe seiner Karriere unter anderem Antônio Nogueira, Renzo Gracie, Murilo Bustamante, Vitor Belfort, Wanderlei Silva, Rich Franklin, Michael Bisping, Fjodor Jemeljanenko und Mauricio Rua.
Karriere im Ringen[Bearbeiten]
Henderson begann im Alter von fünf Jahren mit dem Ringen und belegte als Schüler der Victor Valley High School in Victorville in seinem Abschlussjahr 1988 den ersten Platz bei den kalifornischen Landesmeisterschaften des Schulsportverbandes CIF und auch den ersten Platz bei der nationalen Juniorenmeisterschaft im griechisch-römischen und Freistil. Anschließend war er Ringer an der Cal State Fullerton und Arizona State University. Im griechisch-römischen Stil gewann er 1990 die Junioren-Weltmeisterschaft der FILA sowie 1991 die US-Universitätsmeisterschaft und nahm an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona teil, wo er Platz 10 im Mittelgewicht erreichte. 1993 qualifizierte er sich für die national höchste Universitätsliga – NCAA Division I –, gewann erneut die US-Universitätsmeisterschaft und auch die US-Meisterschaft der offenen Klasse. 1994 gewann er wiederum die US-Universitätsmeisterschaft und die US-Meisterschaft, sowie jeweils Silber bei der Panamerikameisterschaft in Mexiko-Stadt und dem Weltcup in Kecskemét. Bei der Weltmeisterschaft 1994 in Tampere erreichte er Platz 12.
Bei den Panamerikanischen Spielen 1995 in Mar del Plata gewann er Bronze, während er beim Weltcup 1996 in Colorado Springs Silber erreichte. Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta schied er dann auf Platz 12 im Mittelgewicht aus. 1997 wurde er erneut US-Meister und startete bei der Weltmeisterschaft 1997 in Breslau, wo er einen 7. Platz erreichte. 1998 gewann er noch Bronze bei der Panamerikameisterschaft in Winnipeg. Im Jahr 2000 nahm er noch an den Panamerikameisterschaften in Cali teil und sicherte sich die Goldmedaille.<ref>Dan Henderson, UWW</ref><ref>National Wrestling Hall Of Fame</ref>
Er wurde 2010 von der National Wrestling Hall Of Fame als Outstanding American ausgezeichnet und fand 2013 Aufnahme in die California Wrestling Hall of Fame.<ref>National Wrestling Hall of Fame</ref><ref>Five Sun Devils Named to California Wrestling HOF</ref>
Karriere im MMA[Bearbeiten]
Henderson gewann am 15. Juni 1997 das eintägige Turnier Brazil Open in Brasilien<ref>Brazil Open - '97</ref> und am 15. Mai 1998 das Turnier UFC 17 - Redemption in Alabama.<ref>UFC 17 - Redemption</ref> Am 28. Oktober 1999 gewann er zwei Kämpfe bei der japanischen Organisation Rings - King of Kings und qualifizierte sich damit für das Finalturnier der Promotion am 26. Februar 2000 in Tokio, das er mit drei Siegen hintereinander gegen Gilbert Yvel, Antônio Nogueira und Renato Sobral gewinnen konnte.<ref>Rings - King of Kings 1999 Final</ref>
Anschließend kämpfte er von Dezember 2000 bis Februar 2007 bei der japanischen Organisation Pride FC und erzielte eine Bilanz von 13 Siegen und 5 Niederlagen. Er gewann am 25. September 2005 in Tokio mit Siegen gegen Ryo Chonan und Akihiro Gono das unter dem Titel Bushido 9 veranstaltete Grand Prix Turnier<ref>Pride - Bushido 9</ref> und sicherte sich am 31. Dezember 2005 in Saitama mit einem Sieg gegen Murilo Bustamante den Titel im Mittelgewicht.<ref>Pride FC - Shockwave 2005</ref> Nach einem Sieg gegen Vitor Belfort<ref>Pride 32 - The Real Deal</ref> kämpfte er am 24. Februar 2007 in Las Vegas um den Halbschwergewichts-Titel und gewann durch K.o. gegen Wanderlei Silva.<ref>Pride 33 - Second Coming</ref> Den Titel verlor er am 8. September 2007 in London bei einer UFC/Pride-Crossover-Veranstaltung an den UFC-Champion Quinton Jackson.<ref>UFC 75 - Champion vs. Champion</ref>
Henderson trat anschließend in der UFC an und verlor am 1. März 2008 in Columbus beim Kampf um den UFC-Mittelgewichtstitel per Submission in der zweiten Runde gegen Anderson Silva, konnte diesem jedoch in Runde 1 die erste Rundenniederlage in dessen Karriere zufügen.<ref>On this date in MMA history, a legit superfight at UFC 82</ref> Anschließend gewann er drei Kämpfe in Folge gegen Rousimar Palhares<ref>UFC 88 - Breakthrough</ref>, Rich Franklin<ref>UFC 93: Dan Henderson Beats Rich Franklin by Split Decision</ref> und Michael Bisping<ref>Dan Henderson knocks out Michael Bisping at UFC 100</ref>.
Anschließend erhielt er eine Titelchance um den Mittelgewichts-Gürtel bei Strikeforce, verlor die Begegnung jedoch am 17. April 2010 in Nashville nach Punkten gegen Jake Shields.<ref>Strikeforce - Nashville</ref><ref>Strikeforce Title Fight Breakdown: Dan Henderson vs. Jake Shields</ref> Er blieb anschließend bei Strikeforce und gewann gegen Renato Sobral<ref>Strikeforce - Henderson vs. Babalu 2</ref>, ehe er sich am 5. März 2011 in Columbus mit einem TKO-Sieg gegen Rafael Cavalcante den Halbschwergewichts-Titel sichern konnte.<ref>Strikeforce: Dan Henderson Knocks Out Rafael "Feijao" Cavalcante, Wins Light Heavyweight Title</ref> Am 30. Juli 2011 erzielte er in einem Schwergewichts-„Superkampf“ ohne Titelverteidigung einen TKO-Sieg in Runde 1 gegen Fjodor Jemeljanenko.<ref>Dan Henderson vs Fedor Emelianenko fight video highlights from Strikeforce on Showtime</ref>
Anschließend wechselte Henderson zurück in die UFC und siegte am 19. November 2011 nach Punkten gegen Mauricio Rua<ref>UFC 139 - Shogun vs. Henderson</ref>, ehe er 2013 jeweils gegen Lyoto Machida<ref>UFC 157 - Rousey vs. Carmouche</ref>, Rashad Evans<ref>UFC 161 - Evans vs. Henderson</ref> und Vitor Belfort<ref>UFC Fight Night 32 - Belfort vs. Henderson</ref> verlor. Anschließend bestritt er noch sieben Kämpfe mit nur drei Siegen, wobei er in seinem letzten Kampf, am 8. Oktober 2016 in Manchester, in einem Mittelgewichts-Titelkampf gegen Michael Bisping verlor.<ref>Michael Bisping defeats Dan Henderson to retain UFC middleweight belt at UFC 204</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website
- Profil von Dan Henderson bei United World Wrestling
- Vorlage:Olympedia
- Dan Henderson in der Datenbank von Sherdog (englisch)Vorlage:Abrufdatum
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Henderson, Dan |
| ALTERNATIVNAMEN | Henderson, Daniel Jeffrey (vollständiger Name); Hendo, Hollywood |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Ringer und Kampfsportler |
| GEBURTSDATUM | 24. August 1970 |
| GEBURTSORT | Downey, Kalifornien |
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- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1992
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1996
- Teilnehmer an den Panamerikanischen Spielen (Vereinigte Staaten)
- Mixed-Martial-Arts-Kämpfer (Vereinigte Staaten)
- Olympiateilnehmer (Vereinigte Staaten)
- Ringer (Vereinigte Staaten)
- US-Amerikaner
- Geboren 1970
- Mann